Corona im Allgäu

Corona-Newsblog Teil 5: Alle Entwicklungen im Allgäu vom 30. März bis 5. April 2020

Bis hierher und nicht weiter: Für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Behinderten- und Reha-Einrichtungen wurde ein Besuchsverbot verhängt. (Unser Bild entstand bei einem Kemptener Seniorenheim. Das Besuchsverbot gilt seit Freitag, 13. März. Nicht, wie auf dem Aushang zu lesen, am Mittwoch).

Bis hierher und nicht weiter: Für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Behinderten- und Reha-Einrichtungen wurde ein Besuchsverbot verhängt. (Unser Bild entstand bei einem Kemptener Seniorenheim. Das Besuchsverbot gilt seit Freitag, 13. März. Nicht, wie auf dem Aushang zu lesen, am Mittwoch).

Bild: Ralf Lienert

Bis hierher und nicht weiter: Für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Behinderten- und Reha-Einrichtungen wurde ein Besuchsverbot verhängt. (Unser Bild entstand bei einem Kemptener Seniorenheim. Das Besuchsverbot gilt seit Freitag, 13. März. Nicht, wie auf dem Aushang zu lesen, am Mittwoch).

Bild: Ralf Lienert

In diesem Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung aktuell über die Auswirkungen des Coronavirus im Allgäu. Lesen Sie hier im Rückblick die Entwicklungen in der Zeit vom 30. März bis 5. April 2020.
26.05.2020 | Stand: 11:35 Uhr

<< Hier geht es zum aktuellen Newsblog der Allgäuer Zeitung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Allgäu. >>

<< Lesen Sie hier alle Corona-Entwicklungen im Allgäu vom 6. April bis 10. April 2020. >>

 

Sonntag, 5. April, 21.45: Das Wichtigste des Tages zur Corona-Situation im Allgäu

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Wir sind morgen ab etwa 6.30 Uhr wieder für Sie da.

Sonntag, 5. April, 19.39 Uhr: "Vereinzelt Verstöße": Polizei zieht Wochenend-Bilanz fürs Allgäu

"Die meisten Leute hier sind vernünftig und nehmen Rücksicht auf andere – und vor allem auf die Risikogruppen“, sagt Dominic Geißler, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West. Doch nicht alle hielten sich übers Wochenende an den Appell, in der Corona-Krise zuhause zu bleiben. Welche teils kuriosen Fälle den Beamten zu schaffen machten, lesen Sie hier.

Sonntag, 5. April, 17.24 Uhr: Stadt Kempten bereitet zentrale Anlaufstelle für Infektpatienten vor

Um im Notfall auf eine größere Zahl an Corona-Patienten vorbereitet zu sein, hat das Technische Hilfswerk gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe in der bigBOX Allgäu eine sogenannte „Fieberambulanz“ eingerichtet. Da es sich um eine rein vorbereitende Maßnahme handelt, ist noch kein Zeitpunkt der Inbetriebnahme bekannt.

Sollte die Patientenzahl derart ansteigen, dass die hausärztliche Versorgung nicht mehr garantiert werden kann, wird diese Fieberambulanz mit zwölf Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche von allen niedergelassenen Ärzten betrieben werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Kempten.

Sonntag, 5. April, 17.10 Uhr Uni Erlangen: Forscher machen Fortschritte bei Corona-Therapie

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt das Universitätsklinikum Erlangen auf die Transfusion von Blutplasma. Am Wochenende hat die Einrichtung die behördliche Zulassung für die Herstellung von therapeutischem Plasma erhalten, mit dem schwerkranke Covid-19-Patienten behandelt werden können sollen, wie Professor Holger Hackstein, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin, mitteilte.

In den vergangenen Tagen hatte die Uniklinik bereits ehemalige Covid-19-Patienten zu Blutplasmaspenden aufgerufen. Daraus soll der Wirkstoff gewonnen werden. Wer eine Covid-19-Erkrankung hinter sich hat, habe Antikörper entwickelt, erklärte Hackstein. Damit könne anderen Patienten geholfen werden. Die Resonanz auf den Spendenaufruf sei enorm gewesen.

Sonntag, 5. April 16.20 Uhr: Unsere Bilder des Tages - ein Sonntag in der Coronakrise im Allgäu

Sonntag, 5. April, 15.05 Uhr: Jetzt 23 Todesfälle und 937 Infektionen im Allgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Sonntag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 891 auf 937. Die Zahl der Todesopfer im Allgäu infolge einer Corona-Infektion stieg ebenfalls von 18 auf 23 Personen. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick: Kaufbeuren: 57 Corona-Fälle, 2 Todesfall. Kempten: 51 Fälle, drei Tote. Memmingen: 40 Fälle, keine Toten. Landkreis Lindau: 188 Fälle, 4 Tote. Oberallgäu: 121 Fälle, drei Tote. Ostallgäu: 296 Fälle, sieben Tote. Unterallgäu: 184 Fälle, vier Tote.

Hinweis: Das Landratsamt Unterallgäu hat seine Zahlen am Abend aktualisiert, auch die Ziffer aus Kaufbeuren wurde angepasst.

Sonntag, 5. April, 14.16 Uhr: Das "Chaplin" bereitet Obdachlosen in Kempten Freude

Amela und Mirza Tursic von der Pilsbar "Chaplin" in Kempten verteilten am Sonntagmittag Essen an an Obdachlose und Bedürftige. "Die Menschen brauchen gerade in der Corona-Krise unsere Unterstützung", sagte Mirza Tursic. 80 Portionen Braten mit Nudeln oder Reis plus Orangen und Schokolade wurden unter den derzeit gängigen Schutzmaßnahmen vergeben. Der Gastronom, der seit 25 Jahren in Kempten aktiv ist, will die Aktion am kommenden Sonntag fortsetzen.

Sonntag, 5. April, 13.10 Uhr: Kanzleramtsminister: "Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns"

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont, dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, "uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten", sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns." Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine "Verdoppelung alle drei Tage" gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig, sagte Braun dem Blatt. "Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage."

Mit Blick auf wegen der Corona-Pandemie geschlossene Schulen sagte der Kanzleramtsminister, die Vorstellung, dass sich Kinder "auf dem Schulhof zu 100 Prozent nach unseren Abstandsvorschriften verhalten, ist nicht sehr realistisch". Kämen sie dann nach Hause, träfen sie vielleicht auf ihre Großeltern. "Dann können schnell Infektionsketten entstehen."

Sonntag, 5. April, 12.24 Uhr: Trotz Sperrung unterwegs: Mann stürzt am Pilgerschrofen tödlich ab

Ein 67-jähriger Mann ist am Pilgerschrofen tödlich abgestürzt. Der Bergsteiger war mit seinem Sohn (36) unterwegs, obwohl die alpinen Wege auf Schwangauer Flur wegen Corona derzeit gesperrt sind. Die Bergsteiger wollten am Samstag vom Pilgerschrofen die Überschreitung der "zwölf Apostel" zum Säuling unternehmen. Wegen der rutschigen Bedingungen kehrten sie jedoch wieder in Richtung Pilgerschrofen um. Beim kurzen seilversicherten Aufstieg in Richtung Gipfel des Pilgerschrofen verlor der 67-Jährige plötzlich den Halt und stürzte 150 Meter über felsiges Gelände ab und zog sich tödliche Verletzungen zu. Die Rettungskräfte appellieren zum wiederholten Mal an Wanderer, derzeit zuhause zu bleiben.

 

Sonntag, 5. April, 11.36 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit hält Beschränkungen in Bayern für sinnvoll

84,3 Prozent der Bayern sind der Meinung, dass die seit zwei Wochen geltenden Beschränkungen angemessen sind, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen. Nur 11,3 Prozent lehnten die Beschränkungen ab. Weitere Informationen lesen Sie hier.

Sonntag, 5. April, 10.45 Uhr: Erster Todesfall in Kaufbeuren bestätigt

Die Stadt Kaufbeuren hat den ersten Corona-Todesfall vom Freitag in der kreisfreien Kommune bestätigt. Demnach sei "eine Person im fortgeschrittenen Alter, die neben schweren Vorerkrankungen auch mit dem Covid 19-Virus infiziert war gestorben." Die Person lebte bisher im Seniorenheim Am Gartenweg und war kurzfristig ins Krankenhaus eingeliefert worden, hießt es weiter. Nähere Angaben zur Person machte die Stadt nicht.

Sonntag, 5. April, 9.50 Uhr: Corona-Krise am Bodensee: Zwei Absperrungen halten Liebespaare an Grenze auf Distanz

Eine zweite Absperrung hält Paare an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz in Konstanz am Bodensee jetzt auf Abstand. Auf Schweizer Seite sei ein weiterer Zaun aufgestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Dort stehen nun zwei Drahtgitterzäune, wie man sie von Baustellenabsperrungen kennt - zwischen ihnen ist ein etwa zwei Meter breiter Abstand.

An den vergangenen Tagen hatten sich viele Paare an der Grenze getroffen und über die provisorische Absperrung hinweg direkten Kontakt aufgenommen. Händchenhalten, Umarmungen und Küssen sind jetzt nicht mehr möglich. Wenn ein Partner in Deutschland wohnt und der andere in der Eidgenossenschaft, ist eine Fahrt zum Freund oder der Freundin derzeit ausgeschlossen.

Besuchsreisen über die Grenze sind wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell nicht erlaubt. Zuvor war die grüne Grenze am Bodenseeufer normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Sonntag, 5. April, 9.05 Uhr: Bayern zahlt 500 Euro an Pflegekräfte

Bayern zahlt einen Bonus von 500 Euro an alle Pflegekräfte im Freistaat. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag auf Facebook mit. Zudem habe man in allen Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen freies Essen und Getränke für die Mitarbeiter eingerichtet.

Sonntag, 5. April, 8.10 Uhr: Trump stellt die USA auf "schreckliche Zeiten" ein

US-Präsident Donald Trump stellt die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie auf "schreckliche Zeiten" ein. Es werde in den nächsten zwei Wochen "viele Tote geben, leider", sagte Trump im Weißen Haus. Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein, sagte Trump. Allein am Samstag kamen in den USA der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 1.000 Menschen infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben. Die Zahl der bekannten Infektionen überschritt die Marke von 300. 000. Damit sind die Vereinigten Staaten trauriger Spitzenreiter der weltweiten Corona-Statistik.

Sonntag, 05. April, 7.32 Uhr: Tipp des Tages: Ostereier mit Bergmotiven bemalen

Auch wenn es noch so schwer fällt: Bergwandern ist in diesen Tagen auch im Allgäu tabu. Die Wanderparkplätze sind gesperrt, die Polizei zeigt an zahlreichen "Hotspots" Präsenz. Die Alläguer Gipfel können derzeit nur aus der Ferne bewundert werden - oder man holt sie sich in Form von kleinen Kunstwerke nach Hause. Unser Tagestipp stammt von Simone Zehnpfennig: Ostereier mit Allgäuer Bergmotiven bemalen. Hilft im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus - und steigert obendrein die Vorfreude auf jene Zeit, in der Bergtouren wieder uneingeschränkt möglich sind. Wie das Ganze geht, lesen Sie hier.

Sonntag, 05. April, 7.15 Uhr Gottesdienst mit Augsburger Bischof im Livestream

Die Kirchen in Deutschland müssen auch eine Woche vor Ostern für Gottesdienste geschlossen bleiben. Doch im Netz gibt es verschiedene Livestream-Angebote für Gläubige. So auch bei allgaeu.tv und augsburg.tv, die heute ab 10 Uhr live die Gottesdienstfeier des Augsburger Bischofs Bertram Meier aus der Kapelle des Bischofshauses zeigen.

