Corona-News

Corona-Newsblog Teil 10: Alle Entwicklungen im Allgäu vom 04. Mai bis 10. Mai

Corona St. Lorenz

Die Gottesdienste im Allgäu finden wegen der Corona-Krise nur mit großem Abstand statt.

Bild: Ralf Lienert

Die Gottesdienste im Allgäu finden wegen der Corona-Krise nur mit großem Abstand statt.

Bild: Ralf Lienert

In diesem Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung aktuell über die Auswirkungen des Coronavirus im Allgäu. Lesen Sie hier im Rückblick die Entwicklungen in der Zeit vom 04. April bis 10. Mai 2020.
22.09.2020 | Stand: 10:58 Uhr

<< Hier geht es zum aktuellen Newsblog der Allgäuer Zeitung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Allgäu. >>

 

Sonntag, 10. Mai, 21.15 Uhr: Unsere Tages-Zusammenfassung.

Wir hoffen, Sie hatten ein schönes Wochenende und einen tollen Muttertag. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Wir sind morgen ab etwa 6 Uhr wieder für Sie da.

Sonntag, 10. Mai, 20 Uhr: Justizministerin Lambrecht verteidigt Corona-Einschränkungen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Einschränkung von Grundrechten im Kampf gegen das Cororavirus verteidigt. Angesichts wachsender Proteste gegen die staatlichen Auflagen plädierte sie am Sonntagabend zugleich dafür, die Notwendigkeit der Entscheidungen stärker zu begründen.

"Ich glaube, das ist eine Aufgabe, die wir noch mehr wahrnehmen müssen, dass deutlich wird, warum denn bestimmte Einschränkungen immer noch da sind ", sagte Lambrecht im "Bericht aus Berlin " der ARD. Es gehe nicht darum, den Menschen Freiheiten zu nehmen, sondern Gesundheit und Leben zu schützen - "und das, was wir erreicht haben, nicht leichtfertig zu verspielen ". Dies müsse man den Menschen deutlich machen.

Ungeachtet aller Lockerungen der Corona-Beschränkungen waren am Wochenende in zahlreichen Städten Deutschlands Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aus ihrer Sicht übertriebenen Einschränkungen und Grundrechtseingriffe zu protestieren. Auch im Allgäu demonstrierten hunderte Menschen gegen die Corona-Regeln.

 

Sonntag, 10. Mai, 18.30 Uhr: Demo in Kempten: Das sagen die Teilnehmer

Zahlreiche Allgäuer sind am Wochenende wieder auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. Doch was fordern die Menschen, die wegen der Corona-Beschränkungen auf die Straße gehen? Die 34-jährige Rosa Burgey ist am Samstag aus dem Westallgäu nach Kempten zur Demo gefahren. Die junge Mutter spricht von einer "Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen". Jetzt weiterlesen exklusiv mit AZ Plus.

 

Sonntag, 10. Mai, 16.45 Uhr: Messe mit Masken: So läuft ein Gottesdienst in Corona-Zeiten ab

Singen ist verboten und Abstand ist Pflicht: Beim ersten Gottesdienst in der Kaufbeurer Pfarrkirche nach zweimonatiger Pause ändert sich für die Besucher viel. Wie gehen die Gläuben mit der situation um? Und was sagt der Pfarrer zum Gottesdienst mit Mund-Nasen-Schutz? Lesen Sie unsere Reportage mit AZ Plus.

 

Sonntag, 10. Mai, 15.30 Uhr: "Kultur-Milliarde"? Merkel sichert Kultur Hilfe in Corona-Krise zu

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Kulturbranche angesichts der wochenlangen Zwangspause wegen der Corona-Krise weitere Unterstützung zugesichert. Das Ziel sei, dass die breite und vielfältige kulturelle Landschaft auch nach Überwindung der Pandemie weiterexistieren könne, sagte sie in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft.

Es sollten nun Konzepte entwickelt werden, wie mit Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auch Theater, Konzerthäuser, Opern und andere Kulturstätten öffnen könnten. Aus dem Bundestag und der Branche kommen Rufe nach schnellen weiteren Hilfen. Welche Hilfen möglich sind.

 

Sonntag, 10. Mai, 13.50 Uhr: Kaufbeurer Gastronomen sollen größere Flächen bekommen

Tische und Stühle stehen schon bereit: Ab 18. Mai darf die Außengastronomie wieder öffnen. In Kaufbeuren will der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl den Wirten extra mehr Platz verschaffen, damit die entsprechenden Abstände und Hygienemaßnahmen eingehalten werden können. Es wird eine gewaltige Herausforderung, denn wir müssen den zu erwartenden Ansturm an Gästen corona-verträglich bewältigen", sagt Pohl im Gespräch mit unserer Redaktion.

 

Sonntag, 10. Mai, 12 Uhr: Triftiger Grund: Einreise nach Deutschland zum Muttertag erlaubt

Um Besuche am Muttertag zu ermöglichen, sind die wegen der Corona-Pandemie verhängten strengen Regeln an den Grenzen für einen Tag etwas gelockert worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stimmt einer entsprechenden Entscheidung der Bundespolizei zu. Der Besuch der eigenen, in Deutschland lebenden Mutter, werde an diesem Sonntag als "triftiger Einreisegrund anerkannt", teilte die Bundespolizei mit. Vorraussetzung für die Ausnahmereglung: Die Rückreise muss am heutigen Sonntag stattfinden.

 

Sonntag, 10. Mai, 11.15 Uhr: Mehrere Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz bei Geburtstagsparty

Die Polizei in Kempten musste in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrfach eine Geburtstagsparty auflösen, die ein 22-jähriger Kemptener in seiner Wohnung in der Breslauer Straße gefeiert hatte. Nachdem der Mann völlig uneinsichtig war und immer wieder Partygäste in seiner Wohnung kamen, musste er laut Mitteilung der Polizei über die Nacht in Sicherheitsgewahrsam genommen werden. Gegen den Mann und die Teilnehmer der Geburtsparty werden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstellt.

 

Sonntag, 10. Mai, 10.35 Uhr: Bergbahnen sollen ab 18. Mai Betrieb wieder aufnehmen

In einer Woche könnte es schon wieder losgehen: Ab 18. Mai sollen Bergbahnen wieder fahren. Das fordert der Verband Deutscher Seilbahnen. Ein Hygienekonzept dafür sei bereits erarbeitet worden. Ab 18. Mai dürfen in Bayern auch Berghütten und -restaurants ihre Gäste wieder im Freien bewirten. Mehr dazu, lesen Sie hier.

 

Sonntag, 10. Mai, 8.50 Uhr: Demo auch in Memmingen mit 200 Personen

Nicht nur in Kaufbeuren und Kempten gingen Menschen am Samstag gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straße: Auch in Memmingen versammelten sich am späten Samstagnachmittag rund 200 Personen auf dem Marktplatz zu einem "Spaziergang". Das berichtet die Polizei Memmingen. Die Demonstranten hatten laut Polizei Plakate dabei, auf denen es unter anderem um Grundrechte ging. Die Versammlung sei nicht angemeldet gewesen, verlief aber störungsfrei.

In der Region waren somit mehr als 500 Personen bei Demos auf den Straßen.

 

Sonntag, 10. Mai, 8 Uhr: Ansteckungsrate steigt über 1

Die Ansteckungsrate beim Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des RKI wieder über die kritische Marke 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai, 0 Uhr, bei 1,10, wie das Institut am Samstagabend schreibt. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Am Mittwoch hatte das RKI den Wert noch mit 0,65 angegeben. Seitdem war die Reproduktionszahl stetig gestiegen. Das Institut teilte jedoch weiter mit, dass wegen der statistischen Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt würden, noch nicht bewertet werden könne, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetze.

 

Sonntag, 10. Mai, 7.35 Uhr: Einen schönen Muttertag

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir wünschen allen Mamas heute einen schönen Muttertag und hoffen, Sie starten gerade gut mit Ihren Familien in den Tag.

 

 

Samstag, 9. Mai, 21.30 Uhr: Unsere Tages-Zusammenfassung

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund! Wir sind morgen ab 7.30 Uhr wieder für Sie da.

 

Samstag, 9. Mai, 18.30 Uhr: So lief die Demo heute in Kempten ab

Sie sangen "Freiheit" von Marius Müller-Westernhagen und das Volkslied "Die Gedanken sind frei": 300 Menschen haben am Samstagnachmittag friedlich auf dem Hildegardplatz in Kempten demonstriert - umringt von zahlreichen Zuschauern. Die Demonstranten fordern die Regierung auf, die Beschränkungen wegen des Corona-Virus weiter zu lockern. Sie sehen ihre Grundrechte eingeschränkt. Wie die Polizei die Demonstration bewertet, lesen Sie hier.

Bilderstrecke

Corona-Demo in Kempten

 

Samstag, 9. Mai, 16.35 Uhr: "Ignorance Meditation": Ruhiger Corona-Protest in Kaufbeuren

Ein für Demonstrationen eher ungewöhnliches Bild zeigte sich am Samstagnachmittag in Kaufbeuren. Am Obstmarkt hatten sich 49 Menschen versammelt, um im Rahmen der "Ignorance Meditation" in Zeiten von Corona für Freiheit und Selbstbestimmung zu demonstrieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Samstag, 9. Mai, 16 Uhr: Corona-Demo mit 300 Teilnehmern in Kempten

300 Menschen demonstrieren jetzt gerade in Kempten für die Einhaltung der Grundrechte und gegen die Corona-Bestimmungen. Laut Polizei läuft die genehmigte Demo auf dem Hildegardplatz friedlich ab. Markierungen im abgesperrten Protest-Bereich sollen den Abstand unter den Teilnehmern sicherstellen. Weitere Infos folgen.

 

Samstag, 9. Mai, 15.30 Uhr: Motorradfahren? Gemeinsam grillen? Diese Corona-Regeln gelten aktuell

Es wird immer schwieriger, bei den ständig wechselnden Corona-Regeln den Überblick zu behalten: Was ist noch erlaubt? Diese Antworten helfen im Alltag. Unsere Corona-Merkliste finden Sie hier.

 

Samstag, 9. Mai, 14 Uhr: Kanzler Kurz kommt ins Kleinwalsertal und nach Tirol

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird nach zehn Wochen "Corona-Pause " wieder öffentliche Termine außerhalb des Kanzleramts wahrnehmen. Den Auftakt macht nächste Woche ein Besuch im Kleinwalsertal in Vorarlberg.

Die Region sei aufgrund der Erreichbarkeit nur über Deutschland besonders von den Corona-bedingten Grenzschließungen betroffen, teilte das Kanzleramt am Samstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Kurz will sich vor Ort ein persönliches Bild machen.

 

Samstag, 9. Mai, 11.45 Uhr: Heim-Bewohnern ein "Lächeln schenken": Marktoberdorferin sucht Mitmacher für Muttertags-Aktion

Morgen ist Muttertag. Der Tag, an dem viele Menschen, Kinder wie Erwachsene, besonders an ihre (Groß-)Mütter denken. Sie erfreuen sie mit Besuchen, zu denen sie Blumen und andere nette Geschenke mitbringen. Doch wenn die Mamas alt und pflegebedürftig sind, sind solche Besuche wegen des ansteckenden Coronavirus nach wie vor problematisch.

Viele Ältere fühlen sich isoliert ⠀ “ gerade, wenn sie nicht bei Angehörigen, sondern in Pflegeheimen wie dem Gulielminetti-Heim leben. Hier setzt die Muttertagsaktion der Marktoberdorferin Ulrike Heidenthal-Laddach an. Sie will den Heim-Bewohnern eine besondere Freude machen. Und Sie können mithelfen.

 

Samstag, 9 Mai, 10 Uhr: Wiedereröffnung: Welche Veränderungen Westallgäuer Händler spüren

Die Läden haben seit zwei Wochen wieder geöffnet. Wie ist das Einkaufserlebnis? Wie reagieren die Kunden? Und wie sind die Aussichten? Unsere Kollegen haben sich im Westallgäu umgehört: Über Kunden, die jetzt eher offline statt online kaufen und über Modeberatung während der Corona-Krise.

 

Samstag, 9. Mai, 08.45 Uhr: Magier Roy Horn stirbt nach Corona-Infektion

Seine Ärzte nannten es "ein Wunder", dass Roy Horn die schweren Verletzungen nach dem Angriff seines weißen Tigers Mantecore überhaupt überlebte. Im Mirage-Hotel in Las Vegas hatte der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und Magier am 3. Oktober 2003 in seinen 59. Geburtstag hineingefeiert. Wenige Stunden später lag der dunkelhaarige Zauberer bei der abendlichen "Siegfried & Roy "-Show lebensgefährlich verletzt auf der Bühne.

Nach schwerem Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation hatte er sich nie mehr vollständig erholt. Sein langjähriger Partner, der in Rosenheim geborene Siegfried Fischbacher, wurde zum Betreuer. Nun hat ihn die Lungenkrankheit Covid-19 das Leben gekostet.

 

Samstag, 9. Mai, 7.30 Uhr: 19 Corona-Todesfälle im Seniorenheim Waal: Wie konnte es dazu kommen?

Es ist ein regionaler Corona-Hotspot: Im kreiseigenen Senioren- und Pflegeheim Waal (Ostallgäu) sind 18 Bewohner und ein Mitarbeiter an Covid-19 gestorben. "Trotz aller Vorsicht" habe sich das Virus schnell ausgebreitet, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung. Wie es den Bewohnern und Mitarbeitern heute geht und wie Zinnecker das Krisenmanagement einschätzt, lesen Sie exklusiv mit AZ Plus.

 

Samstag, 9. Mai, 7 Uhr: Gelockerte Corona-Regeln: Darf man jetzt wieder zu Oma und Opa?

