Flughafen Memmingen

Corona-Verlegungsflüge der Luftwaffe starten am Allgäu Airport

Die "Fliegende Intensivstation" der Bundeswehr: Mit dieser Maschine sollen die ersten Corona-Intensivpatienten nach Nordrhein-Westfalen verlegt werden - weil im Freistaat nicht mehr genügend Platz für solche Intensivpatienten ist.

Die "Fliegende Intensivstation" der Bundeswehr: Mit dieser Maschine sollen die ersten Corona-Intensivpatienten nach Nordrhein-Westfalen verlegt werden - weil im Freistaat nicht mehr genügend Platz für solche Intensivpatienten ist.

Bild: Kevin Schrief

Die "Fliegende Intensivstation" der Bundeswehr: Mit dieser Maschine sollen die ersten Corona-Intensivpatienten nach Nordrhein-Westfalen verlegt werden - weil im Freistaat nicht mehr genügend Platz für solche Intensivpatienten ist.

Bild: Kevin Schrief

Ab heute sollen vom Flughafen Memmingen aus Corona-Intensivpatienten nach NRW verlegt werden. Dann im Einsatz: die fliegende Intensivstation der Bundeswehr.
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dpa
26.11.2021 | Stand: 11:06 Uhr

Die Bundeswehr bereitet einen Start von Luftwaffenflügen zur Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie von Freitag an vor. Auf dem Tisch liegen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Planungen, die einen Lufttransport vom bayrischen Flughafen Memmingen nach Nordrhein-Westfalen vorsehen. Geplant ist eine Landung auf dem Flughafen Münster-Osnabrück.

Es wäre nicht das erste Mal, dass die "Fliegende Intensivstation" den Flughafen Memmingen anfliegt. Bereits im Oktober 2020 landete der A310 Medevac in Memmingerberg. An Bord des Airbus befanden sich acht schwer verletzte ukrainische Soldaten, die zur weiteren Behandlung ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht wurden.

Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen eingesetzt werden, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Über die Details des Einsatzes der Luftwaffe soll erst am Freitag endgültig entschieden werden.

Luftwaffe hält zwei Flugzeuge bereit

Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine "fliegende Intensivstation" mit sechs dieser Behandlungsplätze, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH ("offener Himmel"). In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden. In Wunstorf (Niedersachsen) ist zudem ein A400M MedEvac stationiert.

Bilderstrecke

Airbus A320 Medevac: Das ist die "Fliegende Intensivstation" der Bundeswehr

Nur Corona-Patienten werden verlegt

Im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems sollen Covid-19-Patienten auch bundesweit verteilt werden können, wenn in einzelnen Regionen der Kollaps von Krankenhäusern droht. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut eines Kriterienkatalogs der Intensivmedizinervereinigung Divi nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das Konzept war im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen worden.

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