Sonntag, 05. April, 6.58 Uhr: Oberstdorfer Klinik setzt stationären Betrieb ab morgen aus

Der stationäre Betrieb der Klinik in Oberstdorf wird ab Montag vorübergehend ausgesetzt. Damit soll mehr Platz für die Behandlung von Covid-19-Patienten geschaffen werden. Zuletzt lag die Auslastung der Klinik, an der schwerpunktmäßig geplante Eingriffe im Bereich Orthopädie vorgenommen werden, bei nur noch 12 Prozent. Die verbliebenen stationären Patienten werden bis Montag an die Kliniken Kempten und Immenstadt verlegt. Dort seien momentan noch ausreichen Behandlungskapazitäten vorhanden. Davon unabhängig bleibt die ambulante Notfallversorgung am Standort Oberstdorf weiterhin erhalten, teilt der Klinikverbund Allgäu mit.

Sonntag, 05. April, 6.15 Uhr: Auch wenn's heute besonders schwer fällt: Bleiben Sie daheim

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung,

für den heutigen Sonntag ist zwar wunderbares Aprilwetter angesagt. Doch einmal mehr gilt die vom bayerischen Innenministerium ausgegebene Devise: "Es wird dringend davon abgeraten, am Wochenende Ausflüge in die Berge zu unternehmen. Bitte denken Sie dabei auch an den Schutz unserer Einsatzkräfte, z.B. Polizei, Rettungskräfte, Bergwacht, Wasserwacht! Bleiben Sie daheim!"

Das Coronavirus schränkt unseren Alltag weiter massiv ein. Die Nerven sind teils angespannt. Weltweit. Während Sie diesen Newblog lesen, wird in anderen Ländern auch die Berichterstattung teils über Corona teils massiv eingeschränkt. Die Regierung von Turkmenistan hat sogar das Wort „Coronavirus“ sogar verboten, meldet die Organisation "Reporter ohne Grenzen". Die staatlich überwachten Medien dürfen die Vokabel nicht verwenden, aus offiziellen Broschüren ist sie getilgt, Bürgern, die Schutzmasken tragen oder sich in der Öffentlichkeit über die Pandemie unterhalten, drohe die Festnahme. Auch andere autoritäre Regimes nutzen die Pandemie. Immer wieder erstaunlich, welche ungeahnten Folgen dieses winzige, fürs Auge unsichtbare Virus hat.

Samstag, 04. April, 19.45 Uhr: Polizei zufrieden - wenig los im Allgäu - kaum Ausflugsverkehr in den Bergen, Motorradfahrer und Wanderer halten sich zurück

Zufrieden zeigt sich die Polizei im Allgäu mit dem Verlauf des frühlingshaften Samstags: Die Menschen in der Region hätten sich überwiegend an die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise gehalten, heißt es bei der Einsatzzentrale in Kempten auf Nachfrage unserer Digital-Redaktion. "Wir haben schwerpunktmäßig an den Wanderparkplätzen im Allgäu kontrolliert. Die waren überwiegend leer", teilt ein Polizist mit. Über den Allgäuer Alpen sei zudem ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz gewesen - die Beamten an Bord hätten nur verhältnismäßig wenige Wanderer und Ausflügler entdeckt.

Auch der Motorradverkehr im Allgäu hielt sich nach Angaben der Polizei in Grenzen - man habe mit mehr gerechnet, heißt es. Unser Fotograf Ralf Lienert beobachtete vereinzelt Biker und Fahrradfahrer auf der Jochpassstraße von Bad Hindelang nach Oberjoch - meist waren sie aber allein oder zu zweit unterwegs.

"Allerdings gingen relativ viele Anrufe ein, in denen Menschen uns mögliche Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren gemeldet haben", heißt es von der Polizei abschließend. Die Beamten seien den Fällen nachgegangen - in den meisten Fällen habe sich der Verdacht aber als unbegründet erwiesen.

Samstag, 04. April, 18.20 Uhr: Sonthofer Kinobetreiber sorgen mit Corona-Botschaft für Lacher

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Diese Kinobetreiber in Sonthofen erklären den Allgäuern auf ihre Weise, weshalb es in der "Filmburg" derzeit keine aktuellen Filme zu sehen gibt. Unsere Leserin Karin Freuding hat uns den Schnappschuss zur Verfügung gestellt.

Samstag, 04. April, 17.15 Uhr: Für Kinder: BUND Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) veröffentlicht online jeden Tag Tipps zum Naturerleben für Familien

Die Ausgangsbeschränkungen durch das Coronavirus zwingen Kinder aktuell ihre Freizeit allein oder mit ihrer Familie zu verbringen. Aber der Frühling kommt und die schöne Allgäuer Natur erwacht zu neuem Leben. Das BUND Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) veröffentlicht daher ab sofort jeden Tag neue Tipps, Rätsel und Anleitungen für Kinder und Familien, um der Natur rund um das eigene Zuhause auf die Spur zu gehen.

Auf der Webseite des NEZ (hier klicken) gibt es täglich neue Anregungen, die sich leicht allein und im nahen Umkreis nachmachen lassen, teilen die Verantwortlichen mit. Beispielsweise lernen Kindern ein Insektenhotel zu bauen, Frühlingsblüher aufzuspüren oder leckeres Bärlauchpesto selbst zu machen. Die Tipps richten sich laut NEZ hauptsächlich an Familien mit etwa 6 bis 12-jährigen Kindern, aber auch für Erwachsene soll es unter der Rubrik „Natürlich nachhaltig“ Anregungen geben: von der Gemüsekiste, einem fairen Lieferservice bis zu Tipps zur natürlichen Konservierung von Lebensmitteln.

Samstag, 04. April, 16.15 Uhr: Behörde meldet nun 891 Corona-Erkrankte im Allgäu - Zahl der Todesopfer steigt auf 18

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Samstag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 816 auf 891. Die Zahl der Todesopfer im Allgäu infolge einer Corona-Infektion stieg ebenfalls von 14 auf 18 Personen. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 52 Corona-Fälle, keine Toten. Kempten: 51 Fälle, drei Tote. Memmingen: 31 Fälle, keine Toten. Landkreis Lindau: 176 Fälle, drei Tote. Oberallgäu: 121 Fälle, drei Tote. Ostallgäu: 280 Fälle, sechs Tote. Unterallgäu: 180 Fälle, drei Tote.

Hinweis: Die Zahlen aus dem Unterallgäu wurden am Samstagnachmittag vom Landratsamt aktualisiert.

Samstag, 04. April, 15.55 Uhr: Motorradfahrer im Oberallgäu verstoßen gegen Ausgangsbeschränkungen - und gefährden dabei auch noch andere Verkehrsteilnehmer

Viele Biker im Allgäu reizt dieser sonnige Samstagnachmittag zu einer der ersten Motorrad-Ausfahrten des Jahres. Doch die Polizei Schwaben Süd/West hat schon unter der Woche klargestellt: Motorrad-Spritztouren sind derzeit verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen. „Wegen des Verlassens der Wohnung aus nicht triftigem Grund“, erläutert Polizei-Pressesprecher Holger Stabik.

Am Freitag wurde die Polizei in Burgberg/Oberallgäu auf zwei Motorradfahrer aufmerksam, die sich nicht an die aktuellen Spielregeln hielten. Doch nicht nur das: Auch ihre Kennzeichen entsprachen nicht den Vorgaben. Als die Beamten die Biker anhalten wollten, gaben diese Gas, düsten mit über 90 Stundenkilometern durch Burgberg und gefährdeten dabei auch noch andere Verkehrsteilnehmer. Ihre waghalsige Flucht wurde kurz darauf in einer Seitenstraße gestoppt.

Bei der Kontrolle fand die Polizei heraus, dass einer der Männer mit 0,38 Promille Alkohol im Blut unterwegs war. Jetzt gibt's eine Triple-Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs, Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz.

Samstag, 04. April, 15.20 Uhr: Pils-Bar Chaplin in Kempten verteilt am Sonntag Schweinebraten an Bedürftige und Obdachlose

Tolle Aktion der Pils-Bar Chaplin in Kempten in schwierigen Zeiten: Dort sollen Bedürftige und Obdachlose am Sonntag kostenlos Essen bekommen. Auf dem Küchenplan des Chaplin - das wegen Corona derzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbietet - steht Schweinebraten mit Kartoffeln und Soße. Von 12 bis 15 Uhr kann das Essen am Sonntag im Sommergarten des Chaplin in Kempten abgeholt werden.

Samstag, 04. April, 13.55 Uhr: Wochenmärkte im Allgäu am Samstag - gute Stimmung in Kaufbeuren-Neugablonz, Zurückhaltung in Memmingen

"Mei. Es fällt jetzt halt ein bisschen schwerer, gute Stimmung zu verbreiten", sagt Karina vom Grasserhof lächelnd. Ein wenig Entertainment gehöre auf einem Markt schließlich dazu. Sonst aber geht auf dem Neugablonzer Wochenmarkt (fast) alle seinen gewohnten Gang. Nun ja – bis auf das mit dem Abstand: Die Schlange vor dem Verkaufsstand des Grasserhofs ragt viele Meter auf den Marktplatz. Nicht nur, weil die Kunden zahlreich sind, sondern weil alle vorbildlich Platz zum Vordermann halten.

Mit einer provisorischen Absperrung aus Gemüsekisten und Holzplatten halten die Mitarbeiter des Grasserhofs die Kunden von den Waren fern. „Das Bio-Gemüse geht gerade wahnsinnig gut“, sagt Karina. „Die Menschen essen jetzt nicht mehr im Restaurant oder in der Kantine, sondern zuhause. Das merken wir deutlich.“ Die Allgäuer Wochenmärkte sieht Karina als Teil der Nahversorgung – gerade auch für ältere Kunden. Diese seien gerade besonders dankbar, auch unter freiem Himmel Einkaufen gehen zu können.

Deutlich weniger los war dagegen am Samstagvormittag auf dem Wochenmarkt in Memmingen. Wie Händler und Kunden dort mit der Situation umgehen, lesen Sie hier.

Samstag, 04. April, 11.35 Uhr: Patient stiehlt Desinfektionsmittel aus Klinik in Pfronten - bei Entlassung wartet Polizei auf ihn

Zwei 1-Liter-Flaschen-Desinfektionsmittel hat am Donnerstagabend ein 49-jähriger Patient in der Klinik in Pfronten aus dem Vorratsraum entwendet. Pech für ihn: Er wurde dabei vom Krankenhauspersonal beobachtet - die Flaschen wurden ihm noch in der Klinik wieder abgenommen.

Am Freitag, bei der Entlassung aus der Klinik, wurde der Patient von Polizeibeamten schon vor dem Krankenhaus erwartet. Wegen des Diebstahls wurde der Mann angezeigt. Der Wert der Flaschen beträgt rund 50 Euro, teilt die Polizei mit.

Samstag, 04. April, 11 Uhr: Bekannter Allgäuer Pfarrer stirbt an Covid-19-Erkrankung

Prominenter Corona-Todesfall im Allgäu: Der ehemalige Pfarrer von Oberstaufen (Oberallgäu) und Benningen (Unterallgäu), Johannes Netzer (76), ist am Freitag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilt die Diözese Augsburg auf ihrer Internetseite mit. Netzer wurde 76 Jahre alt. Alles dazu lesen Sie hier.

