Ehrung: Die besten Fotos

Der "Kulturwerkstatt-Meister!" Thomas Garmatsch wird in Kaufbeuren gefeiert

Tanzen, Singen, Feuer-Schleudern: Die Ehrung von Thomas Garmatsch in Kaufbeuren war eine echte Show!

Tanzen, Singen, Feuer-Schleudern: Die Ehrung von Thomas Garmatsch in Kaufbeuren war eine echte Show!

Bild: Mathias Wild

Tanzen, Singen, Feuer-Schleudern: Die Ehrung von Thomas Garmatsch in Kaufbeuren war eine echte Show!

Bild: Mathias Wild

Showtime vor und im Stadttheater. Zur Verleihung des Kaufbeurer Kunst- und Kulturpreises an Kulturwerkstatt-Leiter Thomas Garmatsch zog nicht nur die Stadt alle Register. Auch alte und neue Weggefährten des Bühnenenthusiasten sorgten dafür, dass die Preisübergabe zu einem zweistündigen und keine Minute langweiligen Singspiel wurde. Wir zeigen Dir die schönsten Fotos!
14.11.2019 | Stand: 10:41 Uhr

Alle waren sie gekommen. Insbesondere etliche ehemalige Mitwirkende des Kaufbeurer Kinder- und Jugendtheaters reisten teilweise von weit her an, um dessen Gründer und Leiter zu gratulieren. Begonnen hat 1988 aber alles mit einer Gauklervorführung, und so empfing zunächst die Compania Gioccolari den Preisträger und seinen Partner Uwe Amberger, die einer überlangen, weißen Limousine entstiegen, mit einer feurigen Show.

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KF feiert T. Garmatsch

Im Theater erinnerte dann auch Christopher Nell an die kleine Gauklergruppe, in der er der Kleinste gewesen sei. Der renommierte Schauspieler mit Engagements am Berliner Ensemble und am Wiener Burgtheater sang zunächst professionell-theatralisch die „Moritat von Mackie Messer“. Sehr persönlich – fast hatte man den Eindruck, der Bühnenroutinier war ehrlich aufgeregt – gestaltete er dann seine Laudatio. Garmatsch habe mit dem Kinder- und Jugendtheater einen „Garten“ geschaffen und gepflegt, auf den die Stadt „unheimlich stolz“ sein müsse.

Die Kulturwerkstatt sei für Generationen von junge Leuten ein „Kulturschutzgebiet“ geworden, in dem sie sich verwirklichen, in dem sie für das Leben lernen könnten – bis hin zur auch politisch wieder hochaktuellen Erkenntnis: „Angst machen ist doof.“ Sein Leben und seine Karriere jedenfalls seien von diesen „Garten“ dem „Gärtner“ Thomas Garmatsch „entscheidend geprägt“ worden, bekannte Nell.

Nicht ganz so respektvoll ging Hermine Körner mit dem Preisträger um. Barbara Lackermeier vom Kulturamt war in die Rolle der Bühnen-Diva geschlüpft, nach der die Auszeichnung für die Sparte Darstellende Kunst des Kaufbeurer Kunstpreises benannt ist. Sie ließ wissen, dass man schon „ein großer Narr“ sein müsse, um „als Theaterdirektor zu reüssieren“. Dann verließ sie die Bühne mit hochgezogener Augenbraue und den Worten: „Was soll jetzt noch kommen?“

Es kam die Ansprache von Oberbürgermeister Stefan Bosse, der Garmatsch als „geistigen und künstlerischen Schöpfer der Kulturwerkstatt“ würdigte, der sich stets durch „innere Zufriedenheit“ und ein „ehrliches Lächeln“ auszeichne. Die Kulturwerkstatt habe er zu einer „tragenden Säule im kulturellen Leben“ der Stadt gemacht. Anschließend überreichte Bosse die Urkunde zum mit 2000 Euro dotierten Preis.

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„Ich bin total von den Socken“, bekannte der Geehrte und nutzte seine Rede vor allem dazu, dem Team und den vielen Förderern der Kulturwerkstatt zu danken. Körners Frage beantwortete Garmatsch deutlich: „Glaubt bloß nicht, dass ich mich zurückziehe.“ Auch als Kunstpreisträger wolle er noch viele Ideen umsetzen.

Hatten Lackermeier und Kulturamtsleiter Günther Pietsch bei ihrer Moderation schon reichlich Showtalent bewiesen, so sorgten vor allem die Kulturwerkstatt-Mitarbeiter sowie zahlreiche frühere und aktuelle Mimen der „KW“ für etliche musikalische und schauspielerische Einlagen, bevor sie am Ende gemeinsam „Auf uns“ von Andreas Bourani anstimmten.