Corona-Tests in Bayern

CSU-Vize und Landrat kritisiert Corona-Teststrategie - Holetschek sieht Bayern "auf einem guten Stand"

Der Unterallgäuer Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek gibt dem Augsburger Landrat Martin Sailer mit seiner Kritik an der bayerischen Corona-Teststrategie teilweise Recht - verteidigt aber auch die Arbeit der Gesundheitsämter.

Der Unterallgäuer Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek gibt dem Augsburger Landrat Martin Sailer mit seiner Kritik an der bayerischen Corona-Teststrategie teilweise Recht - verteidigt aber auch die Arbeit der Gesundheitsämter.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Der Unterallgäuer Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek gibt dem Augsburger Landrat Martin Sailer mit seiner Kritik an der bayerischen Corona-Teststrategie teilweise Recht - verteidigt aber auch die Arbeit der Gesundheitsämter.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Der CSU-Vize Martin Sailer kritisiert die bayerische Corona-Teststrategie. Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek lobt hingegen die Gesundheitsämter.
Der Unterallgäuer Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek gibt dem Augsburger Landrat Martin Sailer mit seiner Kritik an der bayerischen Corona-Teststrategie teilweise Recht - verteidigt aber auch die Arbeit der Gesundheitsämter.
dpa
23.09.2020 | Stand: 19:15 Uhr

Der Augsburger Landrat und CSU-Vize Martin Sailer hat die Staatsregierung im Zusammenhang mit der Corona-Teststrategie kritisiert.

"Binnen weniger Tage mussten in jedem Landkreis Testzentren aus dem Boden gestampft werden, ohne dass vorab abgeklärt wurde, ob genug Personal, genug Laborkapazitäten oder genug qualifizierte private Betreiber zur Verfügung stehen", schrieb Sailer, der auch stellvertretender CSU-Vorsitzender und Bezirkstagspräsident ist, nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks in einer E-Mail an den Freie Wähler-Abgeordneten Fabian Mehring, parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion im Landtag. (Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona im Allgäu, Bayern und der Welt laufend in unserem Newsblog)

36-Stunden-Frist für Corona-Testergebnisse: Sailer kritisiert unhaltbare Versprechen

Das Schreiben liege dem BR vor, berichtete der Sender am Mittwochmorgen. Darin sei die Rede von "Versprechungen von Seiten der Landespolitik, die oft schlicht nicht haltbar" seien. "Gerade die von Ihrer Regierungskoalition vorgegebene 36-Stunden-Frist erweist sich als oft nicht haltbar - nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Testzentren und bei in Arztpraxen durchgeführten Tests, wo Bürger oft vier bis fünf Tage auf ihr Testergebnis warten müssen", schrieb Sailer an Mehring.

Die E-Mail war dem Bericht zufolge eine Reaktion auf eine Beschwerde von Fabian Mehring, weil die Übermittlung der Ergebnisse von der kommunalen Teststation im Landkreis Augsburg deutlich länger als die versprochenen drei Tage dauerte.

Holetschek lobt Gesundheitsämter - Bayern auf "gutem Stand"

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) attestierte den Gesundheitsämtern im Kampf gegen die Pandemie dagegen "wirklich gute Arbeit". Sie seien dabei oft an ihre Grenzen gestoßen. Sailer und seine Amtskollegen thematisierten diese täglichen Herausforderungen zu Recht. Das Kabinett prüfe deshalb zusätzlich zum Bundesprogramm eine weitere Unterstützung durch den Freistaat.

Zudem sei es richtig, dass Befunde von Corona-Tests so schnell wie möglich übermittelt werden sollten. Allerdings sei Bayern hier auf einem guten Stand.