Samstag, 04. April, 09.30 Uhr: Ausgangsbeschränkungen: Was ist erlaubt? Und was nicht? - Leser haben gefragt, hier antworten Experten

Die Ausbreitung des Coronavirus soll verlangsamt werden. Ein Mittel dafür: Ausgangsbeschränkungen - die in Bayern bis zum 20. April gelten. Für die Menschen bedeutet das: daheim bleiben und das Haus nur mit triftigem Grund verlassen. Aber was ist ein triftiger Grund? Auf dem Friedhof das Grab herrichten? Die Großeltern an Ostern besuchen? Mit der Familie die Sonne im Schrebergarten genießen? Viele Menschen sind sich unsicher, was erlaubt ist und was nicht. Die Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung haben per Mail und auf Facebook zahlreiche Fragen dazu erreicht, die wir hier beantworten.

Samstag, 04. April. 08.35 Uhr: #stayathome - Kaufbeurer Polizist mit Videoaufruf: Lasst uns an einem Strang ziehen

Bleibt's dahoim - ja, es fällt schwer. Doch nicht nur für die Bürger im Allgäu ist die Situation ungewohnt. Auch die Allgäuer Polizei weist darauf hin, dass sie die strikten Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen am Wochenende nicht aus Jux und Tollerei durchführt. Von einem Polizisten aus Kaufbeuren stammt dieser Aufruf auf der Facebook-Seite des Polizeipräsidums Schwaben Süd/West: "Wir sind rund um die Uhr für Eure Sicherheit da. Bitte bleibt Ihr daheim..."

Samstag, 04. April, 7.40 Uhr: Beginn der "etwas anderen" Osterferien - Wochenmärkte im Allgäu mit strengen Auflagen

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung: Wir starten in ein Wochenende, das in vieler Hinsicht anders als gewohnt verlaufen dürfte. Obwohl die Osterferien beginnen und tolles Ausflugswetter angesagt ist, lautet die Devise nach wie vor: Bitte bleiben Sie daheim. Politiker von Oberstdorf bis Flensburg appellierten vor dem Wochenende nochmals an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Die Polizei im Allgäu hat starke Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen angekündigt.

Weiterhin erlaubt sind natürlich Lebensmitteleinkäufe - viele Wochenmärkte im Allgäu sind am Samstag geöffnet. Doch auch hier wurden die Regel nochmals angepasst: In Kempten etwa greifen seit Beginn der Sommersaison auf dem Hildegardplatz verschärfte Maßnahmen, die der Krisenstab der Stadt festgelegt hat. Um die Kunden und Händler zu schützen und Menschenmengen zu vermeiden, dürfen Imbissstände bis auf weiteres nicht mehr am Wochenmarkt teilnehmen. Außerdem wurden Stehtische und Sitzplätze allesamt entfernt, da Ware nur noch To-Go verkauft werden darf, heißt es in einer Mitteilung des Kemptener Messe- und Veranstaltungsbetriebs. Der Aufenthalt auf dem Wochenmarkt sei nur noch für die Dauer des Einkaufs gestattet.

Wir haben für Sie auch heute den Blick darauf, wie sich die Situation im Allgäu entwickelt. Starten Sie gut und positiv in die dieses Wochenende!

Freitag, 3. April, 21 Uhr: Das Wichtigste des Tages im Überblick:

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Wir sind morgen ab etwa 7.30 Uhr wieder für Sie da.

Freitag, 3. April, 19 Uhr: Nothilfe-Programm gefordert

Die Corona-Krise und die dadurch ausgelöste Schließung von Hotels, Pensionen und Gaststätten wird viele Betriebe in Bedrängnis bringen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) beziffert die Umsatzeinbußen im Allgäuer Tourismus nach einer Mitgliederumfrage auf 1,2 Milliarden Euro.

Der Verbund der Allgäu Top-Hotels fordert daher von der Politik ein „Nothilfe-Programm“. Der Oberallgäuer Brauereichef Niklas Zötler bittet die bayerische Staatsregierung in einem eindringlichen Video-Appell um wirksame Unterstützung für Hotellerie und Gastronomie. Andernfalls sei die „einzigartige Kultur-Landschaft“ in Gefahr.

Der Brauereichef (34) aus Rettenberg bat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger per Video eindringlich darum, dass Kurzarbeitergeld schnell ausbezahlt wird und der Staat ein größeres Haftungsrisiko bei Bankdarlehen übernimmt. Dies sei für Hotellerie und Gastronomie, aber auch für Bäcker, Metzger oder Brauereien wichtig. Der Appell stieß im Netz auf große Resonanz – aus der Politik habe sich aber bislang niemand gemeldet.

Freitag, 3. April, 17.30 Uhr: Allgäuer Schülerin (11) appelliert zum Wochenende: "Bleibt Zuhause und passt auf Euch auf"

Die Schule fällt wegen Corona nun schon seit drei Wochen aus. Die 11-jährige Schülerin Denisa Alexandrescu aus Kempten besucht die 6. Klasse und gibt uns einen Einblick, wie ihr Alltag in diesen Tagen aussieht und wie sich Corona auf ihr großes Hobby, das Modeln, auswirkt. Zu unserem Interview geht's hier.

Freitag, 3. April, 15.45 Uhr: Unterallgäuer Wertstoffhöfe öffnen für dringende Entsorgungen

Auch im Unterallgäu öffnen einzelne Wertstoffhöfe wieder. Vom kommenden Montag (6. April) bis zum Donnerstag (9. April) sollen Privatpersonen Verpackungen, Grüngut und Karton entsorgen können, schreibt der Landkreis Unterallgäu in einer Pressemitteilung.

„Dabei müssen die vorgeschriebenen Mindestabstände von 1,5 Metern eingehalten werden, weshalb es zu längeren Wartezeiten wegen Blockabfertigung kommen kann“, teilt Edgar Putz, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises, mit. Welcher Wertstoffhof im Unterallgäu wann geöffnet hat, erfahren Sie hier.

Auch die Wertstoffhöfe im Ostallgäu (Infos beim Landkreis) und im Ober- und Westallgäu (Infos hier) haben zum Teil geöffnet.

Freitag, 3. April, 14.38 Uhr: Im Allgäu wurden bisher erst wenige Bußgelder wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen verhängt

Fast 900 Bußgeldverfahren hat das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West bisher eingeleitet, weil Menschen in der Region gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen haben. Die Kreisverwaltungsbehörden haben aber erst wenige Bußgeldbescheide verschickt. So stellte das Landratsamt Lindau bisher fünf Bescheide aus, im Oberallgäu wurden 14 Bescheide verschickt. und im Unterallgäu bisher noch keiner Zahlreiche weitere Verfahren sind jeodch in Bearbeitung. Wie das abläuft, erfahren Sie hier.

Freitag, 3. April, 12.24 Uhr: Landkreis Unterallgäu verteilt tausende Masken, medizinische Schutzanzüge und Handschuhe

Das Landratsamt Unterallgäu verteilt derzeit eine Lieferung medizinischer Ausrüstung an die Kliniken in Ottobeuren und Mindelheim sowie die Unterallgäuer Hausärzte und Fachärzte der Grundversorgung, also etwa an Zahnärzte mit Akut- und Schmerzbehandlung, Gynäkologen und Pulmologen. Außerdem erhalten Senioren- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste eine erste Lieferung. Das teilte das Landratsamt mit. Konkret geht es um etwa 8560 Mund-Nase-Masken, 8195 FFP2-Masken sowie 1865 Schutzanzüge, 600 Pflegekittel und 35.000 Handschuhe „Uns ist leider nur zu bewusst, dass dies nur ein Anfang und bei Weitem nicht genug ist“, sagt Landrat Hans-Joachim Weirather. „Wir tun unser Möglichstes, zusätzlich zu den zugesagten Lieferungen des Freistaats weiteres Material zu beschaffen.“ Sobald wieder medizinische Schutzausrüstung verfügbar sei, werde diese schnellstmöglich weitergegeben. Das zuständige Sachgebiet im Landratsamt habe den Bedarf bei den Einrichtungen abgefragt. Er übersteigt auch im Unterallgäu die verfügbare Zahl um ein Vielfaches. Der Bedarf kann per Mail an psa-bedarf-corona@lra.unterallgaeu.de auch weiter gemeldet werden.

Aktuell beschafft der Freistaat Bayern zentral Schutzmaterial. Nach einem festgelegten Schlüssel wird es beispielsweise an die Hilfsorganisationen, an Universitätskliniken und die Katastrophenschutzbehörden verteilt. Auch das Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde im Unterallgäu hat eine solche Lieferung erhalten. Der Landkreis habe spezielle Stoffe zum Nähen von Schutzmasken zugeteilt bekommen. „Diesen Stoff werden wir einer Firma zur Verfügung stellen, die daraus Masken für die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Landkreis fertigt“, erklärt der Landrat. Denn: Damit die Schutzmasken in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verwendet werden dürfen, müssen sie verschiedenen Vorgaben entsprechen. „So leid es uns tut: Wir können diesen Stoff aus diesem Grund derzeit nicht den vielen ehrenamtlichen Näherinnen im Unterallgäu zur Verfügung stellen“, bedauert Weirather.

Freitag, 3. April, 11.30 Uhr: Innenminister Herrmann zu Ausgangsbeschränkungen: "Bleiben Sie zuhause"

Morgen beginnen die Osterferien, in den kommenden Tagen ist gutes Wetter vorhergesagt: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann appelliert in einer Pressekonferenz, in den kommenden Tagen möglichst zuhause zu bleiben - auch wenn es schwer falle. Wenn man sich im Freien aufhalte, solle man sich an die Vorgaben halten (keine Ansammlung von Menschen, Abstand einhalten, Verlassen der Wohnung nur aus triftigem Grund). Herrmann kündigte zudem vermehrt Kontrollen an und betonte, dass Verstöße konsequent sanktioniert werden. "Die Minderheit, die meint, sich nicht an Regeln halten zu müssen, muss u.a. mit Geldbußen rechnen."

Freitag, 3. April, 10.44 Uhr: Bundesregierung spricht mit Lufthansa über Beteiligung

Die deutsche Bundesregierung führt mit der Lufthansa Gesprächen über eine Beteiligung des Staates an dem Unternehmen. Die Gespräche seien auf einem "guten Weg", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Wegen der Pandemie bietet der Konzern nur noch etwa fünf Prozent seiner sonstigen Verkehrsleistung an. Lufthansa hatte angekündigt, rund zwei Drittel der Angestellten in Kurzarbeit schicken zu wollen.

Freitag, 3. April, 9.38 Uhr: Diözese Augsburg stellt Hilfsfonds über zehn Millionen Euro auf

Das Bistum Augsburg hat mit sofortiger Wirkung einen Hilfsfonds mit einem Volumen von zehn Millionen Euro für Pfarrgemeinden und kirchliche Einrichtungen aufgestellt. Ziel sei es, "insbesondere bei laufenden Vorhaben kurzfristige Liquidität zu garantieren", teilt die Diözese mit. Dies könne in Form von Sonderzuschüssen, langfristiger zinsloser Darlehen oder auch durch die Gewährung von Sicherheiten Dritten gegenüber erfolgen.

„Wir wollen damit gerade jetzt schnelle unbürokratische Hilfe leisten. Die momentane Situation hat für uns alle noch völlig unkalkulierbare Folgen. Ganz sicher werden wir in diesem Jahr mit deutlich geringeren Einnahmen aus der Kirchensteuer zu rechnen haben“, prognostiziert der bischöfliche Finanzdirektor Jérôme-Oliver Quella. Außerdem sei es durch das Kontaktverbot und die anderen Corona-Vorgaben viel schwerer als sonst, zusätzliche Mittel bei privaten und öffentlichen Geldgebern einzuwerben. Das treffe gerade die Kirchenstiftungen in besonderem Maße.