Strenge Regeln in Zeiten von Corona haben Besuche bei Großeltern für viele Kinder unmöglich gemacht. Jetzt sind sie wieder erlaubt - aber auch vetretbar? Welche Sicherheitsvorkehrungen Oma und Opa treffen sollten und welche Regeln zu beachten sind, erfahren Sie hier.

 

Freitag, 8. Mai, 22.30 Uhr: Das Wichtigste zur Corona-Situation im Allgäu in unserer Zusammenfassung

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und ein gutes Wochenende! Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist morgen ab 7 Uhr wieder für Sie da.

 

Freitag, 8. Mai, 21.40 Uhr: Friedliche Corona-Demo: "Wir wollen dass die Menschen miteinander reden"

Gegenseitiger Respekt, auch kritische Standpunkte in der Corona-Debatte akzeptieren: Das ist es, wofür Raymund Koch am Freitag in Buchenberg warb. Seiner Einladung zum "offenen Diskurs" folgten gut 40 Menschen.

 

Freitag, 8. Mai, 20.22 Uhr: Besuche in Allgäuer Kliniken unter Auflagen wieder erlaubt

Ab Samstag, 9. Mai, dürfen die Patienten in den Allgäuer Krankenhäusern wieder von einer festen Kontaktperson besucht werden. Dies geht allerdings nur zu bestimmten Zeiten und unter gewissen Auflagen. Welche Besuchsregelungen im Klinikum Memmingen, in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren sowie in den Häusern des Klinikverbunds Allgäu gelten, lesen Sie hier.

 

Freitag, 8. Mai, 18.30 Uhr: Demonstration zum Thema Grundrechte in Kempten geplant

Am Samstag, 9. Mai, findet um 15.30 Uhr eine Versammlung von 300 Personen zum Thema Grundrechte auf dem Hildegardplatz statt. Geplant ist eine Zugangskontrolle, um die erlaubte Anzahl nicht zu überschreiten, sowie Bodenmarkierungen, damit alle den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Die Veranstaltung ist durch Polizei und Behörden genehmigt, sagt der Versammlungsleiter. Vergangene Woche wurde eine Demo in Kempten kurzfristig abgesagt - die Polizei löste die Versammlung auf.

 

Freitag, 8. Mai, 18 Uhr: Laut LGL: Keine Corona-Neuinfektionen im Allgäu

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind im Allgäu von Donnerstag auf Freitag keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die aktuellen Zahlen veröffentlicht das LGL an dieser Stelle. In unserer Region sind insgesamt 1.443 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 73 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19.

 

Freitag, 8. Mai, 15.45 Uhr: Jens Spahn warnt: Pandemie noch nicht vorbei

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat davor gewarnt, die Corona-Pandemie in Deutschland bereits als erledigt zu betrachten. In manchen Wortbeiträgen der Bundestagsdebatte habe er am Donnerstag den Eindruck gehabt, es gebe das Gefühl, "wir sind durch ", sagte Spahn am Freitag in Saarbrücken. "Aber ich will ausdrücklich sagen: Das ist nicht der Fall. "

Man habe es zwar zusammen geschafft, die Ausbreitung des Virus' so zu verlangsamen, dass man umgehen könne mit der Zahl der Neuinfektionen, was das Gesundheitswesen anbetreffe. "Aber wir werden weiter mit diesem Virus leben müssen ", erklärte Spahn. Und man werde miteinander lernen müssen, mit diesem Virus zu leben, um ihm die Ausbreitung so schwer wie möglich zu machen.

 

Freitag, 8. Mai, 14.19 Uhr: Abwasserproben sollen frühzeitig Hinweise auf Corona geben

Mit Abwasserproben will ein Team aus Wissenschaftlern und Kläranlagen-Betreibern Erkenntnisse über den Infektionsgrad der Bevölkerung in Deutschland mit dem Coronavirus gewinnen. Dazu sollen ab Mitte Mai aus etwa 20 Kläranlagen täglich Proben entnommen werden, um die Reste menschlicher Fäkalien auf das neuartige Coronavirus zu untersuchen, teilte die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) am Freitag in Hennef bei Bonn mit. Ziel sei es, so nähere Aufschlüsse über die Dunkelziffer der Infizierten zu bekommen. Wenn sich in einem Kläranlagen-Bereich der Anteil der positiven Abwasser-Proben erhöhe, könne dies Rückschlüsse auf einen Anstieg der Infektionszahlen unter den Menschen in dem Einzugsgebiet zulassen.


Freitag, 8. Mai, 13.15 Uhr: Chinas Botschafter: Offen für Suche nach Corona-Herkunft

China ist nach den Worten seines Botschafters in Berlin, Wu Ken, offen für eine internationale Untersuchung der Herkunft des Corona-Virus Sars-CoV-2. "Wir unterstützen den Forschungsaustausch unter Wissenschaftlern", sagte Wu dem Magazin Der Spiegel. Chinesische und US-Wissenschaftler arbeiteten bereits gemeinsam an Projekten zur Rückverfolgung des Virus. "Aber wir lehnen es ab, wenn China ohne Beweis auf die Anklagebank gesetzt, schon im Voraus seine Schuld unterstellt und dann durch sogenannte internationale Untersuchungen nach Beweisen gesucht wird."

Freitag, 8. Mai, 12.50 Uhr: Fendt-Geschäftsführer rechnet trotz Corona mit stabilem Umsatz

Der Geschäftsführer des Allgäuer Traktoren-Herstellers Fendt, Christoph Gröblinghoff, rechnet trotz des vierwöchigen Produktionsstopps während der Corona-Krise mit einem stabilen Umsatz in diesem Jahr. "Die Landmaschinenbranche ist ziemlich krisenstabil. Und wir sind für Fendt sehr positiv gestimmt", sagte Gröblinghoff der Augsburger Allgemeinen vom Freitag. AGCO/Fendt habe 2020 in den ersten drei Monaten mehr Traktoren verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, die Auftragslage sei "ausgesprochen gut". Das ursprüngliche Ziel heuer 20.000 Traktoren zu produzieren, sei wegen des Produktionsstopps nicht erreichbar, allerdings will das Unternehmen das Vorjahresergebnis von 19.000 Traktoren übertreffen. Wann und wie Fendt die Produktion trotz der Corona-Krise fortsetzte, lesen Sie hier.

 

Freitag, 8. Mai, 11.15 Uhr: Österreich geht von Grenzöffnung zu Deutschland "vor dem Sommer" aus

Die Öffnung der Grenze zwischen Deutschland und Österreich rückt nach Überzeugung von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) näher. Derzeit seien die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus in Österreich geringer als in Deutschland. "Daher gehe ich auch davon aus, dass es zum Öffnen der Grenze zu Deutschland kommen wird noch vor dem Sommer ", sagte Kurz bei einer Videokonferenz mit Vertretern des Gastgewerbes am Freitag in Wien.

Die Regierung sei in dieser Frage in einem fast täglichen Kontakt zu den deutschen Partnern. Eine Grenzöffnung sei nicht nur aus touristischer Sicht wichtig, sondern würde auch für viele Familien, die momentan durch die Grenzkontrollen getrennt seien, eine erhebliche Erleichterung bedeuten. Das Gleiche gelte für Pendler und alle, die aus beruflichen Gründen einfach reisen müssten.

In Österreich ist die Zahl der an Covid-19-Erkrankten auf rund 1.300 gesunken. In den Krankenhäusern liegen nur noch etwa 350 Patienten. Von ihnen sind rund 100 auf den Intensivstationen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt im niedrigen zweistelligen Bereich.

Freitag, 8. Mai, 10.20 Uhr: UN-Generalsekretär ruft zu Kampf gegen Corona-Verschwörungstheorien auf

Angesichts aufkeimender Verschwörungstheorien hat UN-Generalsekretär Antà ³nio Guterres zu einem verstärkten Kampf gegen Falschnachrichten und Hass aufgerufen. "Wir müssen jetzt handeln, um die Immunität unserer Gesellschaften gegen das Virus des Hasses zu stärken", sagt Guterres.

Er appelliere an alle, Hassreden gegen Juden oder Muslime, gegen Geflüchtete und Ausländer sowie gegen alte Menschen und Frauen zu bekämpfen. Politische Anführer müssten sich solidarisch mit angegriffenen Gruppen zeigen, soziale Netzwerke sollten unangemessene Inhalte löschen, auch Bildungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft müssten sich dem Problem annehmen.

 

Freitag, 8. Mai, 9.41 Uhr: Besuche im Klinikum Memmingen ab morgen möglich

In der aktuellen Corona-Pandemie mussten Patientinnen und Patienten in den vergangenen acht Wochen bayernweit auf Besuche in Kliniken verzichten. "Es war keine einfache Situation. Aber unsere Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige haben großes Verständnis gezeigt. Dafür sind wir sehr dankbar", betont Maximilian Mai, Vorstand des Klinikums Memmingen. "Umso mehr freuen wir uns, dass Besuche im Memminger Klinikum ab 9. Mai wieder möglich sind, wenn auch noch mit Einschränkungen." Aufgrund der abflachenden Covid-19-Infektionsrate lässt die jüngste Infektionsschutzverordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums Besuche in bayerischen Kliniken wieder zu.

 

Das Besuchskonzept des Klinikums Memmingen sieht folgendes vor:

  • Ab Samstag, 9. Mai, gilt eine tägliche Besuchszeit von 14 bis 19 Uhr.
  • Eine feste Kontaktperson darf pro Tag eine Patientin/ einen Patienten besuchen.
  • Eine Ausnahme gilt für Eltern, die ihr Kind im Krankenhaus besuchen, sie dürfen beide kommen.
  • Auch bei Sterbenden gilt eine besondere Regelung, der engste Familienkreis kann ihnen beistehen.
  • Wichtig ist generell, dass die Besucherin/der Besucher gesund ist.
  • Täglich muss dazu neu ein Besuchsschein mit Selbstauskunft ausgefüllt werden, der über Patient und Besucher namentlich Auskunft gibt. Um Wartezeiten zu vermeiden, kann das Formular bereits unter www.klinikum-memmingen.de abgerufen, ausgedruckt und zu Hause ausgefüllt werden.
  • Auch beim Besuch im Klinikum muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden und eine Mund-Nasen-Bedeckung (sogenannte Community-Masken sind ausreichend, die medizinischen Masken des Klinikums sind ausschließlich für Patienten und Personal gedacht) muss mitgebracht und getragen werden.


Freitag, 8. Mai, 9 Uhr: Robert-Koch-Institut: 1209 Neuinfektionen und 147 Todesfälle in Deutschland

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) stieg die Zahl der Neuinfektion innerhalb von 24 Stunden um 1.209 auf insgesamt 167.300. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 147 auf 7.266. Laut RKI sind inzwischen rund 141.700 Menschen wieder genesen.

 

Freitag, 8. Mai, 8.05 Uhr: Lionsclub liefert Desinfektionsmittel aus

Mitglieder des Lionsclubs Kempten-Buchenberg füllten rechtzeiting zum Muttertag in der Martinus-Apotheke in Kempten-Sankt Mang 130 Liter Hände- Desinfektinsmittel ab. Dieses wird heute an alle Kemptener Seniorenheime und das Allgäu Hospiz geliefert. Unser Bild zeigt von links Josef Stitzl, Michael Piesbergen, Dr. Johannes Huber sowie Caroline und Martin Pfefferle.

 

Freitag, 8. Mai, 7.15 Uhr: Wirte in "Meck-Pom" öffnen am Samstag wieder für Gäste

Als erstes Bundesland gibt Mecklenburg-Vorpommern Gastronomen von Samstag an die Möglichkeit, Gäste zu empfangen. Der Präsident des regionalen Branchenverbands Dehoga MV, Lars Schwarz, geht davon aus, dass am Wochenende etwa ein Drittel der Wirte diese Gelegenheit nutzen wird. "Es ist richtig, dass wir als Tourismusland die Ersten sind, die wieder aufmachen ", sagte Schwarz auch mit Blick auf die bundesweit niedrigsten Corona-Infektionszahlen im Nordosten. Er rechnete gleichzeitig nicht damit, dass Restaurants in den Urlaubshochburgen durchgängig geöffnet haben, solange Gäste noch nicht ins Land dürfen. Dies soll erst vom 25. Mai an möglich sein.

 

Freitag, 8. Mai, 6.36 Uhr: Tourismus: Weltweit schlimmste Krise seit Beginn der Aufzeichnungen

Die Corona-Pandemie wird laut Welttourismusorganisation (UNWTO) dieses Jahr zu einem Einbruch des internationalen Reiseverkehrs um 60 bis 80 Prozent im Vergleich zu 2019 führen. Im ersten Quartal sei die Zahl der Touristen wegen des Virus und der damit verbundenen Reisebeschränkungen weltweit bereits um 22 Prozent zurückgegangen, teilt die Organisation der Vereinten Nationen mit.

Der internationale Reiseverkehr habe in den ersten drei Monaten dieses Jahres etwa 67 Millionen weniger Touristen verbucht, was Einbußen von 80 Milliarden US-Dollar bedeute. "Die Welt steht vor einer nie dagewesenen Gesundheits- und Wirtschaftskrise", erklärt UNWTO-Generalsekretär Zurab Pololikaschwili. Millionen Menschen liefen in der Branche Gefahr, ihre Arbeitsplätze zu verlieren, warnt er. Die UNWTO spricht von der "schlimmsten Krise des Welttourismus" seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950.

