Weihnachts-Umfrage in KE

"Da wurde doch dieser Jesus geboren... oder?"

Weihnachten = Geschenke, das ist klar. Aber warum feiern wir das Fest überhaupt?

Weihnachten = Geschenke, das ist klar. Aber warum feiern wir das Fest überhaupt?

Bild: Manuela Bauer

Weihnachten = Geschenke, das ist klar. Aber warum feiern wir das Fest überhaupt?

Bild: Manuela Bauer

Wie war das gleich mit dem ersten Advent? Und... warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Kinder und Jugendliche aus Kempten und dem Allgäu in unserer Umfrage.
06.05.2021 | Stand: 13:15 Uhr

Wann ist der erste Advent? Eine seltsame Frage, werden jetzt viele denken. Ist doch klar. Und warum feiern wir Weihnachten? Wer jetzt denkt, diese Frage verbietet sich fast, liegt eindeutig falsch: Bei einer Umfrage unter Dutzenden Kindern und Jugendlichen aus Kempten und dem Oberallgäu fielen die Antworten nämlich zum Teil höchst kurios aus.

Wundern braucht sich eigentlich niemand darüber: „Es gibt keinen eindeutigen Startschuss mehr“, sagt der evangelische Pfarrer Ulrich Gampert bedauernd. Der Nikolaus beispielsweise kommt traditionell am 6. Dezember zu den Kindern, tatsächlich war einer bereits bei einem Oberallgäuer Adventsmarkt in der dritten Novemberwoche unterwegs und andere werden täglich bei Weihnachtsmärkten auftreten.

„Welcher ist jetzt der echte“, fragte ein siebenjähriges Mädchen ihre Mama. Der katholische Geistliche Dr. Bernhard Ehler glaubt, dass das Wissen über Weihnachten nicht verloren geht: In den Kindertagesstätten und den Schulen werde den Kindern beigebracht, wann was zu Weihnachten gefeiert wird.

Warum feiern wir Weihnachten?

Diese Frage konnten (fast) alle beantworten. Wenn auch manche eher zögerlich: „Weihnachten ist ein Familienfest und da ist, glaube ich, Jesus geboren.“ Ein anderer fragt: „Feiert man da die Geburt Jesu? Nein, oder? Doch, da ist Jesus geboren.“ Nur drei der Befragten mussten passen: „Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.“ Auch kritische Antworten gab es: „Weihnachten wird nur wegen der Konsumlust gefeiert.“
Pfarrer Ehler klärt auf: „Wir feiern an Weihnachten die Geburt Jesu.“

Wann ist der erste Advent?

Eine Frage, zig Antworten: „Der erste Advent ist diesen Sonntag ... nein, nächsten Sonntag ... an irgendeinem Sonntag eben.“ Auch beliebt: „Am ersten Dezember.“ „Am vierten Dezember.“ „Immer am ersten Sonntag im Dezember.“ „Vier Wochen vor Weihnachten.“ „Puh, keine Ahnung.“

Pfarrer Gampert kann die Verwirrung gut verstehen, schließlich sei der erste Advent jedes Jahr an einem anderen Datum. Heuer eben am kommenden Sonntag. Wichtiger als das Datum sei aber: „Man ist nicht erst dann ein Christ, wenn man weiß, wann der erste Advent ist, sondern wenn man weiß, dass Weihnachten etwas positives und Jesus für einen da ist."

Wann darf man am Adventskalender das erste Türchen öffnen?

Jedes Kind hat einen Adventskalender – und jeder Jugendliche eigentlich auch, oder? Weit gefehlt. Rund die Hälfte der Befragten gab an, gar keinen Adventskalender zu haben. Wann man das erste Türchen öffnen darf, das wussten trotzdem die meisten: „Am ersten Dezember“, war die häufigste Antwort.

Andere waren der Meinung, es sei der erste Advent. Und was ist, wenn alle Türen offen sind? „Dann schmeiße ich den Kalender weg“, sagte ein Mädchen irritiert. Die Antwort der großen Mehrheit lautete dagegen einhellig und zutreffend: „Dann ist Weihnachten.“

Pfarrer Ehler erklärt: „Wann man das erste Türchen öffnen darf, kommt ganz auf die Art des Kalenders an. Die meisten beginnen am ersten Dezember, aber es gibt auch Adventskalender, bei denen man das erste Türchen am ersten Advent öffnet.“

Wer ist Jesus?

An Weihnachten feiert man also die Geburt Jesu. Schön und gut, aber wer ist eigentlich Jesus? Nach kurzem Überlegen kamen die meisten darauf: „Jesus ist der Sohn Gottes.“

Die zweithäufigste Antwort lautete: „Jesus ist der Sohn von Maria und Joseph.“ Ebenfalls in die Top drei hat es geschafft: „Ähm ja, Jesus, puh, keine Ahnung, wer das genau war.“

Pfarrer Gampert sagt: „Jesus ist der Sohn Gottes und wir glauben, dass mit Jesus Gott in unsere Welt gekommen ist. Er ist unser Helfer, Bruder und Freund.“