Das Geld stammt aus Rücklagen des Bistums. Der Hilsfonds kann bei entsprechend hoher Nachfrage um zehn Prozent aufgestockt werden. Benannt ist er nach der frühchristlichen Märtyrerin Stephana. Sie gelte als Patronin des Geldes, werde aber auch als Fürsprecherin gegen Seuchen verehrt, erklärt Quella. Man habe sich bewusst für deren griechischen Namen entschieden. Der deutsche Name der Heiligen lautet "Corona".

Freitag, 3. April, 8.06 Uhr: Therapeuten, Behörden, Zulassungsstellen: Wer hat noch geöffnet?

In Zeiten der Corona-Krise tauchen viele Fragen auf: Welche Behörden haben denn noch geöffnet? Wie sieht es mit Fachärzten und Therapeuten aus? Meistens gilt: Nur in unaufschiebbaren und dringenden Fällen ist der persönliche Kontakt möglich. Und ein Anruf bei der jeweiligen Stelle hilft oft weiter.

Was konkret bei den einzelnen Branchen gilt, erfahren Sie hier.

Freitag, 3. April, 7.00 Uhr: Erstmals mehr als 20.000 Menschen in Bayern erkrankt

Bayern bleibt das Bundesland mit den meisten Covid-19-Infektionen. Laut Robert Koch-Institut gab es am Freitag erstmals mehr als 20.000 Fälle im Freistaat. 20.237 Menschen sind demnach erkrankt, 1741 mehr als am Vortag. Deutschlandweit haben sich fast 80.000 Menschen infiziert (+6174). Erstmals verzeichnete auch das RKI mehr als 1000 Corona-Tote im Land. Hochrechnungen der John Hopkins University hatten diesen Wert bereits früher erreicht.

Freitag, 3. April, 6.20 Uhr: Memminger Unternehmen Magnet-Schultz bleibt trotz Kurzarbeit optimistisch

Guten Morgen aus den Digitalteam der Allgäuer Zeitung!

Wir starten den Tag mit einer Meldung aus Memmingen. Dort hat das Unternehmen Magnet-Schultz, einer der größten Arbeitgeber in der Stadt, massiv Kurzarbeit angemeldet. An den beiden Standorten in Memmingen und Memmingerberg sind 1600 der insgesamt 1900 Mitarbeiter seit 1. April davon betroffen. Firmenchef Dr. Albert W. Schultz bleibt dennoch optimistisch. Das Unternehmen sei zum Glück breit aufgstellt und nicht nur Zulieferer für einen Industriezweig. Zwar treffen die Produktionsstopps in der Automobilindustrie Magnet-Schultz schwer - "die macht schon etwa 50 Prozent unseres Umsatzes aus", sagt Schultz. Der noch kleine Bereich der Medizintechnik gehe dafür "durch die Decke". Die Firma stellt unter anderem Pneumatik-Ventile für Beatmungsgeräte her.

Wieso bei Magnet-Schultz auch Führungskräfte, darunter Albert W. Schultz selbst, in der Krise auf Teile ihres Gehalts verzichten, lesen Sie hier.

Donnerstag, 02. April, 22.30 Uhr: Das war heute wichtig

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Freitag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

Donnerstag, 02. April, 21.55 Uhr: Über 1.000 Tote in Deutschland - weltweit über 1 Million Infizierte - Kritik an Verteilungsschlüssel für medizinische Schutzkleidung

Es sind schlimme Zahlen: Die Ziffer der Corona-Todesfälle in Deutschland ist seit dem heutigen Donnerstag erstmals vierstellig. 1.074 Personen seien infolge einer Sars-CoV-2-Infektion hierzulande bereits gestorben, so die Statistik der Johns Hopkins University (Stand: Donnerstag, 21.35 Uhr). Weltweit seien nun über 1 Million Menschen infiziert.

Ebenfalls bedrückend: Inzwischen haben sich in Deutschland nach Informationen von NDR, WDR und SZ mehr als 2.300 Klinik-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) auf Anfrage mit. Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch höher.

Zumindest ist in Bayern der Nachschub an dringend benötigter Schutzkleidung für Mediziner und Pflegekräfte angelaufen. Das bestellte Material liegt in einem großen, geheimen Zentrallager im Raum München. Die Abholung der Desinfektionsmittel, Schutzkittel, Mundschutze und Einmalhandschuhe in die Landkreise und kreisfreien Städte hat das THW übernommen. Regelmäßig rollen THW-Lastwagen aus dem Allgäu derzeit Richtung Landeshauptstadt. In den Allgäuer Landkreisen und Gemeinden wird das Material dann an Krankenhäuser, Arztpraxen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und das Gesundheitsamt verteilt. Die Zuteilung für die Kommunen richtet sich nach der Einwohnerzahl.

Deshalb gibt es beispielsweise aus Memmingen die Klage, dass das zentral geregelte Kontingent nicht ausreiche. „Die Berechnung nach der Einwohnerzahl wird unserem Bedarf bei weitem nicht gerecht. Wir versorgen im Klinikum Memmingen deutlich mehr Menschen als nur die Einwohner Memmingens“, kritisiert Oberbürgermeister Manfred Schilder den vom bayerischen Innenministerium festgelegten Berechnungsschlüssel.

Entsprechend einer Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums ist das Klinikum Memmingen Schwerpunkt-Krankenhaus für Covid-19-Infektionen für die Region Donau-Iller, die die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Unterallgäu und die Stadt Memmingen umfasst.

Donnerstag, 02. April, 21.05 Uhr: So geht Einkaufen 2.0 in Zeiten von Corona

Andreas Schneider aus Pfronten bringt begehrte Ware sicher nach Hause. Ganz sicher! Klar, natürlich ist das Bild gestellt. Andreas Schneider geht technisch so hochgerüstet nicht einkaufen. Vielmehr, so schreibt er uns, möchte er mit seinem Foto die Hamsterkäufe im allgemeinen und beim Toilettenpapier im besonderen auf den Arm nehmen. Immerhin: Bei seiner Transportmethode sind Kontakt-Vermeidung und sogar Kontakt-Verbot gewiss vollständig gewährleistet.

Donnerstag, 02. April, 20 Uhr: Polizei im Allgäu legt Bilanz der Corona-Kontrollen vor

Seit 21. März kontrolliert die Allgäuer Polizei, ob die Ausgangsbeschränkungen wegen Corona in der Region eingehalten werden. Jetzt gibt es eine Zwischenbilanz - mit beeindruckenden Zahlen. Wie häufig kontrolliert wurde und ob dabei oft Bußgelder verhängt werden mussten, lesen Sie hier.

Donnerstag, 02. April, 19.40 Uhr: Insgesamt 29 Corona-Erkrankte im Senioren- und Pflegeheim Waal/Ostallgäu

Insgesamt 29 Menschen – 15 Mitarbeiter und 14 Bewohner des Senioren- und Pflegeheimes im Ostallgäuer Waal – sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dieses Ergebnis hat die Heimleitung am Donnerstag bekannt gegeben. Wie berichtet, hatten sich diese Woche in dem Waaler Heim fünf Bewohner und neun Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Ein Altenheim-Bewohner war daraufhin gestorben.

Die Corona-Viren waren vermutlich von Unbekannten in das Senioren- und Pflegeheim eingeschleppt worden. In solchen Einrichtung ist die Gefahr besonders groß, dass sich alte und kranke Menschen infizieren. Die Heimleitung setzt nun den vorhandenen Notfallplan um und isoliert die weiteren positiven getesteten Bewohner innerhalb der Einrichtung. Nach Auskunft der Heimleitung geht es den erkrankten Bewohnern den Umständen entsprechend gut. Die positiv getesteten Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die Pflege der erkrankten und gesunden Bewohner sei gewährleistet.

Donnerstag, 02. April, 19.30 Uhr: Kliniken im Landkreis Lindau/Westallgäu suchen freiwillige Helfer

"Unterstützen Sie uns! Gemeinsam gegen Corona", ist ein Appell der Asklepios Klinik Lindau und der Rotkreuzklinik Lindenberg überschrieben. Mit diesem Aufruf suchen die beiden Kliniken im Landkreis Lindau und im Westallgäu freiwillige Helfer. Gedacht ist vor allem an Ärzte, Pflegekräfte und Medizinstudenten. In beiden Kliniken werden Covid-19 Patienten versorgt. Noch sind es vereinzelte Fälle, doch der Landkreis und die Krankenhäuser wollen vorbereitet sein. (wa, pem)

Asklepios Klinik: Sie sucht Pflegekräfte, Ärzte oder Medizinstudenten. Wer Interesse hat, kann seine Kontaktdaten mailen an: m.ulmer@asklepios.com Rotkreuzklinik Lindenberg: Auch sie sucht Helfer auf freiwilliger Basis mit einem beruflichen Hintergrund in der Pflege oder Medizin. "Unsere Klinik ist in mehreren Bereichen über Ihren Einsatz dankbar. Unabhängig davon, ob Sie einen medizinischen oder pflegerischen Beruf erlernt haben – wir können derzeit jede zusätzliche helfende Hand gut gebrauchen", so die Klinikleitung. Der Kontakt läuft per E-mail an: elvira.karg@swmbrk.de (Pflegebereichsleitung) oder: rk-lindenberg@swmbrk.de (Personalabteilung).

Donnerstag, 02. April, 18.20 Uhr: Dritter Corona-Todesfall (84) im Unterallgäu - insgesamt 14 Verstorbene im Allgäu

Traurige Nachrichten aus dem Unterallgäu: Das Landratsamt in Mindelheim meldet den dritten Todesfall im Landkreis infolge des neuartigen Coronavirus. Eine 84-jährige Person ist gestorben - nähere Informationen teilt die Behörde nicht mit. Im gesamten Allgäu steigt die Zahl der Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung damit auf 14.

Donnerstag, 02. April, 18.05 Uhr: Tolle Aktion: Musiker spielt vor Senioren- und Pflegeheim in Kempten gegen die Corona-Tristesse

Ein Angehöriger hat Senioren im Betreuten Wohnen in Kempten ein Open-Air-Konzert gegen die Corona-Einsamkeit spendiert! Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Donnerstag auf vielen Balkonen der "Casa Philia" in Kempten zur Musik des Haldenwanger Alleinunterhalters Alfons Kennerknecht getanzt. Wie es Bewohnern und Pflegekräften in der Corona-Krise geht, lesen Sie hier.

Donnerstag, 02. April, 16.50: Ein buntes Blumen-"DANKE" für Memminger Klinik-Mitarbeiter

Schöne Idee der Mitarbeiter der Memminger Stadtgärtnerei: Mit 400 Frühlingsblühern haben sie im Patientengarten des Klinikums Memmingen einen bunten Blumengruß für die Krankenhaus-Mitarbeiter hinterlassen. Die staunten nicht schlecht, als ihnen beim Blick aus dem Fenster am Donnerstag ein großes "DANKE" entgegen leuchtete.

Oberbürgermeister Manfred Schilder (l., im Bild mit Arzt Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer) bedankte sich bei den Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums: "Sie leisten herausragende Arbeit, und wir sind froh, dass wir Sie haben!" Die Blumen können von der Belegschaft anschließend mit nach Hause genommen werden.

