Corona-Krise in Bayern

Corona: Krankenhaus-Behandlungen finden vorläufig nach Plan statt

Reguläre Behandlungen sollen in Bayern weiterhin stattfinden - trotz steigender Corona-Neuinfektionen. Bislang gibt es keine Überlastung der Kliniken.

Reguläre Behandlungen sollen in Bayern weiterhin stattfinden - trotz steigender Corona-Neuinfektionen. Bislang gibt es keine Überlastung der Kliniken.

Bild: Gaetan Bally, dpa

Reguläre Behandlungen sollen in Bayern weiterhin stattfinden - trotz steigender Corona-Neuinfektionen. Bislang gibt es keine Überlastung der Kliniken.

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Seit Montag befindet sich Bayern im Teil-Lockdown. An den Krankenhäusern sollen Nicht-Covid-19-Patienten deswegen aber nicht länger warten müssen.
dpa
02.11.2020 | Stand: 15:09 Uhr

Trotz der steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen sollen in vielen bayerischen Kliniken die regulären Behandlungen anderer Patienten weiterhin stattfinden. Dies kündigten mehrere Krankenhausbetreiber am Montag zu Beginn des Teil-Lockdowns an.

Als Konsequenz aus der Corona-Krise wurde am Montag das öffentliche Leben im Freistaat wieder heruntergefahren. Unter anderem Restaurants, Fitness-Studios, Schwimmbäder und Theater mussten schließen, Urlauber mussten bis Montag aus den Hotels abreisen. Vorläufig sind nur noch geschäftliche Übernachtungen gestattet.

Corona-Krise in Bayern: Krankenhaus-Behandlungen sollen nach Plan stattfinden

An den Kliniken gibt es allerdings noch keine generelle Überlastung durch Covid-19-Patienten. "Solange die Ressourcen zur Behandlung von Nicht-Corona-Patienten da sind, die Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter gewährleistet ist und das allgemeine Infektionsgeschehen es nicht erfordert, spricht nichts dagegen, dass wir unserem regulären Versorgungsauftrag nachkommen", sagte eine Sprecherin der Gruppe Schön Klinik, die mehrere Kliniken in Bayern betreibt, am Montag.

Andere Sprecher von Krankenhausbetreibern äußerten sich ähnlich.

Seit Montag gelten in Bayern wieder strenge Kontaktbeschränkungen: Höchstens zehn Menschen dürfen zusammenkommen - in privaten wie in öffentlichen Räumen. Anders als im Frühjahr beim ersten Corona-Lockdown sollen Schulen, Kindertagesstätten, Friseure und Universitäten offen bleiben.

(Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.)

Teil-Lockdown: Bayerische Landkreise zogen Maßnahmen vor

Die kreisfreien Städte Augsburg und Rosenheim sowie die Landkreise Berchtesgadener Land in Oberbayern und Rottal-Inn in Niederbayern hatten bereits zuvor entsprechende Vorschriften erlassen, um die regional besonders hohen Zahlen an Corona-Neuinfektionen zu senken.

Am Sonntag hatten rund 1.900 Menschen auf der Theresienwiese in München gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Der Veranstalter hatte die ursprünglich geplante Protestversammlung dabei zu einem Gottesdienst erklärt.

Das Erzbistum München kritisierte dies am Montag. "Unsere Antworten als Kirche sind nicht Verschwörungstheorien, Schwarzweiß-Denken oder eine Instrumentalisierung von kirchlichen Formaten für politische Zwecke", sagte Generalvikar Christoph Klingan der "Bild"-Zeitung. "Unsere Antwort ist Gebet, Solidarität und schlicht verantwortungsvolles Handeln."