 

Freitag, 8. Mai, 5.45 Uhr: Skyline Park öffnet am 30. Mai wieder seine Pforten

Über diese Nachricht dürften sich viele Eltern mit Kindern freuen: Der Allgäu Skyline Park bei Bad Wörishofen (Unterallgäu) öffnet am Samstag, 30. Mai, seine Pforten, wie Parkchef Joachim Löwenthal auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Die seit der Corona-Krise geltenden Anforderungen an die Schutz- und Hygienemaßnahmen seien laut Löwenthal schon seit Längerem umgesetzt, da die Verantwortlichen im Skyline Park schon auf einen früheren Termin zur Saisoneröffnung gehofft hatten.

Derzeit laufen die Bauarbeiten für die neueste Attraktion, die vermutlich ab Juli die Besucher in luftige Höhen wirbeln wird: Das höchste Kettenkarussell der Welt soll dann auf dem rund 60 Hektar großen Gelände des Freizeitparks 142 Meter über den Köpfen der Parkbesucher umherwirbeln. Das neue Fahrgeschäft übertrifft damit den bisherigen Rekordhalter, der mit 137 Metern in Orlando/Florida steht. 1999 wurde der größte Freizeitpark im eröffnet. In der Hochsaison sind dort bis zu 200 Mitarbeiter beschäftigt, die sich um das Wohl der rund 400.000 Parkbesucher pro Saison kümmern.

 

Freitag, 8. Mai, 5.30. Uhr: CDU-Generalsekretär für einheitliches Vorgehen bei Grenzöffnungen in Europa

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

in einigen Bereichen des öffentlichen Lebens gibt es in diesen Tagen schrittweise Lockerungen. Von diesem Freitag an dürfen sich auch in Bayern wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - im privaten wie auch im öffentlichen Raum. Ein politisches Tauhziehen zeichnet sich indes bei der Frage ab, wann die Grenzen in der Corona-Krise wieder geöffnet werden. In dieser Debatte plädiert CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nun für einen gemeinsamen Ansatz in Europa. "Ein einheitliches Vorgehen innerhalb der Europäischen Union wäre das Wichtigste ", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag). "Wir haben eine unterschiedliche Situation an den deutschen Grenzen. Wenn ich beispielsweise an die deutsch-polnische Grenze denke, dann wäre es mir wichtig, dass zum Beispiel auch medizinisches Personal aus Polen zur Arbeit nach Deutschland kommen kann. "

Von Politikern aus Süddeutschland kommen vermehrt Rufe nach einem Ende der Grenzkontrollen. Diese waren erstmals Mitte März angeordnet und dann verlängert worden, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen

 

 

Donnerstag, 7. Mai, 21.30 Uhr: Das Wichtigste des Tages in unserer Zusammenfassung

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund! Wir sind morgen ab etwa 6 Uhr wieder für Sie da.

 

Donnerstag, 7. Mai, 20.30 Uhr: Bisher nur wenige Allgäuer Kinder in der Notbetreuung - wer diese nutzen darf

Oberallgäuer Eltern betreuen ihre Kinder lieber selber, statt sie in Kindergärten oder Schulen zu schicken. Dabei dürften viel mehr ihren Nachwuchs abgeben. Wer die Notbetreuung nutzen kann, erfahren Sie hier. (AZ Plus)

Unterdessen wird die Betreuung von Kindern durch Nachbarschaftshilfe jetzt möglich. Zur weiteren Entlastung der Eltern können jetzt Kinder von bis zu drei Familien im Sinne der Nachbarschaftshilfe gemeinsam in einem Haushalt betreut werden, teilt das Das Bayerische Gesundheitsministerium mit.

Mit Blick auf die Lockerung der Kontaktbeschränkungen für feste, familiär oder nachbarschaftlich organisierte Betreuungsgemeinschaften betonte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Donnerstag in München: "Mit den weitreichenden Beschränkungen waren Familien vor eine besondere Probe gestellt. Daher freue ich mich, dass wir nun wegen der positiven Entwicklung der Infektionszahlen Erleichterungen beschlossen haben."

 

Donnerstag, 7. Mai, 19.30 Uhr: Aus dem Automaten: Mundschutz statt Eis am Stil

Bild: Ralf Lienert

Anstatt Eis gibt es jetzt am Inselsee bei Blaichach (Oberallgäu) etwas ganz anderes zu kaufen. Mit dem Sonthofer Unternehmer Marc Wenz (links) verkauft der Wasserskilift-Betreiber Christian Smit Mund-Nase-Masken ⠀ “ aus dem Automaten. Normalerweise wäre jetzt schon viel Betrieb am Wasserskilift, doch die aktuelle Coronalage macht auch vor diesem Freizeitangebot nicht halt.

Eigentlich wird in dem Automaten am Inselsee im Sommer Eis verkauft, jetzt lagern dort Masken bei knapp 20 Grad minus. Der Erlös von fünf Euro pro Maske kommt laut Smit der Jugendfeuerwehr Blaichach zu Gute.

 

Donnerstag, 7. Mai, 18 Uhr: Füssener Museen öffnen wieder

Ab Samstag, dem 16. Mai, öffnen das Museum der Stadt Füssen und die Galerien im Hohen Schloss zunächst samstags und sonntags von 13-16 Uhr. Das teilen die Museen per Pressemeldung mit. Am Sonntag, 17. Mai, ist sogar der Eintritt frei. Dann ist der Internationale Museumstag. Um den Schutz vor Corona zu gewährleisten, dürfen nur maximal 40 Besucher gleichzeitig die Museen betreten. Mundschutz muss getragen, Abstand eingehalten werden.

 

Donnerstag, 7. Mai, 16.52 Uhr: Corona-Krise - Klare Perspektiven für Kita-Kinder gefordert

Nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zur Lockerung der Corona-Auflagen beklagen SPD und Grüne fehlende Perspektiven für Eltern und Kinder. SPD-Chefin Saskia Esken bezeichnete die Vereinbarungen als "fatales Signal an die Familien". Grünen-Fraktionsvize Katja Dörner kritisierte: "Die Pläne zur Öffnung der Kitas bleiben vage, Familien wissen weiterhin nicht, worauf sie sich einstellen müssen." Esken kritisierte, für die Fußball-Bundesliga gebe es ein konkretes Konzept, für die Bildung und Betreuung von Kindern dagegen nicht." In diesem Zusammenhang ist die Fortsetzung der Bundesliga für viele Fans eine gute Nachricht - vielen Eltern muss sie zynisch erscheinen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch grundsätzlich darauf verständigt, dass jeder Schüler und jedes Vorschulkind vor den Sommerferien möglichst noch mindestens einmal die Schule oder die Kita besuchen soll. Details regeln die Länder. Die Notbetreuung in den Kitas soll spätestens ab dem 11. Mai überall ausgeweitet werden.

 

Donnerstag, 7. Mai, 15.30 Uhr: Bayern erlaubt Treffen zweier Haushalte ab Freitag

Bereits von diesem Freitag an dürfen sich auch in Bayern wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - im privaten wie auch im öffentlichen Raum. Die Lockerung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen tritt am Freitag in Kraft, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Was das genau bedeutet, lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 7. Mai, 13.32 Uhr: Kreis Greiz bleibt bundesweiter Brennpunkt neuer Corona-Nachweise

Der Kreis Greiz in Thüringen bleibt bundesweiter Brennpunkt neuer Corona-Nachweise. Bis Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 80,5 (Stand 7. Mai), wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Damit war der Ostthüringer Landkreis unter allen Kreisen und kreisfreien Städten der einzige bundesweit, wo der kritische Wert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner noch überschritten wurde. Diese Quote gilt als Obergrenze, bei deren Überschreitung Bund und Länder künftig strikte Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie vorsehen.


Donnerstag, 7. Mai, 13.05 Uhr: Asklepios Klinik Lindau lockert Besuchsrecht

Die Asklepios Klinik Lindau lässt ab Samstag, 9 Mai, wieder Besuche von Angehörigen im Krankenhaus zu und folgt damit den Beschlüssen der Bayerischen Staatsregierung. Besuche sind nur zu bestimmten Zeiten und nach telefonischer Voranmeldung über den Empfang unter 08382/276-0 möglich. Zudem gilt "1 Besucher pro Patient für maximal 1 Stunde pro Tag. " Die Klinik setzt dabei auf ein klares Hygienekonzept. Besucher müssen sich registrieren, einen Mund-Nasenschutz mitbringen und diesen während des Aufenthalts ebenso wie die Patienten tragen. Besucher mit Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen, Durchfall, Fieber etc. sollen dem Krankenhaus ausdrücklich fernbleiben. "Dies dient der Sicherheit der Patienten, anderer Besucher sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Klinik. Jetzt ist von jedem Vorsicht geboten, um die Anstrengungen der letzten Wochen nicht zunichte zu machen", betont der Geschäftsführer der Asklepios Klinik Lindau, Boris Ebenthal.

 

Donnerstag, 7. Mai, 12 Uhr: Oberstaufen macht Parkplätze wieder auf

Die Gemeinde Oberstaufen hat ihre öffentlichen Parkplätze wieder aufgemacht. Wie berichtet, waren die Stellflächen an den Staufner Bergbahnen, am Thalkirchdorfer Skilift, den Buchenegger Wasserfällen sowie innerorts am Kurhaus, in der Argenstraße und Teile des Bahnhofplatzes wegen der Ausgangsbeschränkungen gesperrt worden. Hintergrund war, dass trotz der Corona-Pandemie viele Tagesgäste zum Wandern nach Oberstaufen fuhren. Nachdem die Ausgangsbeschränkungen gelockert sind, öffnet sich Oberstaufen auch wieder den Tagesgästen.

 

Donnerstag, 7. Mai, 11.44 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof bestätigt Maskenpflicht

Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag ab, die Vorschrift per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Der zuständige Senat sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit größeres Gewicht habe als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche des Einkaufens und des Personennahverkehrs betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte durch die Maskenpflicht.

 

Donnerstag, 7. Mai, 11.15 Uhr: Hoeneß appelliert an Fußballfans: "Das kleinste Übel sind die Geisterspiele"

Die Spielbetrieb in der Bundesliga läuft nun nach einer Corona-Unterbrechung wieder an - mit Einschränkungen. Es sind nur Geisterspiele erlaubt. Der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat einen Appell an jene Fußballfans gerichtet, die in der Corona-Krise Spiele ohne Zuschauer zur wirtschaftlichen Rettung der Bundesliga ablehnen. "Das kleinste Übel sind die Geisterspiele", sagte er im Bayerischen Fernsehen. Auch der Fußball müsse seinen Beitrag in der Krise leisten und diese Kröte nun schlucken.

 

Donnerstag, 7. Mai, 10.50 Uhr: Künstler des abgesagten Festivals "Memminger Meile" werden trotzdem bezahlt

Die Stadt Memmingen und Sponsoren zahlen den etwa 30 Künstlern des wegen Corona ausgefallenen Kulturfestivals "Memminger Meile" 60 Prozent ihrer Gagen. Doch zunächst mussten noch rechtliche Fragen geklärt werden. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 7. Mai, 10.39 Uhr: Landratsamt Unterallgäu ab Montag wieder geöffnet

Landratsamt Unterallgäu in Mindelheim und die Außenstelle in Memmingen sind ab Montag, 11. Mai, wieder für alle Anliegen geöffnet. Vor einem Besuch muss man allerdings telefonisch einen Termin vereinbaren, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem ist eine Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich. Am Eingang des Landratsamts findet eine Einlasskontrolle statt. Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus war das Landratsamt für den Publikumsverkehr geschlossen worden. Ausnahmen gab es nur in begründeten Fällen. Nun ist die Behörde wieder zu den üblichen Zeiten für Besucher geöffnet. Wer einen Termin vereinbaren möchte, findet seinen Ansprechpartner hier: www.unterallgaeu.de/landratsamt.

 

Donnerstag, 7. Mai, 10.30 Uhr: Weihe des neuen Augsburger Bischofs Meier wird Anfang Juni nachgeholt

Die Weihung des neuen Augsburger Bischofs Bertram Meier wird am 6. Juni nachgeholt. Nach Angaben der schwäbischen Diözese wird die Weihe der Münchner Kardinal Reinhard Marx spenden. Ursprünglich war als Termin für die Bischofsweihe der 21. März vorgesehen. Dieser musste jedoch wegen Corona verschoben werden.

 

Donnerstag, 7. Mai, 9.53 Uhr: AZ-Leseraktion: So schöne Masken nähen die Allgäuer

Leserinnen und Leser der Allgäuer Zeitung und ihrer Heimatausgaben haben Schutztücher für Mund und Nase genäht und unserer Redaktion die Bilder geschickt. Eine Auswahl der schönsten und kreativsten Masken sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Bilderstrecke

Allgäuer Maskerade

 


Donnerstag, 7. Mai, 9.20 Uhr: Corona-Gegenmittel - Söder glaubt nicht an Impfpflicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) glaubt nicht an eine Impfpflicht, sobald es ein Gegenmittel gegen das Coronavirus gibt. "Impfen ist generell eine sehr, sehr sinnvolle Sache. Wenn ein Impfstoff vorliegt - ich werde mich impfen lassen. Ich würde es auch empfehlen ", sagte er am Donnerstag dem ZDF- "Morgenmagazin ". Aus seiner Sicht hätte aber Freiwilligkeit "Vorrang ".

Donnerstag, 7. Mai, 9.10 Uhr: LGL-Chef hält Lockerungen für angemessen

Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Andreas Zapf hält die Lockerungen der Corona-Regeln durch Bund und Länder für angemessen. "Wir haben ja in Bayern nicht alles komplett geöffnet, sondern es ist ein kluger, durchdachter Plan ", sagte er im "radioWelt am Morgen "-Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Wenn die Infektionszahlen nun wieder stark ansteigen würden, könne man wieder gegensteuern - das Ausmaß sei aber noch nicht absehbar, sagte Zapf.