Donnerstag, 02. April, 16.30 Uhr: Mehrere Menschen mit Symptomen: Corona-Ausbruch in Spezialklinik im südlichen Oberallgäu

Auch einer Spezialklinik im südlichen Landkreis Oberallgäu ist es zu einem Ausbruch des Corona-Virus gekommen. Das teilt das Landratsamt Oberallgäu mit. Nähere Informationen dazu gibt es noch nicht. Offenbar gibt es mehrere Betroffene mit Covid-19-typischen Symptomen vor Ort.

Die Klinikleitung habe sie in Zusammenarbeit mit den Behörden bereits isoliert. Derzeit würden Patienten und Mitarbeiter ermittelt, die mit den Betroffenen in Kontakt standen. Sie sollen getestet werden - mit den Ergebnissen sei Anfang der kommenden Woche zu rechnen, heißt es.

Donnerstag, 02. April, 15.10 Uhr: Mitarbeiterin von Wohnpflege-Gruppe im Unterallgäu positiv getestet

Pflege- und Altenheime bleiben ein Brennpunkt in der Corona-Krise - hier schauen alle mit großer Sorge und Sorgfalt darauf, dass sich die Menschen dort nicht anstecken. Eine Mitarbeiterin der Wohnpflege-Gruppe bei Regens Wagner in Lautrach wurde nun aber positiv auf Covid-19 getestet. Das teilte die Stiftung am Donnerstagnachmittag mit. Die betroffene Mitarbeiterin befinde sich seither in Quarantäne. Sie zeige nur leichte Symptome.

Die Einrichtung in Lautrach im Unterallgäu habe alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden und Bewohner eingeleitet. So wurden laut Mitteilung alle Kontaktpersonen in der Wohnpflege-Gruppe ermittelt und dem Gesundheitsamt gemeldet. Auch sie befänden sich nun in häuslicher Isolation und werden getestet. Die Bewohner, die mit der erkrankten Mitarbeiterin Kontakt hatten, werden derzeit im Zentrum isoliert betreut, heißt es abschließend.

Donnerstag, 02. April, 14.55 Uhr: Behörde meldet nun 721 Corona-Erkrankte im Allgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Donnerstag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 638 auf 721. 14 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung sind gestorben. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 41 Corona-Fälle, keine Toten. Kempten: 44 Fälle, zwei Tote. Memmingen: 31 Fälle, keine Toten. Landkreis Lindau: 142 Fälle, ein Toter. Oberallgäu: 106 Fälle, drei Tote. Ostallgäu: 203 Fälle, fünf Tote. Unterallgäu: 154 Fälle, drei Tote.

Hinweis: Die Zahlen aus dem Unterallgäu wurden am Donnerstagabend vom Landratsamt aktualisiert.

Donnerstag, 2. April, 11.23 Uhr: In deutschen Krankenhäusern stehen vergleichsweise viele Intensivbetten

Gute Nachrichten vom Statistischen Bundesamt: Deutschland hat im internationalen Vergleich eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten. Demnach kommen 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner - "wobei die Kapazitäten weiter ausgebaut werden", teilt das Bundesamt mit. Auch Österreich (28,9 Intensivbetten je 100.000 Personen) und die Vereinigten Staaten (25,8) weisen eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer sind die Kapazitäten in den gegenwärtig besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100.000 Einwohnern.

Donnerstag, 2. April, 10.45 Uhr: Bayerns Zoos rechnen mit hohen Finanzeinbußen

Es sind beliebte Ausflugsziele in den Osterferien: Die Zoos in Augsburg und München. In den Tiergärten bleiben wegen der Corona-Krise aber die Besucher aus. Das bringt die Einrichtungen in finanzielle Nöte. "Die Auswirkungen sind enorm", sagt Barbara Jantschke, Direktorin des Zoos in Augsburg. Sie rechnet mit bis 700.000 Euro an Einbußen durch die Schließung bis zum 19. April. Aus eigener Kraft werde der Zoo den Ausfall an Einnahmen nicht ausgleichen können. Der Tierpark Hellabrunn rechnet sogar mit Einbußen von zwei Millionen Euro.

Selbst für die Tiere sei es ungewohnt ruhig. Einen Lagerkoller bekämen sie zwar nicht, jedoch benötigten sie deutlich mehr Ansprache durch die Tierpfleger, berichtet sagt Rasem Baban, Direktor im Tierpark Hellabrunn in München. Wenn er seine tägliche Runde durch den Tierpark drehe, guckten die Tiere verdutzt. «Sie freuen sich, wenn ein Besucher da ist.» Das sei für sie eine Bereicherung.

Die Zoos veröffentlichen jetzt im Internet Fotos und Videos von den Tieren. Hier finden Sie Fotos und Videos vom Zoo Augsburg, so vom Tierpark Hellabrunn.

Donnerstag, 2. April, 10.05 Uhr: Wie läuft Homeschooling im Allgäu?

Noch sind keine Ferien: Obwohl Schüler und Lehrer wegen der Coronakrise zuhause sind, geht der Unterricht weiter. Nicht im Klassenzimmer, sondern digital. Die Schüler sitzen zuhause vor Laptops oder Tablets, die Lehrer sprechen in Kamera und Mikrofon. Das funktioniert für alle sehr gut, heißt es von verschiedenen Schulen im Oberallgäu. Welche Erfahrungen Schüler und Lehrer gerade sammeln und auf welche Technik sie setzen, lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. April, 8.35 Uhr: Robert Koch-Institut: Fast 2000 neue Corona-Fälle in Bayern an einem Tag

Bayern ist weiterhin das Bundesland mit den meisten Corona-Fällen. Nach neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts sind Stand Donnerstagmorgen im Freistaat 18.496 Menschen an dem Virus erkrankt. Das sind 1999 mehr als am Tag zuvor - auch das ist der höchste Wert unter den Bundesländern. Insgesamt haben sich bisher 73.522 Deutsche mit dem Coronavirus infiziert, 872 davon sind gestorben.

Donnerstag, 2. April, 8.05 Uhr: Gestrandete Deutsche können Neuseeland verlassen

So viele Deutsche wie nirgendwo sonst sitzen derzeit in Neuseeland fest. Insgesamt 12.000 Menschen warten dort auf einen Rückflug nach Deutschland. Die Regierung des Landes hatte die Rückholflüge des Auswärtigen Amts jedoch überrachend gestoppt. Nun kündigte sie einen Plan an, der die "sichere und geordnete Ausreise" der Gestrandeten ab Freitag ermöglichten soll.

Donnerstag, 2. April, 6.48 Uhr: Handwerkskammerpräsident Rauch: "Spüre wieder mehr Wertschätzung für Arbeit"

Es ist einer der wenigen positiven Aspekte der Corona-Krise: "Die Menschen sehen jetzt übrigens sehr deutlich, wie wertvoll es ist, wenn Handel und Handwerk vor Ort funktionieren. Ich spüre jetzt wieder viel mehr Wertschätzung für eine Arbeit, die man noch vor kurzem als selbstverständlich angesehen hat", sagt Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer Schwaben im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung.

Für die Mitgliedsbetriebe der Kammer sei die Corona-Krise natürlich eine große Herausforderung: 2200 Friseur und Kosmetikbetriebe in Schwaben mussten ihren Betrieb laut Rauch komplett einstellen. Fotografen und Caterer bekommen kaum Aufträge , der Messebau liege komplett lahm und in der Baubranche fehle Material. Die Auszahlung Corona-Soforthilfen von Bund und Freistaat klappt laut Rauch "ganz gut". Das komplette Interview finden Sie hier.

Donnerstag, 2. April, 6.08 Uhr: Agrarministerin Klöckner bittet Bürger, bei der Ernte zu helfen

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung!

Wegen den Einreisebeschränkungen durch die Corona-Krise fehlen in der Landwirtschaft ausländische Saisonarbeiter. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appellierte deshalb an die Bürger, bei der Ernte zu helfen. „Es werden Helfer gebraucht“, sagte die CDU-Politikerin der Redaktion der Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung. Auf die gemeinsame Kampagne von Maschinenring und Ministerium hin haben sich laut Klöckner bisher mehr als 42.000 Menschen auf der Vermittlungsplattform www.daslandhilft.de gemeldet. Gebraucht werden aber 300.000 Erntehelfer.

Die Bundesregierung habe für die Erntehilfe unter anderem Hinzuverdienstgrenzen erweitert. Das Robert Koch-Institut soll laut Klöckner zudem Leitlinien für die Unterbringung und Hygiene der Erntearbeiter entwickeln, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten.

Mittwoch, 01. April, 22.15 Uhr: Gute Nacht!

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Donnerstag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

Mittwoch, 01. April, 21.45 Uhr: So organisieren die Kirchen im Allgäu Beerdigungen, Hochzeiten und Messen

Die Kirchen im Allgäu sind in der Corona-Krise besonders gefordert – Beerdigungen, Hochzeiten und Messen müssen neu organisiert werden. "Die Situation ist gerade bei Beerdigungen sehr dramatisch", sagt Dekan Thomas Hatosch von der Pfarrei St. Afra im Ostallgäuer Eggenthal. Nur 15 Menschen, der engste Familienkreis, dürfen an der Beisetzung aufgrund der Corona-Krise teilnehmen. Wie die Gemeinden damit umgehen und welche Angebote sie jetzt den Gläubigen im Allgäu machen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 01. April, 20.30 Uhr: Die wichtigsten Söder-Aussagen - Restaurants und Läden bleiben geschlossen - die Bilder dazu aus dem Allgäu

Nach der Schaltkonferenz der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel gab Ministerpräsident Markus Söder bekannt, dass alle Bundesländer die strikten Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen bis mindestens 19. April aufrechterhalten werden. Die Kernaussagen:

Große Einigkeit, die Maßnahmen überall bis Ende der Osterferien durchzuziehen. Keine Exit-Debatten - wichtig ist jetzt, Geduld zu haben. Nach Ostern neue Beratungen, wie es weiter geht. Das Datum 19. April heißt nicht, dass danach alles wieder so wird wie zuvor. Maßnahmen beginnen in Bayern aber langsam zu wirken. Große Sorge um Alten- und Pflegeheime - keine Neuaufnahmen in Heime mehr Nach wie vor großer Engpass bei Lieferung und Produktion von Atemschutzmasken private Schutzmaskenpflicht soll zunächst nicht kommen.

Die Bilder der geschlossenen Restaurants und Läden im Allgäu vom Dienstag:

Mittwoch, 01. April, 20.05 Uhr: Kein Klopapier - Allgäuer verwenden falsches Material und sorgen für verstopfte Leitungen

Wohl auch eine Folge der Corona-Krise: Die Oberallgäuer verwenden laut dem Abwasserverband Obere Iller beim Toilettengang zu viel falsches Material. Der Grund: Wer kein Klopapier bekommt, nutzt unter anderem Kosmetik- und Papiertaschentücher. Diese lösen sich aber lange nicht auf. Zu viel davon verstopft die Pumpwerke der Leitungen. Dies lasse sich dann nur in Handarbeit beseitigen.

Mittwoch, 01. April, 18.55 Uhr: Künftig bis zu 13.000 Corona-Tests täglich in Bayern

Bayern hat laut bayerischer Staatsregierung die Testkapazitäten im Kampf gegen die Corona-Pandemie massiv ausgebaut. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte am Mittwoch, dass die bayernweite Testkapazität auf etwa 13.000 Corona-Tests pro Tag steigen könne. Ziel sei es, schnell Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen und so weitere Infektionen einzudämmen.

Von den 13.000 Tests würden rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) entfallen. Die Laborkapazitäten sollen gezielt eingesetzt werden. Laut Huml sollten vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege bevorzugt getestet werden.