Seit Mittwoch sind die Ausgangsbeschränkungen in Bayern aufgehoben, die Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin. Künftig sollen sich aber auch mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen dürfen. Für die Rückkehr von Schülern an ihre Schulen gibt es einen Stufenplan. Ab kommendem Montag dürfen auch wieder alle Geschäfte öffnen, Gaststätten und Hotels sollen noch vor Pfingsten wieder aufmachen.

Donnerstag, 7. Mai, 8.27 Uhr: Robert-Koch-Institut: Bundesweit 1.284 Neuinfektionen und 123 weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland stieg innerhalb von 24 Stunden um 1.284 auf 166.091. Das teilt das Robert-Koch-Instituts (RKI) auf seiner Internetseite mit. Tags zuvor waren es 947 Neuinfektionen. Die Zahl der Corona-Todesopfer erhöhte sich um 123 auf 7.119. Am Vortag starben laut RKI 165 Personen an dem Coronavirus.

Donnerstag, 7. Mai, 7.56 Uhr: So brachten die Corona-Beschränkungen das Allgäuer Leben durcheinander

Kein Ereignis nach dem Zweiten Weltkrieg hat unser Leben derart verändert wie die Corona-Krise. Innerhalb kürzester Zeit. Und noch sind wir mittendrin. Gefühlt dauert die Krise schon viel länger, sagen manche. Noch vor gut sieben Wochen hätte wohl niemand mit einer derartigen Veränderung unseres Lebens in weniger als zwei Monaten gerechnet. Unser Reporter Michael Munkler zeigt die Entwicklung der Krise in der Region auf: Eine Zeit, die unser Leben gehörig durcheinander brachte. Einblicke in die rasanten Veränderungen in unserer Region gibt unsere Foto-Dokumentation:

Bilderstrecke

Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

 

Donnerstag, 7. Mai, 7.43 Uhr: Erste Abgeordnete fordern: Grenzen wider öffnen

Zwölf Bundestags- und Europaabgeordnete der Union fordern Bundesinnenminister Horst Seehofer auf, die wegen der Pandemie angeordneten Kontrollen an den deutschen Grenzen sofort zu beenden. "Nach über sieben Wochen muss Schluss sein mit Gitterzäunen und Schlagbäumen im Herzen Europas", heißt es laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in einer Stellungnahme, die unter anderem von Ex-Unionsfraktionschef Volker Kauder und Fraktionsvize Andreas Jung unterzeichnet ist.

"Wir fordern wir jetzt die sofortige Wiedereröffnung aller geschlossenen Grenzübergänge an den Grenzen zur Schweiz, nach Frankreich und nach Luxemburg", so die Abgeordneten. "Spätestens mit dem 15. Mai müssen alle als Notmaßnahmen befristet verhängten Grenzbeschränkungen dann entfallen." Die Parlamentarier fordern zugleich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf, die Ausnahmegenehmigung für Grenzkontrollen nicht über den 15. Mai hinaus auszudehnen.

 

Donnerstag, 7. Mai, 6.43 Uhr: Menschen mit Behinderung leiden besonders unter den Corona-Einschränkungen

Menschen mit Behinderung und ihre Angehörige treffen die Corona-Einschränkungen hart. Was eine Allgäuer Mutter erzählt und wie sich die Lage entwickelt, lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 7. Mai, 6.14 Uhr: Umfrage: Viele Verbraucher wollen Verhalten wegen Corona ändern

Viele Verbraucher wollen ihr Verhalten im Alltag aufgrund der Corona-Krise ändern: Sie wollen auch nach Abflauen der Pandemie weniger ins Kino oder in Konzerte gehen, seltener reisen und einen Bogen um öffentliche Verkehrsmittel machen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey hervor.

Solange kein Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung steht, wollen rund 40 Prozent der Umfrage zufolge seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen, oder auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen.

Ein Drittel der Befragten will auch nach dem Abflauen der Corona-Krise seltener auf Konzerte, ins Theater oder ins Kino gehen, 26 Prozent überhaupt nicht. Und immerhin rund 29 Prozent der Befragten gab an, auch nach dem Abflauen der Corona-Krise weniger beruflich oder privat reisen zu wollen. Weitere 27 Prozent planen sogar, völlig darauf zu verzichten. Rund 30 Prozent kündigten an, künftig weniger Geld für Luxusprodukte oder überflüssige Einkäufe ausgeben zu wollen. Jeder Vierte will der Umfrage zufolge beim Einkauf künftig grundsätzlich mehr auf den Preis achten.

 

Donnerstag, 7. Mai, 5.55 Uhr: Städtetag fordert schnelle Einführung einer Corona-Warn-App

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

Die gestrigen Beschlüssen von Bund und Ländern zur Lockerung der Corona-Auflagen werden heiß diskutiert und dürften auch heute ein dominierendes Thema sein. So drängt der Deutsche Städtetag auf die schnelle Einführung einer Warn-App und die Ausweitung der Tests. "Jetzt ist es wichtig, dass die App bald kommt und die Informationen daraus auch den Gesundheitsämtern vor Ort helfen ", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und richtig ist auch, dass jetzt mehr Menschen auf Corona getestet werden sollen. "

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass Entscheidungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise künftig stärker vor Ort getroffen werden sollen. Allerdings sollen die Länder auch sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten, die mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen registrieren, sofort wieder konsequente Beschränkungen umgesetzt werden.

 

 

Mittwoch, 6. Mai, 22 Uhr: Der Mittwoch im Überblick:

Die Digitalredaktion von allgaeuer-zeitung.de ist auch am Donnerstag ab ca. 6 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht.

 

Mittwoch, 6. Mai, 21.30 Uhr: Blumen kaufen am Muttertag: Blumenläden dürfen am Sonntagvormittag öffnen

Gute Nachrichten für "Last-Minute"-Blumenkäufer am Muttertag: Am kommenden Sonntag, 10. Mai, gilt in Bayern eine Ausnahmebewilligung für eine Verlängerung der Öffnungszeiten von Blumengeschäften.

"In Bayern dürfen die Floristen und Verkaufsstellen, deren Anteil von Blumen am Gesamtumsatz mehr als die Hälfte beträgt, am Muttertag ihre Geschäfte bis zu vier Stunden und zwar in der Zeit von 8 bis 12 Uhr öffnen", erklärt Franziska Behrenz von der IHK Schwaben. Der Grund: Am Muttertag ist ein größerer Andrang auf die Blumengeschäfte zu erwarten als an anderen Sonntagen im Jahr.

Natürlich gelten dabei auch am Muttertag die Hygiene- und Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter: Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz, nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter im Laden.

 

Mittwoch, 6. Mai, 20.25 Uhr: So freuten sich Eltern und Kinder heute auf Ostallgäuer Spielplätzen

Endlich wieder toben. Endlich wieder kraxeln, wieder wippen, wieder rutschen. Seit Mittwoch dürfen Kinder und Eltern wieder auf die Spielplätze in der Region. Unser Autor Stephan Michalik hat Spielplätze in Kaufbeuren besucht, in glückliche Kinderaugen geblickt und mit Eltern gesprochen, ob sie Angst vor einer Ansteckung mit Corona haben. Zu seinem Artikel kommen Sie hier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 19.30 Uhr: Nächste Corona-Demo im Allgäu - 50 Menschen meditieren in Lindenberg

50 Teilnehmer haben am Mittwochnachmittag auf dem Stadtplatz in Lindenberg (Westallgäu) friedlich für den Erhalt der Grundrechte demonstriert. Sie folgten dem Aufruf, unter Einhaltung der Abstandsregeln zu meditieren - und somit still die sofortige Aufhebung aller aufgrund der Corona-Pandemie verfügten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten zu fordern. 50 Menschen haben am Mittwoch in Lindenberg bei einer Corona-Demo für die Enhaltung der Grundrechte meditiert. Neben Plakaten von Impfgegnern gab es auch Schilder zu sehen, die für eine Distanzierung von Verschwörungstheoretikern und rechten Kreisen plädierten. Ein Video und Bilder von der Aktion finden Sie hier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 18.50 Uhr: Historische Festumzüge und Stadtfest in Füssen wegen Corona abgesagt

Man hatte noch gehofft und sich Zeit mit der Entscheidung gelassen. Wie nahezu alle Veranstaltungen 2020 im Allgäu sind nun aber auch die "Historischen Festumzüge" und das Stadtfest in Füssen abgesagt. Die Umzüge hatte Füssen Tourismus und Marketing (FTM) ursprünglich für den 27. und 28. Juni geplant, das Stadtfest hätte am 8. und 9. August stattfinden sollen.

Mit etwas Resthoffnung hatten die Verantwortlichen noch auf die heutige Bund-Länder-Telefonkonferenz geblickt. Doch Großveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie deutschlandweit bis mindestens zum 31. August 2020 verboten. "Da müssen wir leider auch unsere großen Sommer-Events heuer ausfallen lassen", sagt FTM-Vorstand Stefan Fredlmeier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 18.30 Uhr: Tourismus: Allgäu GmbH rechnet mit vielen Urlaubern an Pfingsten

Bayern öffnet an Pfingsten Hotels und Ferienwohnungen. Nach über zwei Monaten an Corona-Einschränkungen stellen sich die Tourismusregionen in Bayern auf hohe Buchungszahlen am Pfingstwochenende ein. Auch bei der Allgäu GmbH rechnet man zum Auftakt mit einem Ansturm: "Wir gehen davon aus, dass wir eine ganze Reihe Gäste haben werden", sagte Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Welche Empfehlung er für Urlauber hat, lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 16 Uhr: Das sind die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels zu Corona:

Für Bayern erklärte Ministerpräsident Markus Söder bereits am Dienstag den Fahrplan für weitere Corona-Lockerungen. Am heutigen Mittwoch beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer weitere Maßnahmen. Ein Überblick:

 

  • Kontaktbeschränkungen: Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Deutschland werden grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert. Allerdings einigten sich Bund und Länder darauf, dass sich künftig wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen - also etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. Sie sollen weiterhin einen Abstand von 1,50 Metern zueinander einhalten.
  • Besuchsregeln: Für Kliniken, Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen werden die Einschränkungen der Besuchsregeln bundesweit gelockert. Demnach soll jedem Patienten oder Bewohner wiederkehrender Besuch durch eine bestimmte Person ermöglicht werden.
  • Geschäfte: Alle Geschäfte in Deutschland sollen unter Auflagen wieder öffnen dürfen - ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.
  • Infektions-"Notbremse": Bund und Länder haben eine Obergrenze für neue Corona-Infektionen vereinbart. Die Länder sollen laut Beschluss sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.
  • Breitensport: Bund und Länder wollen den Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von 1,5 bis 2 Metern gewährleistet und der Sport kontaktfrei ausgeübt werden.
  • Bundesliga: Die Fußball-Bundesliga darf die unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen.
  • Verantwortung: Die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Sie müssen aber sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.

    >> Was jetzt in Deutschland gilt und was wieder erlaubt ist, sehen Sie hier in unserem Überblick <<

Mittwoch, 6. Mai, 15.30 Uhr: Kanzlerin Merkel jetzt live im Stream:


Mittwoch, 6. Mai, 15.05 Uhr: Statistik zählt 1.443 Infizierte und 73 Todesfälle in der Region

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die Landratsämter haben am Mittwoch die Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten aktualisiert. Die Zahl der Infizierten in der Region liegt demnach bei 1.443 Personen. Die Ziffern liefern einen Anhaltspunkt über die Entwicklung: In den vergangenen Tagen kamen jeweils wenige Neu-Infektionen hinzu.

Die Zahlen präsentieren die Summe der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Infektionen. Dazu zählen auch Personen, die wieder gesund und virenfrei sind. Genesungen sind wie mehrfach berichtet nicht meldepflichtig bei den Behörden. Ämter, die diese Zahlen dennoch angeben, werden unten aufgeführt.

73 Menschen im Allgäu, die positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet wurden, sind gestorben. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

 

  • Kaufbeuren: 106 Corona-Fälle, fünf Todesfälle
  • Memmingen: 51 Fälle, keine Toten. (Genesen sind laut Mitteilung 46 Personen)
  • Kempten: 102 Fälle, neun Tote.
  • Oberallgäu: 171 Fälle, sieben Tote. (Im Oberallgäu inklusive Kempten sind 241 Personen wieder gesund)
  • Ostallgäu: 504 Fälle, 33 Tote.
  • Unterallgäu: 269 Fälle, 13 Tote. (Genesen sind laut Gesundheitsamt Unterallgäu 246 Personen)
  • Landkreis Lindau: 240 Fälle, sechs Tote.

Mittwoch, 6. Mai, 13.05 Uhr: Bundesländer übernehmen Verantwortung für weitere Corona-Lockerungen

Aus der Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsidenten der Länder sickern bereits die ersten Beschlüsse durch. So übernehmen die Bundesländer die Verantwortung für weitere Corona-Lockerungen, müssen aber auch auf mögliche negative Folgen sofort reagieren. Die Länder wollen sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden muss. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen.

Allerdings strichen Bund und Länder das im Entwurf noch genannte Datum des 20. April als Zielgröße für die Beschränkungskonzepte, die bei stark steigenden Infektionszahlen greifen müssten. In der Schalte hat es demnach heftige Diskussionen über diesen Punkt gegeben. Am Ende habe sich aber Merkel mit ihrem Vorschlag durchgesetzt, hieß es.

 

Mittwoch, 6. Mai, 11.55 Uhr: Kabinett beschließt Mehrwertsteuer-Senkung für Gastronomie

Restaurants und Cafà ©s sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. "Wir geben Gaststätten und Restaurants einen kräftigen Schub, wenn sie wieder öffnen ", erklärte die Parlamentarische Finanz-Staatssekretärin Sarah Ryglewski. Bundestag und Bundesrat müssen den Hilfen noch zustimmen.

Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke.

 

Mittwoch, 6. Mai, 11.49 Uhr: Mehrheit der Deutschen empfindet Corona-Beschränkungen als Belastung

Die Mehrheit der Deutschen nimmt die Reise- und Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge als Belastung wahr. Dem Meinungsforschungsinstitut Insa zufolge empfinden 38 Prozent der Befragten die Einschränkungen als belastend, 19 Prozent sogar als sehr belastend, wie die "Bild " als Auftraggeber der Studie am Mittwoch mitteilte. 40 Prozent der Befragten gaben hingegen an, die Maßnahmen seien für sie gar nicht belastend.

 

Mittwoch, 6. Mai, 11.20 Uhr: Merkel berät mit Ministerpräsidenten über weitere Corona-Lockerungen

Zweieinhalb Wochen nach den ersten Lockerungen in der Corona-Krise berät Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über weitere erhebliche Erleichterungen. In einer Telefonkonferenz ging es am Mittwochmittag unter anderem darum, wie die Bildungschancen von jungen Menschen gewahrt sowie der wirtschaftliche Schaden und die freiheitseinschränkenden Maßnahmen begrenzt werden können. Bei Schule, Kita, den Geschäften und im Sport können sich die Menschen auf weitergehende Lockerungen der coronabedingten Auflagen einstellen.

Zugleich will der Bund die Verantwortung für darüber hinaus gehende Öffnungen gerade bei den Kontaktbeschränkungen weitgehend den Ländern überlassen. Er besteht aber auf einer Obergrenze von Neuinfektionen, ab der wieder härtere Beschränkungen greifen müssten. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen hervor.

 

Mittwoch, 6. Mai, 10.32 Uhr: Energieberatung: Neuer Online-Service und wieder Vor-Ort-Beratungen der eza!

Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und die Verbraucherzentrale Bayern bauen ihr gemeinsames Energieberatungsangebot wieder aus, nachdem die Corona-Schutzmaßnahmen auch hier für Einschränkungen gesorgt hatten. Nach mehrwöchiger Pause sind nun wieder Energie-Checks in Form von Vor-Ort-Beratungen möglich. "Die Energie-Checks erfolgen nach Absprache mit dem Ratsuchenden und selbstverständlich unter strikter Einhaltung sämtlicher Schutzvorkehrungen", betont eza!-Geschäftsführer Martin Sambale. Angeboten werden sechs verschiedene Energie-Checks, bei denen der Energieberater auf Wunsch zum Kunden kommt und nach seiner Analyse Tipps gibt, wie Strom und Heizenergie eingespart oder erneuerbare Energien genutzt werden können.

Gleichzeitig startet ein neuer Service: ab sofort bieten eza! und Verbraucherzentrale Online-Beratungen via Videokonferenz an. Nach vorheriger Terminabsprache beantworten Energieberater am Bildschirm die Fragen von angehenden Bauherren oder Hausbesitzern zum energieeffizienten Bauen und Sanieren oder zum Einsatz erneuerbarer Energien (telefonische Terminvereinbarung unter 0831/960286-0).

 

Mittwoch, 6. Mai, 10.11 Uhr: RKI: Mehr als eine halbe Million Teilnehmer bei "Datenspende"-App

Bei der "Datenspende"-App des Robert Koch-Instituts, die Informationen aus Fitness-Trackern zur Eindämmung des Coronavirus sammeln soll, machen laut dem Institut inzwischen gut 509 000 Nutzer mit. Die Idee hinter der App sei, dass sich Coronavirus-Symptome auch von Vitaldaten wie Puls ableiten lassen könnten. Die Hoffnung bestehe, dass man anhand der Daten die Zahl der Erkrankten besser einschätzen und mögliche Infektionsschwerpunkte frühzeitig erkennen kann. Weitere Informationen zur App lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 9.25 Uhr: Gerichte setzen auf Video-Verhandlungen

In Corona-Zeiten wollen die Gerichte in Bayern laut der Deutschen Presse-Agentur zunehmend auf Verhandlungen per Webcam setzen. Bislang stehen nach Ministeriumsangaben bayernweit 50 Videoanlagen für Gerichtsprozesse zur Verfügung, acht weitere sind bestellt. Rechtlich möglich seien Videoverhandlungen derzeit vor allem im Zivilrecht. Im Strafrecht sei es wegen beschränkter Möglichkeiten komplizierter. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) forderte, diese Möglichkeit bei Strafprozessen während der Pandemie auszuweiten.

 

Mittwoch, 6. Mai, 8.03 Uhr: Bund will Öffnung aller Geschäfte erlauben

Der Bund schlägt den Ländern angesichts der zuletzt positiven Entwicklung der Infektionszahlen vor, alle Geschäfte wieder zu öffnen - ohne Quadratmeterbegrenzung. Es müssten Auflagen zur Hygiene, der Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen erfüllt werden, heißt es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder an diesem Mittwochmittag. Wichtig sei dabei, dass eine maximale Personenzahl von Kunden und Personal bezogen auf die Verkaufsfläche vorgegeben werde. Grundsätzlich will der Bund die Verantwortung für weitere Lockerungen in der Corona-Krise weitgehend den Ländern überlassen.

Mittwoch, 6. Mai, 7.40 Uhr: Wie verteilt sich das Coronavirus? Ein Überblick über jüngste Forschungsergebnisse

Für das menschliche Auge ist das Coronavirus unsichtbar. Über die Frage, wie es sich verteilt, wird unter anderem in Bayern geforscht. Einen Überblick über jüngste Forschungsergebnisse lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 6.55 Uhr: Zufriedenheit mit Markus Söder sinkt zuletzt deutlich

Konnte er zu Beginn der Corona-Krise noch von seinem rigiden Durchgreifen profitieren, büßt Bayerns Ministerpräsident nun an Beliebtheit ein. Die Zufriedenheit der Bayern mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten ist in den vergangenen drei Wochen deutlich gesunken. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion geben gegenwärtig 59,8 Prozent der Bayern an, zufrieden mit Söders Arbeit zu sein.

Das ist zwar immer noch eine Mehrheit - vor drei Wochen lag dieser Wert allerdings noch bei 71,1 Prozent. Der Anteil derjenigen, die unzufrieden sind, hat sich innerhalb der vergangenen drei Wochen von 10,7 Prozent auf 31,1 Prozent nahezu verdreifacht. Mehr darüber lesen Sie hier bei den Kollegen der Augsburger Allgemeinen.

 

Mittwoch, 6. Mai, 6.30 Uhr: So stark wird an den grünen Grenzen nach Österreich kontrolliert

Trotz jüngster Lockerungen sind die meisten Grenzübergänge zwischen dem Allgäu und Österreich gesperrt. Das gilt sogar für kaum befahrene Straßen und Wege. An zahlreichen "grünen Übergängen" nach Vorarlberg und Tirol patrouillieren österreichische Soldaten.

Wer bei einem illegalen Grenzübertritt erwischt wird, für den kann es teuer werden. Die "rechtswidrige Einreise" wird in Österreich nach dem "Fremdenpolizeigesetz" mit bis zu 1000 Euro geahndet, im Wiederholungsfall können sogar bis zu 5000 Euro oder zwei Wochen Haft angeordnet werden. Unser Reporter Michael Munkler hat sich in die Grenzregion begeben. Seine Reportage lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 6. Mai, 6.05 Uhr: Erste Lockerungen beginnen, Zahl der Neuinfektionen steigt an

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

viele Menschen im Freistaat machen heute erste Schritte zurück in die Normalität. In Bayern gibt es deutliche Corona-Lockerungen bis Pfingsten. Was jetzt wieder erlaubt ist und worüber sich Allgäuer freuen, lesen Sie hier. Mit Spannung wird erwartet, wie sich die nun langsam wiedergewonnene Freiheit in den nächsten Tagen auf die Corona-Statistik auswirkt.

Am heutigen Mittwoch gibt es mit Blick auf die jüngsten Corona-Zahlen keine guten Nachrichten.

In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 947 auf 164.807 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle erhöhte sich um 165 auf 6996.

Tags zuvor lag die Zahl der Neuinfektionen laut RKI noch bei 685. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wieder gestiegen. Zudem gab es mehr Todesfälle als im Vergleich zum Vortag (139).

 

Dienstag, 05. Mai, 22.30 Uhr: Das Wichtigste des Tages im Überblick

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Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund! Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist morgen ab 6.30 Uhr wieder für Sie da.

 

Dienstag, 05. Mai, 20.45 Uhr: Einlasskontrolle in Kirchen in Kempten und im Oberallgäu

"Wir sind glücklich, dass Gottesdienste wieder stattfinden dürfen", sagt der katholische Dekan und Stadtpfarrer von St. Anton in Kempten, Bernhard Hesse. Die bayerische Staatsregierung hat mit der katholischen und der evangelischen Kirche ein Schutzkonzept erarbeitet, dass den Pfarrern vor Ort nun als Empfehlung vorliegt.

Umgesetzt werden die Regelungen in Kempten und im Oberallgäu zum Teil unterschiedlich. In jedem Fall können aber nicht so viele Gläubige die Kirchen betreten wie vor der Coronakrise. So wollen die Kirchen das Hygienekonzept einhalten.

 

Dienstag, 05. Mai, 19.45 Uhr: Corona: So kommt die Zahl der Infizierten und Genesenen zustande

Auf diese Zahlen schaut ganz Deutschland: Die täglichen Updates, wie viele Menschen sich neu mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert haben, beeinflussen gerade massiv unser Leben. Bei ihren Entscheidungen über weitere Lockerungen stützen sich Politiker in Bund und Ländern auf jene Fallzahlen. Umso wichtiger ist es, dass die Ziffern stimmen.

Doch das ist nicht immer einfach. Wie die Fallzahlen zustande kommen, wie wir bei der Allgäuer Zeitung die Zahlen analysieren und warum Genesene manchmal gemeldet werden - und manchmal nicht. (Exklusiv lesen mit AZ Plus)

 

Dienstag, 05. Mai, 18.30 Uhr: Allgäuer Senior: "Ich war verfassungswidrig eingesperrt"

Alfred Stoffel ist 78 Jahre alt. Alfred Stoffel ist körperlich und geistig rüstig. Der frühere Leiter der Staatsanwaltschaft Memmingen lebt mit Frau in einem Kemptener Seniorenheim ⠀ “ und fühlte sich dort bis zu diesem Dienstag "verfassungswidrig eingesperrt". Mit Beginn der Alltagseinschränkungen hatte ihm seinen Worten nach der Heimleiter und danach auch eine Mitarbeiterin der Heimaufsicht bei der Stadt Kempten mitgeteilt, dass er das Haus nicht mehr verlassen dürfe. Das sagt die Stadt Kempten dazu. (AZ Plus)

 

Dienstag, 5. Mai, 17.22 Uhr: Laptop-Spende für Füssener Schüler

Der Bürgermeister der Stadt Füssen, Maximilian Eichstetter, hat dem Rektor der Anton-Sturm-Mittelschule, Elmar Schmitt, fünf Laptops überreicht. Die Geräte waren in der Verwaltung nicht mehr in Betrieb, weshalb sie mit einem aktuellen Betriebssystem ausgestattet und an hilfsbedürftige Schüler gespendet wurden. Kürzlich rief die Landrätin des Ostallgäus, Maria Rita Zinnecker, zur Laptop-Spende während der Corona-Krise auf. Wer ein Gerät abzugeben hat, kann sich an die Nachbarschaftshilfe vor Ort wenden.

 

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Dienstag, 5. Mai, 16.39 Uhr: Corona-Demo in Kaufbeuren

80 Menschen haben sich am Montagabend in der Kaufbeurer Innenstadt getroffen, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Die Versammlung lief friedlich ab, war aber laut Polizei offenbar bei der Stadt Kaufbeuren nicht angemeldet. Damit war die Demonstration laut der bayerischen Infektionsschutzverordnung verboten. Die zuständige Versammlungsbehörde muss den Vorfall nun prüfen.

 

Dienstag, 5. Mai, 15.29 Uhr: Bayerische Staatsregierung rechnet mit noch mehr Kurzarbeitern

Ungeachtet der angekündigten Lockerung der Corona-Beschränkungen rechnet die Staatsregierung mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage für viele Unternehmen. In Bayern sind nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) derzeit fast zwei Millionen Menschen in mehr als 120 000 Firmen in Kurzarbeit. Ohne Lockerungen würden möglicherweise ein Drittel der Gaststätten schließen müssen und auch die Autoindustrie bräuchte Hilfe. Was Wirtschaftsminister Aiwanger und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) daher fordern, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 14.37 Uhr: Bundesländer liefern sich Lockerungs-Wettstreit

Immer mehr Bundesländer entwickeln eigene Pläne für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Heute hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) umfassende Lockerungen für den Freistaat angekündigt, wie Sie hier lesen. Am Montag legte Niedersachsen einen Stufenplan vor und Mecklenburg-Vorpommern zog am Abend mit eigenen Vorstellungen nach. Ein halbes Dutzend Landeskabinette will sich an diesem Dienstag mit weiteren Lockerungsschritten befassen. Zudem beraten die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern (18.30 Uhr) über Perspektiven für die Gastronomie und den Tourismus. Wie die Lockerungspläne mancher Bundesländer aussehen, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 13.36 Uhr: Fitness-Studios bleiben in Bayern vorerst geschlossen

Wann dürfen Fitness-Studios wieder öffnen? Dazu gibt es laut Ministerpräsident Markus Söder noch keine Perspektive. Eine Entscheidung hänge von der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen in Bayern ab.