Nach Angaben des LGL gab es in Bayern bereits mehr als 110.000 Corona-Testungen. Davon seien rund 8,7 Prozent positiv gewesen.

Mittwoch, 01. April, 18.05 Uhr: Mund-Nasen-Schutz und Atem-Masken selbst basteln - Anleitung: So geht das

Atem-Masken oder Mund-Nasen-Schutze sind derzeit auch im Allgäu Mangelware. Viele Einrichtungen sind aber dringend auf sie angewiesen. allgaeu.life und die Allgäuer Zeitung erreichten viele Hilfsgesuche von Pflege-Einrichtungen, Lebenshilfe oder Altenheimen mit der Bitte: Spendet oder bastelt uns Masken zum Schutz unserer Mitarbeiter und Patienten/Bewohner vor Corona! Hier zeigen wir in einer großen Grafik, wie man einfach zuhause selbst Schutzmasken basteln und nähen kann. Für sich, seine Familie und die vielen Helfer im Allgäu.

Mittwoch, 01. April, 17.15 Uhr: Strikte Kontaktbeschränkungen in ganz Deutschland bis mindestens 19. April

Wie in Bayern müssen sich die Menschen auch in den anderen Bundesländern über Ostern auf strikte Kontaktbeschränkungen einstellen. Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktregeln wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger "bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren", heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Die Bürger werden demnach mit Blick auf Ostern und die in den Ländern anstehenden Osterferien aufgefordert, "generell auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten zu verzichten". Dies gelte auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge, heißt es in dem Papier weiter.

Die entsprechenden Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten. In fast allen Bundesländern enden an diesem Tag die Osterferien der Schüler. Ob es danach Lockerungen geben könne, sei vollkommen offen, wurde aus Teilnehmerkreisen betont. Für Bayern gelten entsprechende Beschlüsse bereits seit der vergangenen Woche.

Mittwoch, 01. April, 15 Uhr: Behörde meldet nun 638 Corona-Erkrankte im Allgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auch am Mittwoch aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 606 auf 638. Es bleibt bei 13 Todesopfern. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 32 Corona-Fälle, keine Toten. Kempten: 43 Fälle, zwei Tote. Memmingen: 29 Fälle, keine Toten. Landkreis Lindau: 131 Fälle, ein Toter. Oberallgäu: 99 Fälle, drei Tote. Ostallgäu: 171 Fälle, fünf Tote. Unterallgäu: 133 Fälle, zwei Tote.

Mittwoch, 1. April, 12.48 Uhr: Bayern zahlt Klinikmitarbeitern einen Verpflegungszuschuss

6,50 Euro Verpflegungszuschuss pro Tag zahlt der Freistaat Bayern den Mitarbeiter der Krankenhäuser, Universitäts- und Reha-Kliniken sowie Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Die Einrichtungen können die Anträge dafür ab heute per Mail an das Landesamt für Finanzen unter unter verpflegung-personal@lff.bayern.de stellen. Den Zuschuss gibt es für Ärzte und Pfeger, aber auch für Verwaltungspersonal und andere Berufsgruppen wie Ergotherapeuten und Reinigungspersonal.

"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern leisten täglich großartige Arbeit. Sie sind die, die Erkrankte versorgen, die Hoffnung hochhalten und sich bei ihrer Arbeit selbst der Gefahr einer Ansteckung aussetzen", sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker. Der Verpflegungszuschuss sei ein Zeichen der Dankbarkeit für diesen Einsatz.

Mittwoch, 1. April, 10.42 Uhr: Einzelhandel verzeichnet großes Plus

Wegen der Coronakrise haben die deutschen Einzelhändler im Februar deutlich mehr Waren umgesetzt als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Vor allem Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren gingen vermehrt über die Ladentheken. In diesem Bereich setzten die Einzelhändler real (preisbereinigt) 7,8 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 10,6 Prozent mehr um als im Februar 2019 - der allerdings auch einen Verkaufstag weniger hatte.

Der Umsatz von Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten lag real 8,3 Prozent und nominal 11,1 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Das seien deutlich höhere Veränderungsraten als in den vergangenen fünf Jahren, teilt das Bundesamt mit.

Einen recht deutlichen Einfluss der aufziehenden Krisensituation zeigt laut Bundesamt auch der Umsatzanstieg der Apotheken beziehungsweise des Einzelhandels mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten um real 6,6 und nominal 7,8 Prozent.

Mittwoch, 1. April, 10.02 Uhr: 67.366 Menschen in Deutschland erkrankt

Das Robert Koch-Institut hat die Fallzahlen für Deutschland aktualisiert. Demnach sind mittlerweile 67.366 Menschen an dem Virus erkrankt. Am meisten Neuerkrankungen im Vergleich zum Vortag gab es in Bayern mit 1.687 auf insgesamt 16.497. In Deutschland sind laut RKI bisher 732 Frauen und Männer an dem Virus gestorben.

Mittwoch, 1. April, 9.04 Uhr: Mutmacherlied von Allgäuer Autor Robert Domes

Verrückte Zeiten brauchen kreative Antworten: Das dachte sich Autor Robert Domes („Nebel im August“) aus Irsee (Ostallgäu) und hat mit seiner Frau Simone Schatz (Schauspielerin und Yogalehrerin) ein Mutmacherlied in der Corona-Krise aufgenommen. „We stand up when we fall“ heißt der Song, der jetzt auf Youtube veröffentlicht wurde.

Ursprünglich hatte Domes das Lied zu seiner Hochzeit vor fünf Jahren geschrieben – „weil wir immer aufstehen, wenn wir hinfallen. Und weil wir gelernt haben, dass Liebe alles ist, was zählt“, sagt er. Da diese Botschaft gerade jetzt in der Corona-Krise auch so wichtig ist, hat er das Lied nochmal etwas umgetextet. „Es soll für alle sein, die jetzt ratlos, hilflos, ängstlich, sorgenvoll und überfordert sind. Es soll ihnen – und uns allen – Mut machen und Hoffnung geben: Wir werden wieder aufstehen. Liebe ist alles was zählt“, schreibt der Autor.

Mittwoch, 1. April, 7.11 Uhr: Weißes Haus befürchtet bis zu 240.000 Tote in den USA

Die USA sind derzeit das Land mit den meisten bestätigten Corona-Fällen. US-Präsident Donald Trump hat seine Landsleute nun auf schwere Zeiten eingestellt. Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA durch das Coronavirus - trotz Maßnahmen zur Eindämmung. Laut Johns Hopkins Universität gibt es in dem Land bereits 189.600 Erkrankte und etwas mehr als 400 Tote durch das Virus.

Mittwoch, 1. April, 6.44 Uhr: 3.700 Allgäuer Unternehmen melden Kurzarbeit an

Etwa 3.700 Betriebe im bayerischen Teil des Allgäus haben wegen der Corona-Krise Kurzarbeit beantragt. Das teilte Maria Amtmann, die Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, mit. Zum Vergleich: Während der Finanz- und Wirtschaftskrise hatten auf dem Höhepunkt im Mai 2009 fast 500 Betriebe im Allgäu für knapp 15.000 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld aus konjunkturellen Gründen erhalten. Wieso sich diese Ereignisse noch nicht in der Statstik wiederfinden und die Zahl der Arbeitslosen im Allgäu zuletzt sogar unter die Marke von 10.000 Menschen gefallen ist, lesen Sie hier.

Mittwoch, 1. April, 6.06 Uhr: Rotes Kreuz bietet Einkaufsservice in Kempten und dem Oberallgäu an

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung!

Beginnen wir den Tag mit einer guten Nachricht für alle, die in Kempten und dem Oberallgäu wegen des Coronavirus in häuslicher Quarantäne sind und ihre Wohnungen nicht verlassen können und wollen, da sie zur Risikogruppe gehören: Der Kreisverband Kempten/Oberallgäu des Roten Kreuzes bietet für diese Menschen nun einen Einkaufsservice an. Anhand einer vorgegebenen Einkaufsliste besorgen die Helfer die wichtigsten Dinge und bringen sie zu den Frauen und Männern nach Hause. Die Waren müssen bezahlt werden, die Lieferung erfolgt kostenlos. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0831/52292-799 melden. Wer in diesen schwierigen Zeiten selbst helfen will oder Hilfe braucht, ist zudem auf der Facebook-Seite Alle fürs Allgäu richtig.

Die Mitglieder des Roten Kreuzes halten Angebote wie Wärmestube, Übernachtungsstelle, Hausnotruf, Fahrdienst, Menüservice, Blutspende-Aktionen und natürlich den Rettungsdienst auch in der Corona-Krise am Leben. Dabei kommt es allerdings zu Einschränkungen. So erfolgt die Essensausgabe in der Kemptener Wärmestube nur noch täglich zwischen 12 und 13 Uhr an der Tür. Komplett geschlossen haben die Tafelläden. Ersatzweise hat das BRK einen Lieferservice für Notfälle eingerichtet. In der Übernachtungsstelle steht nur noch ein Schlafplatz pro Zimmer zur Verfügung.

Damit die Mitglieder des Hilfsdienstes all diese Angebote auch in Zukunft stemmen können, bittet die stellvertretende BRK-Pressesprecherin Ines Brutscher darum, dem Rettungsdienst immer mitzuteilen, wenn man selbst an Corona erkrankt ist, in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu einem Infizierten hatte. "Dann legen unsere Mitarbeiter Schutzkleidung an. Niemand möchte sich vorstellen, was passiert, wenn der Großteil der Rettungsdienstler selbst erkranken würde", sagt sie.

Dienstag, 31. März, 22.05 Uhr: Das ist am Dienstag passiert

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Mittwoch ab ca. 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

Dienstag, 31. März, 20.55 Uhr: Allgäuer Brauereien mit massiven Einbußen in der Corona-Krise - so reagiert man in Meckatz und Kaufbeuren

Die Allgäuer und bayerischen Brauereien spüren die Auswirkungen der Corona-Krise mit voller Wucht. Seit Anfang März sei der Export von Bayerischem Bier aufgrund der nationalen Abschottungsmaßnahmen nahezu zusammengebrochen, teilt der Bayerische Brauerbund mit. Weil Volksfeste und Feierlichkeiten bis in den Sommer hinein verboten sind, sei vor allem mittelständischen Brauereien ein weiteren Absatzschwerpunkt weggebrochen. Und drittens: "Existenzbedrohend" sei die Schließung der Gastronomie für mindestens drei weitere Wochen in Bayern: Einerseits hätten gerade kleinere Brauereien oft eigene Gastronomiebetriebe, andererseits würden die Brauereien um ihre Wirte bangen.

Was also tun? Einen möglichen Lösungsansatz liefert Michael Weiß, Chef der Meckatzer Brauerei aus dem Westallgäu. Er greift seinen Wirten mit einen Solidaritätspakt unter die Arme. Wie der genau aussieht, erklärt er hier im Interview.

Um Kurzarbeit für die Mitarbeiter kommt man in Meckatz aber ebensowenig herum wie bei der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Auch dort gilt dies ab dem morgigen 1. April - zum ersten Mal in der ABK-Geschichte, wie einer der Geschäftsführer, Gottfried Csauth, erklärt.