 

Dienstag, 5. Mai, 13.31 Uhr: Tourismusverbands-Vorsitzender lobt Lockerungen

Klaus Holetschek, Vorsitzender des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben, lobt die Pläne des Ministerrats, die Ministerpräsident Markus Söder heute Mittag vorgestellt hat. "Das sind gute Beschlüsse ⠀ “ im Rahmen des Möglichen. Als Touristiker kann ich gut damit leben", sagte Klaus Holetschek in einer ersten Reaktion. Wie es mit dem Tourismus im Allgäu weitergehen soll, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 13.18 Uhr: Aiwanger: Fast zwei Millionen Kurzarbeiter in Bayern

In Bayern sind inzwischen fast zwei Millionen Menschen in mehr als 120.000 Firmen in Kurzarbeit - und das ist nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nicht das Ende der Entwicklung. "Diese Zahlen werden noch weiter steigen ", sagte Aiwanger am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. "Es ist höchste Zeit, dass wir dem Patienten Wirtschaft wieder die Infusion geben, die er braucht, und diese Infusion ist ein zirkulierender Geschäftsbetrieb."

Um die für Bayern wichtige Autoindustrie wieder in Gang zu bringen, forderte Aiwanger eine "technologieoffene" Kaufprämie für Neuwagen - das heißt, nicht nur für Elektromotoren, sondern auch für "Verbrennungsmotoren in höchster Qualität". "Bayern ist Autoland, ich lasse auch keine ideologischen Debatten zu", sagte der Freie Wähler-Chef. Die Landesregierungen der drei Autoländer Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg fordern gemeinsam Kaufprämien, stoßen damit jedoch auf Widerstand bei Grünen, SPD und Umweltschützern.

 

Dienstag, 5. Mai, 13.00 Uhr: Zusammenfassung: So sieht der Bayern-Plan für Corona-Lockerungen bis Pfingsten aus

Schulen, Kitas, Gastronomie und Handel: Nach wochenlangen coronabedingten Schließungen, Einschränkungen und Beschränkungen hat das bayerische Kabinett am Dienstag einen umfassenden Fahrplan für Lockerungen beschlossen. Was wieder erlaubt ist, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai,12.52 Uhr: Ab Montag dürfen weitere Klassen zurück in die Schule

Die Schulen sollen ab Montag schrittweise für immer mehr Jahrgänge wieder öffnen - aber nur langsam. Am 11. Mai sollen zunächst die Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie die Viertklässler an den Grundschulen. Erst nach den Pfingstferien Mitte Juni soll es wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und alle Altersklassen geben. Abschlussklassen dürfen seit Ende April wieder die Schule besuchen.

 

Dienstag, 5. Mai, 12.46 Uhr: 50 Prozent der Kinder schon bis Pfingsten wieder in die Kitas

Bayern will die Hälfte aller Krippen- und Kindergartenkinder bereits bis Pfingsten wieder in die Kitas bringen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder. Niedersachsen hatte Ähnliches angekündigt, will die Zielmarke aber erst eine Woche später erreichen. Ab kommenden Montag dürfen in Bayern bestimmte Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen, unter anderem Waldkindergärten und Tagespflegeeinrichtungen mit bis zu fünf Kindern.

 

Dienstag, 5. Mai, 12.25 Uhr: Bayern lockert Corona-Ausgangsbeschränkungen bis Pfingsten spürbar

Seit 21. März ist das Leben in Bayern wegen des Coronavirus weitgehend lahmgelegt. Weil die Infektionszahlen sinken, sieht jetzt auch ein Exit-Fahrplan für den Freistaat mehr Freiheiten vor. Nach wochenlangen Verboten und Beschränkungen hat das bayerische Kabinett eine weitreichende Lockerung der harten Anti-Corona-Maßnahmen beschlossen. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein vorsichtiges Öffnen. Die Erfolge sind eindeutig", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München. Die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben - gewisse Kontaktbeschränkungen und ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum bleiben aber bestehen. Ab Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen. Was wieder erlaubt ist, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

 

Jetzt im Live-Stream: Ministerpräsident Markus Söder stellt stufenweise Lockerungen vor

 

Dienstag, 5. Mai, 11.37 Uhr: Westallgäuer Wirte fordern Öffnung: "Wir können Abstand"

Vielen Gastronomen im Landkreis Lindau droht nach Wochen der Schließung die Luft auszugehen. Sie wollen wie ihre Kollegen in Österreich wieder öffnen. Vorstellen können sie sich einen Betrieb nach den gleichen Regeln wie im Nachbarland. "Auch wir können Abstand", sagt Ludwig Gehring, Sprecher des Kreisverbandes im Hotel- und Gaststättenverband. Darauf wollen die Gastronomen mit einer Aktion am Dienstag aufmerksam machen. Wer sich daran beteiligt, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 11.22 Uhr: Kurioses aus Niederbayern: In Lederhosen und Dirndl zum Drive-in-Volksfest

Festwirte haben in Landshut die Not zur Tugend gemacht und wegen der Corona-Krise eine Drive-in-Dult organisiert. Die Gäste können nicht nur Mandeln, Lebkuchenherzen und Co kaufen, sondern in ihren Autos auch Volksfeststimmung erleben: Sie fahren durch ein großes Festzelt, können auf Bildschirmen Fotos und Videos aus den vergangenen Jahren sehen und auch Musik gibt es. "Die Leute sitzen da in Lederhosen und Dirndl drin und feiern zehn Minuten Dult", sagte Veranstalter Patrick Schmidt. Am Dienstag geht der Spaß in die nächste Runde, denn wegen der großen Resonanz am Wochenende wurde das Fest bis zum 11. Mai verlängert. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Sogar aus Freising und München seien die Gäste gekommen, sagte Schmidt.

 

Dienstag, 5. Mai, 11.13 Uhr: Landkreis Unterallgäu verteilt weitere Schutzmasken

Es war einer der letzten Amtstermine von Hans-Joachim Weirather: Der scheidende Unterallgäuer Landrat nahm 30.000 Mund-Nasen-Schutzmasken und 5000 FFP2/3-Masken entgegen. Die Spende der Firma Grob verteilt der Landkreis laut Versorgungsarzt Dr. Max Kaplan an niedergelassene Ärzte, ambulante und stationäre Pflegedienste, Seniorenheime und Feuerwehren. Auf Wunsch der Firma Grob wird außerdem das Blindenheim des Dominikus-Ringeisen-Werks in Pfaffenhausen ausgestattet.

Aufsichtsratsvorsitzender Christian Grob sagte: "Als in der Region verwurzeltes Unternehmen unterstützen wir den Landkreis Unterallgäu gerne." Bereits Mitte April habe das Unternehmen 1000 FFP3-Masken an die Klinik in Mindelheim übergeben. "Alle Einrichtungen im Gesundheitssektor brauchen regelmäßig Nachschub an Schutzausrüstung", sagte Weirather dazu.

 

Dienstag, 5. Mai, 11.05 Uhr: Lehrerpräsidentin: Einheitsmodell für Bayern nicht möglich

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, hat sich in der Corona-Krise gegen eine einheitliche Lösung für alle Schulen ausgesprochen. "Eigenverantwortlichkeit vor Einheitsmodell" sei die Devise, sagte Fleischmann am Dienstag. Jede Schule habe eine andere Klientel, andere Räume und anderes Personal. So rechne man etwa damit, dass etwa ein Drittel der Lehrer zur sogenannten Risikogruppe zähle. Man warte auf das Signal der Staatsregierung, dass die Schulen vor Ort über Regelungen entscheiden dürfen, sagte Fleischmann vor den Beratungen des Kabinetts zur Pandemie.

Vor einer Woche war teilweise wieder mit Unterricht in Schulgebäuden begonnen worden. "Jeder sucht nach Normalität, und wenn wieder Schule ist, ist alles wieder normal" - so würden wohl viele empfinden. "Das macht großen Druck auf die Entscheidungsträger." Für die Lehrer gelte die Prämisse: "Je mehr Live-Unterricht, desto besser" - dies aber auf virologischer Basis. Die Lehrerschaft setze auf drei Bausteine: Notbetreuung hochfahren, Live-Unterricht und Coaching für das Lernen zu Hause.

 

Dienstag, 5. Mai, 10.29 Uhr: Wann dürfen die Schüler in Bayern wieder zurück?

Seit 27. April werden in Bayern Schüler der Abschlussklassen wieder unterrichtet. Aber was ist mit den anderen Klassen? Bisher sahen die Pläne der Staatsregierung vor, dass ab kommenden Montag die Schüler zurückkehren, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen. Noch nicht entschieden war die Frage, ob auch Viertklässler am Montag wieder in die Schule gehen sollen. Über dieses Thema diskutiert der Ministerrat in München an diesem Vormittag. Wie weitere Schüler zumindest nach und nach zurückkehren, erklärt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab 12 Uhr im Live-Stream zusammen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml, Sozialministerin Carolina Trautner, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo.

 

Dienstag, 5. Mai, 9.29 Uhr: Knapper Mehrheit in Bayern sind laut Umfrage geplante Lockerungen zu viel

Eine knappe Mehrheit der Menschen in Bayern hält die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise laut einer Umfrage für zu viel. Das gaben 54 Prozent der Befragten bei einer am Dienstag in München veröffentlichten Erhebung des Instituts GMS. Etwa jeder sechste (17 Prozent) schätzt die Lockerungen demzufolge nach Art und Umfang als zu wenig ein, ein Viertel (25 Prozent) findet sie genau richtig. Die übrigen vier Prozent antworteten den Angaben zufolge mit "weiß nicht", machten keine Angaben oder verweigerten die Antwort.

Durch die derzeit geltenden Einschränkungen fühlen sich laut der Umfrage 44 Prozent der Befragten sehr stark oder stark belastet. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) beantworteten die Frage mit "weniger stark", "so gut wie gar nicht" oder "gar nicht". Drei Viertel der Befragten (75 Prozent) begrüßten auch die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske, wie aus den Daten hervorgeht. Und eine Mehrheit von 58 Prozent gab zudem an, sie würden eine geplante App für Smartphones nutzen, die ohne Zugriff auf persönliche Daten Hinweise gibt, ob man sich in der Nähe einer mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Person aufgehalten hat. Rund ein Drittel (34 Prozent) würde eine solche App den Angaben nach nicht nutzen.

Von ihrer Arbeit in der Krise profitiert die Staatsregierung: 83 Prozent der Befragten gaben an, damit sehr oder eher zufrieden zu sein. Im Februar - also zu Beginn der Pandemie in Bayern - lag der Wert noch bei 56 Prozent. Die Zahlen zeigen auch, dass die Zustimmung unabhängig von der politischen Präferenz ist: Ganz gleich, welche Partei die Befragten bei einer Landtagswahl wählen würden, ist jeweils die Mehrheit mit der Arbeit der Staatsregierung zufrieden.

Unterschiede gibt es im Detail bei den Personen: Während 91 Prozent mit dem Krisenmanagement von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sehr oder eher zufrieden sind, beträgt der Wert bei seinem Vize und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) allerdings nur 50 Prozent. Im Gegensatz zu Söder hatte Aiwanger immer etwas früher und forscher Lockerungen gefordert, was für Unmut in der CSU sorgte.

 

Dienstag, 5. Mai, 9.23 Uhr: Grünen-Fraktionschefin fordert klare Regeln für Lockerungen

Vor der Sitzung des bayerischen Kabinetts fordert die Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Katharina Schulze, nachvollziehbare Regeln für das persönliche Leben während der Corona-Krise. Auf Twitter schrieb Schulze am Dienstagmorgen, die bayerische Staatsregierung solle ihre "Fürsorgepflicht" ernstnehmen und Voraussetzungen für Lockerungen schaffen. Neben ausreichend Schutzmaterial und der Ausschöpfung von Testkapazitäten, sprach sich Schulze auch für eine bessere Ausstattung der Gesundheitsämter und eine "datenschutzkonforme App" aus. Die bayerische Verordnung kritisierte Schulze als "schlampig und grundrechtsinvasiv". Es sei unklar, warum Menschen in Baden-Württemberg ihre Familien besuchen dürften, in Bayern jedoch nicht.

Das bayerische Kabinett will am Vormittag über Strategien zu Lockerungen der bestehenden Beschränkungen beraten. Dabei soll es neben der Umsetzung der Beschlüsse von vergangener Woche um eigene Positionen in der bundesweiten Debatte um Exit-Pläne für Handel, Gastronomie, Schulen und Kindertagesstätten gehen. Das Ergbenis stellt Ministerpräsident Markus Söder ab 12 Uhr bei einer Pressekonferenz vor, die Sie bei uns im Live-Stream verfolgen können.

 

Dienstag, 5. Mai, 8.26 Uhr: Langlauf-Bundestrainer sorgt sich um Nordische Ski-WM in Oberstdorf

Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder macht sich in der derzeitigen Corona-Krise auch Sorgen um die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf. Die Titelkämpfe von Skispringern, Kombinierern und Langläufern sind im Allgäu für 23. Februar bis 7. März angesetzt. Was Schlickenrieder meint, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 8.15 Uhr: Schulen, Spielplätze, Handel, Gastro: Bayern plant Corona-Lockerungen

Das bayerische Kabinett will auch seine Strategien zu Lockerungen in der Corona-Krise voranbringen. Beim Treffen des Ministerrates am Dienstag um 9 Uhr in der Staatskanzlei geht es um die Umsetzung der Beschlüsse der vergangenen Woche sowie um die eigene Position in der bundesweiten Debatte um weitere Exit-Pläne für Schulen, Kindertagesstätten, Handel und Gastronomie. Einige Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, haben bereits eigene Vorstellungen für Lockerungen bekannt gegeben. Dazu hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass Bayern seinen vorsichtigen Weg weiter verfolge. Heute um 12 Uhr wollen Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Sozialministerin Carolina Trautner (alle CSU) sowie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler) über die Inhalte der Sitzung in einer Pressekonferenz berichten. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 7.10 Uhr: Wie ein Sportlerduo aus Füssen die Zwangspause meistert

Lukas Hiemer darf sein Sportstudio Füssen nicht mehr öffnen. Seine Frau gehört zu den besten Skibergsteigerinnen Österreichs. Dabei können die beiden genau kontrollieren, wie viele Kunden sich im Studio aufhalten. Wie die beiden die Krise meistern erfahren Sie hier (AZ Plus).

 

Dienstag, 5. Mai, 6.48 Uhr: Allgäuer Touristiker schauen gespannt auf den 6. Mai

Hotels und Gaststätten aus der Region mussten als erstes wegen Corona schließen. Die Branche schaut nun gespannt auf den 6. Mai. Ab wann darf sie unter anderem wieder Hotels und Gaststätten öffnen? Was Verbandsvertreter dazu sagen, lesen Sie exklusiv hier (AZ Plus).

 

Dienstag, 5. Mai, 6.44 Uhr: In Deutschland wird seit Corona weniger eingebrochen

In der Corona-Pandemie wird vorläufigen Zahlen zufolge weniger in Wohnungen und Wohnhäuser eingebrochen. Dieser Trend zeichnet sich nahezu bundesweit ab, wie eine Länder-Umfrage zeigt. In Bayern sind laut Innenministerium weniger Ladendiebstähle und Körperverletzungen der Polizei gemeldet worden, auch die Zahl der Anzeigen wegen Betrugs und Sexualtaten ging zurück. Was die Statistik sonst noch sagt, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 5. Mai, 6.15 Uhr: US-Forscher: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete bis Montagabend (Ortszeit) knapp 3,6 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus und mehr als 251.000 Todesfälle. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Montag mehr als 3,4 Millionen bestätigte Infektionen und knapp 240 000 Todesfälle gemeldet.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es laut Johns Hopkins in den USA (rund 69 000), wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ebenfalls am höchsten war (knapp 1,2 Millionen). In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Vergleiche zwischen einzelnen Ländern - insbesondere anhand absoluter Zahlen - erweisen sich allerdings sowohl mit Blick auf die Infizierten- als auch auf die Totenzahlen als schwierig. Nicht nur sind die Bevölkerungsstrukturen unterschiedlich. Die Staaten befinden sich auch in verschiedenen Stadien der Pandemie und unterscheiden sich in Hinblick auf die Zahl der durchgeführten Tests. Hinzu kommt die erwartete hohe Dunkelziffer nicht diagnostizierter Infektionen. Die Pandemie hatte vor dem Jahreswechsel in China begonnen.

 

Dienstag, 5. Mai, 6.04 Uhr: Israelische Forscher isolieren Antikörper

Guten Morgen liebe Leser! Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht ihnen einen schönen Tag. Wir starten mit einer guten Nachricht: In Israel haben Forscher erstmals Antikörper des Corona-Virus isoliert. Dies sei ein "bedeutender Druchbruch" in Richtung einer möglichen Behandlung der Pandemie, sagte Verteidigungsminister Naftali Bennett. Der "monoklonale neutralisierende Antikörper" könne das Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, in den Körpern der Infizierten neutralisieren, heißt es vom Israel Institute for Biological Research.

 

Montag, 4. Mai, 22.50 Uhr: Das war der Montag im Allgäu:

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Das Team von allgaeuer-zeitung.de ist auch am Dienstag wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht.

 

Montag, 4. Mai, 22.20 Uhr: Seehofer verlängert wegen Covid-19 eingeführte Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums am Montagabend.

Die Kontrollen waren Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben. So hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther mit Bundesinnenminister Horst Seehoferauf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. "Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann", sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

 

Montag, 4. Mai, 21.25 Uhr: Der Deutsche Alpenverein (DAV) rät nicht mehr generell von Bergtouren ab

Seit Beginn der Corona-Krise hat der Deutsche Alpenverein (DAV) an die Mitglieder appelliert, bis auf Weiteres auf Wanderungen und andere bergsportliche Aktivitäten zu verzichten. Denn bei Unfällen würden Rettungskräfte und Krankenhaus-Kapazitäten gebunden, die zur Versorgung Corona-Kranker benötigt würden. Doch nun rät der DAV nicht mehr generell von Bergtouren wegen der Corona-Pandemie ab. Das vermeldet die Allgäuer Zeitung exklusiv.

Bergsportler wie Wanderer und Kletterer müssten sich allerdings auf eine Reihe neuer Verhaltensregeln einstellen. Wie diese aussehen und was zum Sinneswandel führte, lesen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 20.45 Uhr: Globale Geberkonferenz erreicht Ziel: 7,4 Milliarden für Corona-Impfstoff

Eine globale Allianz gegen das Coronavirus hat 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gesammelt und ihr selbstgestecktes Ziel damit erreicht. "Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag nach einer von der Brüsseler Behörde organisierten Geberkonferenz mit Dutzenden Ländern und Organisationen.

Ziel der Konferenz war eine Summe von 7,5 Milliarden Euro beziehungsweise 8 Milliarden Dollar zu sammeln. Umgerechnet sind genau 8,07 Milliarden Dollar zusammengekommen.

Mit einem Beitrag von einer Milliarde Euro trägt die EU-Kommission selbst einen großen Anteil dazu bei. Weitere Großspenden kommen etwa aus Deutschland (525 Millionen Euro), Frankreich (500 Millionen Euro), Großbritannien (umgerechnet 442 Millionen Euro) und Kanada (umgerechnet 780 Millionen Euro). Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sagte 100 Millionen Euro zu, Italien 140 Millionen Euro.

 

Montag, 4. Mai, 20 Uhr: Immer mehr Bundesländer suchen eigene Wege aus Corona-Beschränkungen

Blickt da noch jemand durch? Am Mittwoch (6.5.) sprechen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten über neue Lockerungen in der Corona-Krise. Einige Länder wollen aber so lange nicht warten - allen Aufrufen zur Geschlossenheit zum Trotz. Sachsen-Anhalt preschte vor, nun zieht Niedersachsen nach und öffnet ab kommender Woche stufenweise die Gastronomie. Markus Söder hebt indes weiter mahnend den Finger.

Einen Überblick über die unterschiedlichen Corona-Lockerungen in den Bundesländern bekommen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 19.35 Uhr: Update zu Genesenen und Infizierten im Allgäu

Im Allgäu sind 208 Personen (ausgenommen Landkreis Lindau) akut mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Zahlen des bayerischen Landesamtes für Gesundheit (LGL), den Mitteilungen der Behörden und den Angaben zu den Genesenen hervor.

Die Zahlen im Detail (Stand Montag, 17 Uhr): Die Gesamtzahl der positiv Getesteten beläuft sich in der Region auf 1441. 72 Menschen sind an dem Virus gestorben. Im Landkreis Ostallgäu gibt es insgesamt 503 Infizierte, in Kaufbeuren 106, im Oberallgäu 170, in Kempten 102, im Unterallgäu 269, in Memmingen 51, im Landkreis Lindau 240.

Teilweise veröffentlichen die Landkreise und Städte auch die Zahlen zu den Genesenen. Demnach gibt es im Unterallgäu 225 Genesene, in Memmingen 46, im Oberallgäu und Kempten 241, im Ostallgäu 395, in Kaufbeuren 86. Der Landkreis Lindau macht keine Angaben zu genesenen Personen.

 

Montag, 4. Mai, 18.50 Uhr: Spahn verteidigt Pläne für generellen Corona-Immunitätsnachweis

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Pläne verteidigt, auch beim Coronavirus einen Nachweis für eine Immunität zu ermöglichen. Er wundere sich etwas über die Debatte, sagte der CDU-Politiker am Montag in Penzberg in Bayern. "Das haben wir ganz normal bei anderen Virus-Erkrankungen auch." Man könne jederzeit zum Arzt gehen und sich den Nachweis von Antikörpern etwa gegen Hepatitis und Masern auch im Impfausweis eintragen lassen. "Wofür er genutzt wird, ist ja erstmal die Entscheidung des Bürgers."

Spahn machte zugleich deutlich, dass es nun vorerst keine Regelungen dazu geben soll, inwiefern solche Immunitätsnachweise Ausnahmen von Alltags-Beschränkungen wie in der Corona-Krise ermöglichen könnten. Er habe den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten. In der Koalition sei vereinbart worden, bis dahin keine gesetzliche Regelung zu dieser Frage vorzunehmen. Neben der Opposition hatte sich zuletzt auch SPD-Chefin Saskia Esken skeptisch über Pläne für Immunitätsnachweise geäußert.

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, sagte, mit dem Vorstoß für einen "Immunitätsausweis" unternehme Spahn "einen weiteren Übergriff auf die Freiheitsrechte der Bürger und die informationelle Selbstbestimmung". Durch den Zwang, für volle gesellschaftliche Teilhabe eine Immunisierung durch Impfung oder überstandene Krankheit nachzuweisen, "wird zudem faktisch eine Impfpflicht durch die Hintertüre eingeführt", fügte sie hinzu.

 

Montag, 4. Mai, 17 Uhr: Bauern können auf zusätzliche Corona-Hilfen hoffen

Von der Corona-Krise betroffene Bauern in der EU können auf zusätzliche Sonderhilfen hoffen. Die EU-Kommission schlug am Montag vor, dass Mitgliedstaaten von ihnen noch nicht verplante Mittel aus dem Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Unterstützung von Landwirten und kleineren Lebensmittelunternehmen nutzen sollten. Bauern könnten so bis zu 5.000 Euro und Kleinbetriebe bis zu 50.000 Euro erhalten. Der Vorschlag brauche allerdings noch die Zustimmung des EU-Ministerrates und des Europaparlaments, teilte die EU-Kommission mit.

Ein bereits beschlossenes Hilfspaket zur Unterstützung der Agrar- und Ernährungswirtschaft sieht unter anderem vor, eine Unterstützung von Winzern zu ermöglichen, die wegen der Krise nicht konsumierten Wein destillieren. Der Alkohol könnte dann zum Beispiel zur Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet werden. Zudem wurden Beihilfen für die private Lagerhaltung im Milch- und im Fleischsektor sowie flexible Programme zur Stützung der Märkte für Obst und Gemüse und einige andere Erzeugnisse beschlossen.


Montag, 4. Mai, 15.55 Uhr: 1. und 2. Fußball-Bundesliga: Insgesamt zehn Corona-Fälle bei der ersten großen Testrunde

In den 36 Clubs der Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga sind insgesamt zehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben Spielern wurden dabei auch der Trainerstab und Physiotherapeuten der Clubs untersucht, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag mitteilte. Insgesamt 10 von 1.724 Corona-Tests seien dabei positiv ausgefallen. "Die entsprechenden Maßnahmen, zum Beispiel die Isolation der betroffenen Personen inklusive Umfelddiagnostik, wurden durch die jeweiligen Clubs nach den Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden unmittelbar vorgenommen", hieß es von der DFL.

Neben den beiden Testwellen, die Teil des Hygienekonzepts der DFL sind, wurde in Abstimmung mit dem Bundesarbeitsministerium nun auch "ein verpflichtendes Trainingslager unter Quarantäne-Bedingungen vor einer möglichen Fortsetzung des Spielbetriebs" integriert. Sobald das Mannschaftstraining gestartet wird, sind zudem unabhängig von der Wiederaufnahme des Spielbetriebs zwei Tests pro Woche in regelmäßigen Abständen vorgesehen.


Montag, 4. Mai, 15.35 Uhr: Statistik zählt 1.439 Infizierte und 72 Todesfälle in der Region

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die Landratsämter haben am Montag Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten teilweise aktualisiert. Die Zahl der Infizierten in der Region liegt demnach bei 1.439 Personen. Da nicht jede Behörde jeden Tag aktualisiert, liefert die Ziffer aber nur einen Anhaltspunkt über die Entwicklung. Von Sonntag auf Montag sind demnach kaum neue Infektionen hinzugekommen.

Die Zahlen präsentieren die Summe der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Infektionen. Dazu zählen auch Personen, die wieder gesund und virenfrei sind. Genesungen sind wie mehrfach berichtet nicht meldepflichtig bei den Behörden. Ämter, die diese Zahlen dennoch angeben, werden unten aufgeführt.

72 Menschen im Allgäu, die positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet wurden, sind gestorben. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

 

  • Kaufbeuren: 106 Corona-Fälle, fünf Todesfälle
  • Memmingen: 51 Fälle, keine Toten. (Genesen sind laut Mitteilung 46 Personen)
  • Kempten: 102 Fälle, neun Tote.
  • Oberallgäu: 168 Fälle, sieben Tote. (Im Oberallgäu inklusive Kempten sind 233 Personen wieder gesund)
  • Ostallgäu: 503 Fälle, 32 Tote.
  • Unterallgäu: 269 Fälle, 13 Tote. (Genesen sind laut Gesundheitsamt Unterallgäu 216 Personen)
  • Landkreis Lindau: 240 Fälle, sechs Tote.

Montag, 4. Mai, 15.20 Uhr: Bedford-Strohm: Alte sollten selbst über Besuch entscheiden

Bewohner von Altenheimen sollten aus Sicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) selbst entscheiden dürfen, ob sie in Corona-Zeiten Besuch empfangen oder nicht. Man solle ihnen möglichst selbst die Entscheidung überlassen, wie viele Risiken sie eingehen wollten, sagte Heinrich Bedford-Strohm in einer am Montag auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft.

Wichtig sei es, mit "Schutzkleidung Angehörigen Zugang zu ihren Lieben zu beschaffen". Denn es sei schlimm, "wenn Angehörige in den Alten- und Pflegeheimen wegen der Kontakteinschränkungen ihre Eltern nicht besuchen können". Den Heimleitungen sei kein Vorwurf zu machen. Die hohe Zahl von Todesfällen in einzelnen Heimen zeige, dass die Ansteckungsgefahr real sei.