Dienstag, 31. März, 20.10 Uhr: In Kambodscha gestrandete Allgäuerinnen wieder zurück in der Heimat

Die sechs in Phnom Penh gestrandeten Allgäuerinnen sind mit einem Sonderflugzeug des Auswärtigen Amtes zurück nach Deutschland gebracht worden. Alles dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 31. März, 19.45 Uhr: Flughafen Memmingen - Allgäu Airport schließt zwei Wochen für regulären Betrieb

Der Memminger Flughafen wird ab 5. April zwei Wochen lang für den regulären Flugbetrieb geschlossen. Starts und Landungen können dann nur noch nach vorheriger Anmeldung stattfinden. Auch das Terminalgebäude wird in dieser Zeit geschlossen sein.

Wegen der Corona-Krise sind die Passagierzahlen am Airport zuletzt drastisch gesunken. „Im März mussten wir einen Rückgang um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid. Bei den Starts und Landungen liegt das Minus bei 33 Prozent.

Da die meisten Fluggesellschaften ihre Maschinen am Boden lassen, kommt nun auch der Linienflugverkehr zum Erliegen. Ab 5. April können Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge, Organtransporte oder Flüge von Businessjets nur stattfinden, wenn sie vorher angemeldet wurden.

Wie Airport-Chef Ralf Schmidt die Lage einschätzt und ob Corona schon die Existenz des Flughafens Memmingen gefährdert, lesen Sie hier.

Dienstag, 31. März, 19.05 Uhr: Bildergalerie - Allgäu im Stillstand: Eine Corona-Rundreise durchs Land

Woche 2 der Ausgangsbeschränkungen in Bayern und im Allgäu. Unser Fotograf Ralf Lienert zeigt, was im Gäu los ist - oder besser: nicht los ist.

Dienstag, 31. März, 18.10 Uhr: Rotes Kreuz bittet: Geht weiter Blutspenden - trotz Corona!

Gleich zu Beginn der Corona-Krise appellierte das Bayerische Rote Kreuz (BRK), auch in der aktuellen Situation zum Blutspenden zu gehen. Denn: Es gab spürbare Rückgänge beim Blutspendeaufkommen, die dank einer großen Welle der Solidarität kompensiert werden konnten. Zwar könne man aktuell den täglichen Bedarf an benötigten Blutkonserven decken, doch die Lage sei dynamisch. Deshalb bittet das BRK: Geht weiterhin zum Blutspenden - trotz Corona!

Blutspendetermine würden nicht unter die Ausgangsbeschränkungen oder das Veranstaltungsverbot fallen. Es bestünde dabei keine erhöhte Ansteckungsgefahr. "Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Helfer. Wer gesund und fit ist, kann und sollte auf die kommenden Wochen verteilt Blut spenden", heißt es.

Alle Termine und Orte zum Blutspenden im Allgäu kann man hier herausfinden.

Ein großer Teil der Blutpräparate werde beispielsweise im Rahmen der Krebstherapie benötigt. Hinzu kämen weitere, akute Eingriffe wie beispielsweise Transplantationen und die Versorgung Verunfallter, die auch in der derzeitigen Situation keinen Aufschub dulden, so das BRK abschließend.

Dienstag, 31. März, 16.30 Uhr: Behörde meldet insgesamt 13 Corona-Tote im Allgäu

13 Tote, 606 Erkrankte: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auch am Dienstag neue Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 32 Corona-Fälle, keine Toten. Kempten: 42 Fälle, zwei Tote. Memmingen: 29 Fälle, keine Toten. Landkreis Lindau: 128 Fälle, ein Toter. Oberallgäu: 96 Fälle, drei Tote. Ostallgäu: 156 Fälle, fünf Tote. Unterallgäu: 123 Fälle, zwei Tote.

Dienstag, 31. März, 15.50 Uhr: Corona-Soforthilfen beantragen: Wie geht das, wo kann ich es tun und wie viel Geld gibt's vom Staat?

Selbstständige und Unternehmer können die Corona-Soforthilfen von Bund und Freistaat nun online beantragen. Ein entsprechendes Formular kann auf der Seite des bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgefüllt und abgeschickt werden.

Eine Übersicht, wie viel Geld Unternehmen dort beantragen können und was sie dabei beachten müssen, finden Sie hier.

Dienstag, 31. März, 15.20 Uhr: Jahrmarkt und Händlermarkt in Kempten fallen aus

Wie der Kempten Messe- & Veranstaltungsbetrieb mitteilt, fallen rund um Himmelfahrt der Händlermarkt (20. bis 22. Mai) und der Jahrmarkt auf dem Königsplatz (15. bis 24. Mai) aufgrund der Corona-Krise aus. Das hat die Stadt Kempten in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden beschlossen.

Dienstag, 31. März, 13.02 Uhr: Söder: Bayern-Fonds mit 60 Milliarden Euro soll Firmen und Arbeitsplätze retten

Ministerpräsident Markus Söder hat weitere Unterstützungen für die bayerische Wirtschaft angekündigt. “Das Motto ist: Überbrücken, überleben und dann wieder voll durchstarten”, sagte er auf einer Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Dienstagmittag. Konkret kündigte Söder neben Soforthilfen und Steuerstundungen an, den Bayern-Fonds auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Dieser Rettungsschirm sei nun offiziell beschlossen worden. Das Geld soll für Beteiligungen (20 Milliarden) und Bürgschaften (40 Milliarden) genutzt werden.

Beteiligungen gibt es laut Söder für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern und mit 50 Millionen Euro Umsatz durch den Bund, bei Firmen ab 50 Mitarbeitern und zehn Millionen Euro Umsatz durch den Freistaat. Söder und Scholz betonten, dass die Maßnahmen von Bund und Freistaat eng verzahnt seien.

Dienstag, 31. März, 10.23 Uhr: Landrat Weirather setzt Dr. Max Kaplan als Versorgungsarzt im Unterallgäu ein

Er soll alle notwendigen Maßnahmen treffen, um die ärztliche Grundversorgung und die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung im Katastrophenfall aufrecht zu erhalten. Die Rede ist von einem Versorgungsarzt. Am Montag kündigte Ministerpräsident Markus Söder an, dass es einen solchen künftig in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns geben wird. Im Unterallgäu hat Landrat Hans-Joachim Weirather nun Dr. Max Kaplan aus Pfaffenhausen dazu ernannt. Das teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit. Der Mediziner arbeitet eng mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises zusammen und hat einen Arbeitsplatz im Landratsamt bekommen.

Um die niedergelassenen Ärzte in der Corona-Krise zu entlasten, soll in den kommenden Tagen mit Kaplans Hilfe eine Infektpraxis in Mindelheim eingerichtet werden. Außerdem sollen die Unterallgäuer Arztpraxen mit einem ersten Paket an Schutzanzügen und Atemschutzmasken versorgt werden. „Die erste Aufgabe ist, die Versorgung unserer Patienten auch in Pandemiezeiten sicherzustellen“, betont der neue Versorgungsarzt.

Max Kaplan arbeitete bis zum Jahr 2015 drei Jahrzehnte als Hausarzt in Pfaffenhausen und war 15 Jahre als Notarzt tätig. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Memmingen-Mindelheim und Präsident der Bayerischen Landesärztekammer sowie Vizepräsident der Bundesärztekammer.

Dienstag, 31. März, 9.12 Uhr: Pandemie könnte im Juni ihren Höhepunkt in Deutschland erreichen

Deutschland könnte im Juni den Höhepunkt der Corona-Pandemie erleben, wenn die derzeit bestehenden Maßnahmen nach Ostern aufgehoben werden. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Hamburg, die den Verlauf der Krankheitswelle modelliert haben. Demnach wären Anfang Juni etwa 1,3 Millionen Deutsche an dem neuartigen Virus erkrankt. Anschließend würden die Fallzahlen sinken und im August gegen Null gehen.

Die Berechnungen der Wissenschaftler ergaben zudem: Falls die Regierung die Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte bis Mitte Juni verlängert, verschieben sich Höhepunkt und Ende der Pandemie um etwa einen Monat nach hinten. Anfang Juli wären dann etwa 1,2 Millionen Menschen erkrankt. Grundlage für die Berechnung waren Daten des Robert-Koch-Instituts.

In einem weiteren Modell berechneten die Forscher den Verlauf in Deutschland anhand der Daten aus der chinesischen Provinz Hubei. Diese Fallzahlen seien jedoch mit starker Unsicherheit behaftet, sagte Prof. Dr. Klaus Wälde von der Universität Mainz. Nach diesem Modell wird der Höhepunkt der Pandemie in Deutschland sowohl bei einer Aufhebung als auch einer Verlängerung der Kontaktverbote mit rund 200.000 beziehungsweise 120.000 gleichzeitig Erkrankten im Mai erreicht werden. "Auch das Zutreffen dieses optimistischen Szenarios würde unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stellen", sagte Wälde.

Dienstag, 31. März, 8.39 Uhr: Söder fordert nationale Notfallproduktion von Schutzmasken

Ministerpräsident Markus Söder hat eine "nationale Notfallproduktion" von Schutzmasken gefordert. Man brauche dringend hochwertige Masken für das Personal in Krankenhäusern, Altersheimen und Arztpraxen, sagte er am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. Deshalb müsse die deutsche Wirtschaft jetzt auf eine "nationale Notfallproduktion" umstellen.

Eine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten - wie sie in Österreich voraussichtlich ab Mittwoch gilt - ist laut Söder bisher nicht geplant. Zunächst sei es wichtig, über die Beschaffung von Masken zu reden - und nicht über eine Pflicht, sagte Söder.

Dienstag, 31. März, 6.38 Uhr: Drei Mutmacher-Nachrichten aus dem Allgäu

Das Coronavirus beschäftigt uns alle. Doch inmitten der Sorge gibt es immer wieder Lichtblicke. Auch im Allgäu. Wir haben drei positive Meldungen zusammengetragen: Dank an Menschen in Pflegeberufen: Die Leistungen von Mitarbeitern in Kliniken und Pflegeheimen werden in diesen Tagen besonders anerkannt. So motivieren beispielsweise Eishockey-Fans in Memmingen und in Kaufbeuren mit Dankes-Plakaten vor den jeweiligen Kliniken das Pflegepersonal. Aktionen, die eine breite Zustimmung finden. Klinikverbund Allgäu sieht sich "sehr gut" aufgestellt: Das sagt Professor Dr. Christian Schumann, Lungenfacharzt und Chef der Pneumologie in Kempten und in Immenstadt. Wie er seine optimistische Einschätzung begründet, lesen Sie hier. Solidarität mit Allgäuer Musikern: Musiker trifft das Auftrittsverbot besonders hart. Ihnen entgehen teils fest eingeplante Einnahmen. Um ihnen zu helfen, hat Musik-Fan Sebastian Kern eine besondere Aktion gestartet. Er erstellte eine Playlist mit Sound aus dem Allgäu für Spotify und iTurnes zusammen. Wie Sie mit einem einfachen Klick Musiker aus der Region unterstützen können, lesen Sie hier.

Dienstag, 31. März, 6.12 Uhr: Trump will Einreisestopp für Menschen aus Europa verlängern

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung.

Die USA wollen den Einreisestopp für Menschen aus Europa verlängern. Das sagte Präsident Donald Trump. Bisher war dieser auf einen Monat begrenzt und sollte Mitte April auslaufen. Bis wann der Einreisestopp nun verlängert wird, blieb unklar. Nach Zahlen der John Hopkins Universität gibt es in den USA mittlerweile doppelt so viele Erkrankungen wie in China. Stand Montagmorgen haben sich demnach 164.274 Amerikaner mit dem Virus infiziert. 3.164 Menschen sind bisher daran gestorben.