Aber: "Es geht eben auch nicht, dass Angehörige in den letzten Lebenstagen, Lebenswochen, ihre Eltern nicht begleiten können", betonte der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm. "Viele Angehörige werden immer verzweifelter, weil das nie nachzuholen sein wird, dass sie ihren Eltern in diesen Tagen Beistand leisten."

 

Montag, 4. Mai, 13.43 Uhr: Tourist-Info in Sonthofen gibt kostenlose Masken aus

Wer sich noch nicht für die Maskenpflicht ausgerüstet hat, kann sich jetzt während der Öffnungszeiten kostenlos eine Behelfsmaske in der Tourist-Info Sonthofen abholen. Da der Vorrat begrenzt ist, werden pro Person nur zwei Stück ausgegeben. Hergestellt wurden die Masken von den Mitarbeiterinnen der Sonthofer Kindertagesstätten. Die Stadt hatte von der Landesregierung Stoffballen für diese Aktion bekommen. Seit einer Woche herrscht in Bayern in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht.

 

Montag, 4. Mai, 13.34 Uhr: Umstrittene Studie: Möglicherweise 1,8 Millionen Infizierte in Deutschland

Der Virologe Hendrik Streeck hat in dem kleinen Ort Gangelt (Nordrhein-Westphalen) die Verbreitung des Coronavirus untersucht. Auf dieser Grundlage nimmt er jetzt eine Schätzung für ganz Deutschland vor - was umstritten ist. Der Kreis Heinsberg, in dem der Ort liegt, gilt als Epizentrum der Epidemie in Deutschland. Die Ergebnisse dieser sogenannten Heinsberg-Studie lesen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 13.16 Uhr: Wertach-Werke starten Spendenplattform für Vereine und Betriebe

Die Vereinigten Wertach-Elektrizitätswerke (VWEW-energie) aus Kaufbeuren haben eine Spendenplattform gestartet. Nach Angaben des Unternehmens sollen dadurch regionale Unternehmen, Vereine, Kultureinrichtungen, aber auch kleine Geschäfte unterstützt werden, die durch die Corona-Krise in Existenznot geraten sind. "Das Spendensammeln ist denkbar einfach", heißt es in einer Pressemitteilung: Über die Internetseite www.vwew-energie.de kann jeder einen Aufruf starten ⠀ “ vom Vereinsmitglied, dass Spenden für seinen Verein sammeln möchte, bis zum Nachbarn, dem ein Geschäft oder eine Gastronomie wichtig ist.

Voraussetzung: Das Projekt, für das Geld gesammelt werden soll, muss im Einzugsbereich des Stromnetzgebiets der Wertach-Werke liegen ⠀ “ also im Postleitzahl-Bereich von Kaufbeuren, Mindelheim und Marktoberdorf. Bei jedem Projekt muss eine Summe als Spendenziel angegeben werden. Wird dieses Ziel erreicht, ist das Projekt erfolgreich und wird zusätzlich von VWEW-energie unterstütz. Insgesamt stellt das Unternehmen einen Topf mit 10.000 Euro zur Verfügung.

 

Montag, 4. Mai, 12.00 Uhr: Memmingen meldet 51 Gesamt-Infizierte und 46 Genesene

Die Stadt Memmingen hat soeben die neuesten Corona-Zahlen bekannt gegeben. Demnach sind beziehungsweise waren 51 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Davon sind 46 bereits genesen. Im Klinikum Memmingen werden drei Patienten mit einer Covid-19-Infektion behandelt. Das Klinikum behandelt allerdings Patienten aus der gesamten Region, nicht nur aus der Stadt Memmingen.

 

Montag, 4. Mai, 11.33 Uhr: Rekord-Arbeitslosigkeit in Österreich: 12,8 Prozent ohne Job

In Österreich ist die Arbeitslosigkeit im April aufgrund der Corona-Krise stark angestiegen und hat einen neuen historischen Höchststand erreicht. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer stieg im Vorjahresvergleich um 58,2 Prozent auf 571 000 Menschen, teilte der Arbeitsmarktservice (AMS) am Montag mit. Die Arbeitslosenquote stieg um 5,5 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Betroffen waren alle Altersgruppen, in allen Branchen und in allen Bundesländern. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank um ein Drittel. Die Covid-19-Krise habe seit Mitte März zu einem "extremen Anstieg der Arbeitslosigkeit" geführt, so der AMS.

 

Montag, 4. Mai, 10.28 Uhr: Großbritannien gibt über 400 Millionen Euro für Impfstoff-Entwicklung

Großbritannien stellt für die weltweite Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus 388 Millionen Pfund (etwa 442 Millionen Euro) zur Verfügung. "Um diese Schlacht zu gewinnen, müssen wir zusammenarbeiten, um einen unbezwingbaren Schutzschild um alle Menschen zu bauen", sagte Premierminister Boris Johnson am Montag in London anlässlich einer Geberkonferenz mit. Das Rennen um den Impfstoff sei "kein Wettbewerb zwischen Ländern, sondern das dringendste gemeinsame Unterfangen unseres Lebens".

Im Kampf gegen die Pandemie will eine weltweite Allianz mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung zusammenbringen - außer für Impfstoffe wird das Geld auch für Arzneien und Tests gesammelt. Die für Montagnachmittag geplante Online-Geberkonferenz, an der unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron teilnehmen wollten, wird von der EU-Kommission ausgerichtet. Ziel ist es, schnell Gegenmittel auf den Markt zu bringen und dann preiswert weltweit zugänglich zu machen. Großbritannien ist besonders stark von der Pandemie getroffen. Die Regierung steht wegen ihres Krisenmanagements stark in der Kritik. Auch Johnson hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt und musste mehrere Tage lang auf der Intensivstation behandelt werden.

 

Montag, 4. Mai, 9.41 Uhr: Allgäuer Friseure öffnen ihre Salons: Worauf sich Kunden jetzt einstellen müssen

Am heutigen Montag öffnen auch die Friseursalons im Allgäu. Doch wer meint, er könne wie vor der Corona-Krise kurzerhand zum Friseur seines Vertrauens gehen, um den Wildwuchs zurückschneiden zu lassen, der täuscht sich. Friseurinnen in Kempten und im Oberallgäu berichten von zahlreichen Verordnungen, die sowohl auf die Salons als auch auf die Kunden zukommen. Auf was sich die Kunden jetzt einstellen müssen, lesen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 9.17 Uhr: Erster Gottesdienst um kurz nach Mitternacht in Eschenach (Oberpfalz)

Es geht wieder los: Nach wochenlanger coronabedingter Pause dürfen Kirchen in Bayern wieder Gottesdienste mit Besuchern feiern. Als einer der Ersten im Freistaat lud Stadtpfarrer Thomas Jeschner nach Eschenbach in der Oberpfalz - um kurz nach Mitternacht. Wie viele Besucher kamen, lesen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 9.00 Uhr: Geberkonferenz: Zieht die Welt bei der Enwticklung eines Impfstoffs an einem Strang?

Im Kampf gegen das Corona-Virus will eine weltweite Allianz an diesem Montag mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung für Impfstoffe, Arzneien und Tests sammeln. Ziel ist, die Gegenmittel schnellstmöglich auf den Markt zu bringen und dann preiswert weltweit zugänglich zu machen. Aber schafft es die Welt, zur Entwicklung eines Corona-Impfstoffs an einem Strang zu ziehen? Die EU-Kommission will die wichtigsten Akteure zusammenbringen und so schnell wie möglich zum Erfolg kommen. Wer sich allerdings bitten lässt, lesen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 8.19 Uhr: Fridays-for-Future Gruppe aus Sonthofen näht Atemmasken

Aktivisten der Sonthofer Fridays for Future-Gruppe wollen mit selbst genähten Atemmasken zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. Sie wollen zudem daran erinnern, dass auch jetzt Klimaschutzmaßnahmen nicht aus dem Blickfeld rücken sollen. Auf den Masken, die gegen eine Spende erhältlich sind, haben die Aktivisten das Logo von Fridays for Future und den Schriftzug "Fight every crises" gedruckt, was übersetzt bedeutet: "Bekämpft jede Krise".

"Bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie orientiert sich die Politik konsequent an den Empfehlungen der Wissenschaft", sagt die Geographiestudentin Anna Hiltensberger von Fridays for Future Sonthofen. "Beim Klimaschutz sind wir davon leider noch weit entfernt." Fridays for Future fordert, auch beim Klimaschutz die Wissenschaft ernst zu nehmen.

"Die Bedrohungen durch die Klimakatastrophe werden in vollem Umfang erst in einigen Jahren oder Jahrzehnten spürbar werden" sagt Ronja Lacher, die ebenfalls zahlreiche Masken genäht hat. "Doch dann sagen die Wissenschaftler noch ungleich dramatischere Konsequenzen voraus, wenn wir jetzt nicht konsequent handeln". Die Masken sind aus Biobaumwollstoff und mit ökologischer Druckfarbe bedruckt. Als wiederverwendbare waschbare Masken helfen sie zudem, Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Die Masken sind gegen eine Spende von mindestens 7,50.- Euro in den Oberallgäuer Weltläden in Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf erhältlich. Alle Einnahmen, die die Materialkosten übersteigen gehen an die UNICEF-Kampagne zum Schutz von Kindern vor der Coronapandemie.

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Montag, 4. Mai, 7.58 Uhr: Polizeigewerkschaft für Lockerung der Corona-Regeln in Bayern

Die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) fordert weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Auch eine Öffnung von Biergärten und Gaststätten sei in naher Zukunft denkbar. Wie er Zugangskontrollen überwachen lassen will, erfahren Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 7.06 Uhr: Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger fordert Auto-Kaufprämie für Neu- und Gebrauchtwagen

Autokäufer sollen nach dem Willen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) eine Prämie erhalten. Diese Prämie solle für Neu- und Gebrauchtwagen mit Verbrennungsmotoren ab der Abgasnorm Euro 6 gezahlt werden. Die Förderung auch klassischer Antriebe soll der Autoindustrie in der Corona-Krise helfen. An diesem Dienstag findet dazu ein Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) statt.

"Jeder schadstoffarme Antrieb muss technologieoffen unterstützt werden, nicht nur wie derzeit Elektroautos", sagte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Aiwanger der Redaktion unserer Kollegen von der Augsburger Allgemeinen. "Jeder, der ein Auto ab Schadstoffklasse 6 kauft, sollte eine Prämie bekommen, beginnend bei 4000 Euro für den fabrikneuen Wagen, heruntergestaffelt auch für Jahreswagen und Autos bis circa drei Jahre mit 2000 Euro, wenn sie eben schon Schadstoffklasse 6 haben", forderte der Minister.

Die sogenannten Autoländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen bei dem Treffen mit Merkel eine Kaufprämie durchsetzen. Viele Wirtschaftswissenschaftler und Umweltexperten sind skeptisch. Ökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nannte eine Kaufprämie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Zeitung einen sozial ungerechten, ökologischen und ökonomischen Unsinn.

 

Montag, 4. Mai, 6.55 Uhr: Friseure öffnen wieder - jeder dritte Kunde will "bald hingehen"

Nach sechs Wochen Zwangsschließung dürfen Friseure ab Montag wieder öffnen. Eine Umfrage zeigt, wie sehr die Deutschen ihren Friseursalon vermisst haben. Jeder dritte Bundesbürger will schnell wieder zum Friseur. Zudem zeigt die Umfrage, wie viele Menschen in der Not selbst zur Schere griffen. Das und mehr lesen Sie hier.

 

Montag, 4. Mai, 6.34 Uhr: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: Neue Dimension der Zusammenarbeit gegen Corona-Virus nötig

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie setzt Entwicklungsminister Gerd Müller auf eine international deutlich verstärkte Zusammenarbeit. "Covid-19 besiegen wir nur weltweit oder nicht. So wie es bei Pocken, Masern oder Polio gelungen ist", sagte der CSU-Politiker aus Durach (Oberallgäu) der Deutschen Presse-Agentur vor der am heutigen Montag von der EU-Kommission geplanten Online-Geberkonferenz. Er hoffe, dass die Konferenz ihr Ziel von 7,5 Milliarden Euro im Kampf gegen das Virus erreichen werde. Von besonderer Bedeutung sei die Beteiligung von Unternehmen und Stiftungen an der Initiative. Nötig sei eine "globale Zusammenarbeit in einer völlig neuen Dimension".

"Die WHO sollte etwa zu einem Welt-Pandemie-Zentrum werden mit einem globalen Forschungsverbund und einem gezielten Monitoring und Frühwarnsystem", so Müller zur Rolle der Weltgesundheitsorganisation. "Und für die Zeit, wenn ein Impfstoff vorhanden ist, bereiten wir mit der globalen Impfallianz Gavi bereits eine weltweite Impfkampagne vor." EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte die Geberkonferenz einberufen, bei der Staats- und Regierungschefs und Organisationen aus aller Welt Spenden zusagen können.

 

Montag, 4. Mai, 6.00 Uhr: Gottesdienste wieder erlaubt

Einen wunderschönen guten Morgen wünscht Ihnen das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Nach fast sieben Wochen endet am Montag in Bayern das Verbot von Gottesdiensten. Ab heute können Gläubige aller Religionen wieder Gotteshäuser besuchen - allerdings in beschränktem Umfang. Zudem müssen sie Hygiene-Regeln einhalten.

 

<< Hier geht es zum aktuellen Newsblog der Allgäuer Zeitung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 27. April bis 3. Mai lesen Sie hier in Teil 9 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 20. bis 26. April lesen Sie hier in Teil 8 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 11. bis 19. April lesen Sie hier in Teil 7 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 06. bis 10. April lesen Sie hier, in Teil 6 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 30. März bis 05. April lesen Sie hier, in Teil 5 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>