Montag, 30. März, 22 Uhr: Das ist am Montag passiert

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Dienstag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

Montag, 30. März, 20.10 Uhr: 14 Infizierte in Ostallgäuer Senioren- und Pflegeheim

Im Senioren- und Pflegeheim Waal im Ostallgäu sind fünf Bewohner und neun Mitarbeiter am neuartigen Coronavirus erkrankt. Das teilt das Landratsamt in Marktoberdorf mit.

Die Heimleitung habe in enger Absprache mit dem Landkreis Ostallgäu als Träger der Einrichtung und dem Gesundheitsamt den Notfallplan umgesetzt und die erkrankten Bewohner isoliert. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die weiteren Bewohner und Mitarbeiter werden nun umgehend getestet.

Die Pflege der Bewohner ist mit dem verbleibenden Personal sichergestellt, die Erkrankten werden über eine Schleuse durch Pflegepersonal in Schutzausrüstung versorgt.

Montag, 30. März, 18.30 Uhr: Kemptener Jazzfrühling 2020 abgesagt - nächstes Festival findet 2021 statt

Der Kemptener Jazzfrühling wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Kleinkunstverein „Klecks“ hat das neuntägige Festival von 25. April bis 3. Mai gestern absagen müssen, da die Stadt die Genehmigung verweigert. „Aufgrund der schnellen weltweiten Verbreitung des Coronavirus kann zum aktuellen Zeitpunkt über die Entwicklung der Krankheit bis zum Beginn Ihrer Veranstaltung noch keine verbindliche Prognose getroffen werden“, teilte das Ordnungsamt dem Verein mit. Mit der Verlängerung des Veranstaltungsverbots über den 19. April hinaus sei zu rechnen.

Eine Verschiebung des Jazzfrühlings wird es nicht geben, teilt Andreas Schütz vom Organisationsteam mit. Das sei aus finanziellen und logistischen Gründen nicht möglich. Das Festival werde deshalb erst wieder im Frühling 2021 stattfinden. Dann sollen auch viele der Bands, die jetzt hätten spielen sollen, auftreten.

Der „Klecks“ bedauert die Absage des Jazzfrühlings, hält die Entscheidung der Stadt aber für richtig. „Ein Festival in der Größenordnung könnte im Moment nicht stattfinden.“ Bereits gekaufte Karten werden ausnahmslos zurückgenommen, teilt der Veranstalter mit. (kpm)

Montag, 30. März, 17.35 Uhr: Große Resonanz von Unternehmen auf Spendenaufruf wegen Schutzausrüstung

Am Freitag baten die Stadt Memmingen, das Klinikum Memmingen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben die heimische Wirtschaft eindringlich darum, vorrätige Schutzausrüstungen zu spenden. In nur drei Tagen haben sich nun rund 50 Unternehmen und Betriebe gemeldet. „Die Resonanz ist großartig. Jede einzelne Atemschutzmaske, jeder Schutzkittel und jedes Paar Einmalhandschuhe zählen! Wir danken den Unternehmerinnen und Unternehmern von ganzem Herzen“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder in einer Mitteilung.

Die Schutzausrüstungen werden für das Klinikum Memmingen, für Senioren- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und das örtliche Gesundheitsamt benötigt. Firmen, die etwas spenden möchten, können sich an das Amt für Brand- und Katastrophenschutz Memmingen wenden per E-Mail an sandra.schneider@memmingen.de oder unter der Telefonnummer 08331/ 850-390.

Montag, 30. März, 16.40 Uhr: Senior spuckt in Warenregal - Corona-Test negativ

Ein Vorfall, über den wir hier am Wochenende berichteten, machte viele sprachlos: In einem Supermarkt in Bodolz im Landkreis Lindau will eine Frau beobachtet haben, wie ein Senior in ein Warenregal spuckte. Die Polizei wurde verständigt, der Markt musste aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen den restlichen Tag schließen. Bei dem Mann wurde ein Test angeordnet, dessen Ergebnis nun vorliegt: Er ist nicht infiziert. Hintergründe über die Motive des Mannes gibt es noch nicht.

Montag, 30. März, 15.55 Uhr: Aiwanger: Bayern stockt Soforthilfen auf - Online-Antragsformular geplant.

Unternehmer können ab Dienstagnachmittag (31. März) die Corona-Soforthilfen von Bund und Freistaat online beantragen. Das gab das bayerische Wirtschaftsministerium nun bekannt. Demnach erhalten "Soloselbständige, Freiberufler und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu zehn Beschäftigten" Geld vom Bund, falls sie durch die Corona-Krise ihre Rechnungen nicht bezahlen können.

Firmen mit mehr als zehn Mitarbeitern hilft der Freistaat aus - und das mit mehr Geld als bisher geplant. Maximal 30.000 Euro erhalten Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, bisher lag der Höchstbetrag bei 15.000 Euro. Unternehmen bis 250 Mitarbeiter erhalten statt 30.000 nun bis zu 50.000 Euro.

Sowohl die Soforthilfen des Bundes, als auch auf die des Freistaats sollen Unternehmer ab Dienstagnachmittag auf der Website des bayerischen Wirtschaftsministeriums online beantragen können. Das Ministerium weißt darauf hin, dass die Soforthilfen eine Überbrückung für kleinere Betriebe und Freiberufler ist, die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzielle Notlage geraten sind. Wer das Geld beantragt, ohne diese Voraussetzungen zu erfüllen, betrüge und riskiere damit eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Montag, 30. März, 14.33 Uhr: Mittlerweile zehn Corona-Tote im Allgäu

Zehn Tote, 576 Erkrankte: Das Landesamt für Gesundheit hat neue Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. Demnach wurden 51 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet. Im Ostallgäu starb ein Mensch an der Krankheit. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 31 Corona-Fälle (einer mehr als am Vortag), keine Toten. Kempten: 40 Fälle (+3), zwei Tote. Landkreis Lindau: 120 Fälle (+18), ein Toter. Memmingen: 27 Fälle (+1), keine Toten. Oberallgäu: 90 Fälle (+4), ein Toter. Ostallgäu: 149 (+16), vier Tote (+1). Unterallgäu: 119 (+9), zwei Tote.

Montag, 30. März, 13.05 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Bayern verlängert

Die Ausgangsbeschränkungen im Freistaat werden bis zum 19. April verlängert. Das hat der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder angekündigt. "Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst", sagt der bei einer Pressekonfernz in der Staatskanzlei. Es sei "keine Zeit für den vorzeitigen Exit. Wir verlängern die Maßnahmen bis zum 19. April. Es gibt keine Verschärfung." 133 Todesfälle gibt es in Bayern nach aktuellem Stand. "Jeder davon tut unglaublich weh", sagte Söder.

Laut Söder zeigen die Maßnahmen bereits leichte Erfolge. “Die Kurve der Infektionen flacht etwas ab”, sagte er. Vorher habe sich die Zahl der Erkrankten etwa alle 2,8 Tage verdoppelt, nun nur noch etwa alle fünf Tage. “Wir hätten ohne die Maßnahmen 5.000 Fälle mehr” , sagte Söder.

Parallel dazu werde das Gesundheitssystem “mit Hochdruck weiter hochgefahren”, sagte Söder. Das geschehe etwa durch insgesamt 26 Hilfskrankenhäuser. Dabei handele es sich vor allem um ehemalige Krankenhäuser, die bei Bedarf reaktiviert werden. In jedem Landkreis gibt es außerdem künftig einen Versorgungsarzt, der Ansprechpartner für die dortigen Praxen und Ärzte ist.

Montag, 30. März, 11.54 Uhr: Wirtschaftsweisen: Deutsche Volkswirtschaft wird deutlich schrumpfen

Deutschland rutscht im ersten Halbjahr 2020 wohl in eine Rezession. Zu diesem Ergebnis kommt ein Sondergutachten, das die sogenannten Wirtschaftsweisen vergangene Woche der Bundesregierung vorgelegt und nun veröffentlicht haben. Die Experten haben darin drei Szenarien festgelegt. Diese unterscheiden sich darin, wie lange und in welchem Ausmaß die Beschränkungen anhalten. “In allen drei Szenarien beendet die Ausbreitung des Coronavirus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt”, heißt es in dem Gutachten.

Im Basisszenario, laut den Wirtschaftsweisen das aktuell wahrscheinlichste der drei, sinkt das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 2,8 Prozent. Im Jahr darauf wachse das BIP wieder um 3,7 Prozent. Wenn die Maßnahmen allerdings den Sommer über andauern, rechnen die Wirtschaftsweisen mit einem Einbruch um 5,4 oder 4,5 Prozent. Je nachdem, wie schnell sich die Wirtschaft wieder erholt.

Montag, 30. März, 9.32 Uhr: Ein Viertel aller Industrieunternehmen erwartet Kurzarbeit

Mehr als ein Viertel der deutschen Industrieunternehmen rechnet damit, in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit beantragen zu müssen. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts hervor. Demnach erwarten insgesamt 25,6 Prozent der Firmen Kurzarbeit. Das ist der höchste Stand seit 2010. Besonders betroffen sind demnach die Branchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33) und Elektro (32). Die meisten Firmen antworteten bis Mitte März auf die Umfrage des Instituts. Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie sei in diesen Zahlen damit noch nicht berücksichtigt, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Konjunkturumfrage. Kaum Kurzarbeit erwarten die Chemie- (14 Prozent) und die Ernährungsindustrie (6).

Montag, 30. März, 8.43 Uhr: Kommentar: Politik darf sich nicht nur mit Virus beschäftigen

Ja, die Corona-Krise bestimmt derzeit das politische Leben in Deutschland. Plenarsitzungen des Bundestags fallen aus, Regierung und Ministerien haben ihre Arbeitskraft heruntergefahren. Die Krankheit darf aber nicht das einzige Thema sein, warnt Stefan Lange von der Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung in einem Kommentar. “Kann in der Innenpolitik ein Thema wie die Wasserstoffstrategie wegen Corona warten?”, fragt er etwa. Eine Wasserstoffwirtschaft könnte schließlich für bis zu einer halben Million neuer Arbeitskräfte sorgen - was angesichts der zu erwartenden Konjunkturdelle ein erfreulicher Zuwachs wäre, schreibt Lange. Den ganzen Kommentar lesen Sie hier.

Montag, 30. März, 6.48 Uhr: Experte warnt vor "überschießenden Handlungen"

Der Epidemie-Experte Gerard Krause warnt davor, mit extremen Abwehrmaßnahmen der Gesellschaft insgesamt zu schaden. "Man muss aufpassen, dass man aus Ohnmacht vor dieser Situation nicht überschießende Handlungen vornimmt, die möglicherweise mehr Schaden anrichten können als die Infektion selbst", sagt der Abteilungsleiter Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung dem ZDF. "Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschränkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung", erklärt Krause.

Montag, 30. März, 6.25 Uhr: Trump erwartet mindestens 100.000 Corona-Tote in den USA

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

die Corona-Krise hält die Welt auch zum Wochenbeginn in Atem. In den Vereinigten Staaten sind die Sorgen derzeit besonders groß. US-Präsident Donald Trump rechnet damit, dass mindestens 100.000 Amerikaner ihr Leben durch das neuartige Coronavirus verlieren werden. Diese Hochrechnung gab er bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses bekannt. Er sprach von einer "furchtbaren Zahl." Zugleich kündigte er eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen an. Die bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur "sozialen Distanzierung" gelten nun bis zum 30. April.

 

<< Alle Entwicklungen von 23. bis 29. März lesen Sie hier, in Teil 4, des Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 16. bis 22. März lesen Sie hier, in Teil 3, des Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 9. bis 15. März lesen Sie hier, in Teil 2, des Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>