Leben das musst du jetzt

Dieser Allgäuer will Schlager-Star werden

Voller Inbrust: Bei seinem zweiten Konzert trällerte Schlagersänger Georg Schäfer Songs seines ersten Albums und Weihnachstlieder.

Voller Inbrust: Bei seinem zweiten Konzert trällerte Schlagersänger Georg Schäfer Songs seines ersten Albums und Weihnachstlieder.

Bild: Dunja Schütterle

Voller Inbrust: Bei seinem zweiten Konzert trällerte Schlagersänger Georg Schäfer Songs seines ersten Albums und Weihnachstlieder.

Bild: Dunja Schütterle

Gregor Schäfer betreibt ein Finanzbüro in Memmingen. Doch der gebürtige Ulmer hat einen Traum: Er will in der Unterhaltungsmusik-Branche Fuß fassen und nach den Schlager-Sternen greifen. Unsere Autorin war dabei bei seinem zweiten Auftritt in Memmingen und lauschte dem „Winterzauber aus dem Allgäu“. Die Fangemeinde ist zwar noch überschaubar, aber auch ein Roy Black hat einmal klein angefangen...
08.12.2017 | Stand: 14:17 Uhr

Die Flocken, die am ersten Adventssonntag vom Himmel herab nach Memmingen geschickt wurden, passten. Zum „Winterzauber aus dem Allgäu“ lud der Schlagersänger Gregor Schäfer ins Bonhoefferhaus ein. Wo draußen die Eiszapfen gefroren, wurde es drinnen rund 40 Besuchern wohlig warm ums Herz. Gregor Schäfers Liebe gehört dem deutschen Schlager. Sein Debüt als Sänger feierte er erst im September mit der Vorstellung seiner ersten CD, die den Titel: "Leben, das musst du jetzt“ trägt.

Der 1971 in Ulm-Söflingen geborene Sänger, der in Memmingen lebt und dort ein Finanzbüro betreibt, möchte von der Maustadt aus nach den Schlager-Sternen greifen. Sein Texter ist Heiner Graf, der bereits mehrere Liedtexte für bekannte Schlagerbarden wie Andy Borg, Maxi Arland oder „Die Flippers“ geschrieben hat. Produziert wurde das Album von Benjamin Zibret im Bella Vista-Tonstudio im Schwarzwald. Schäfers Musiktitel haben den typischen Schlagerbeat mit den eingängigen Tonfolgen, die volkstümliche Klänge mit melodischen Pop- und Synthesizerelementen mischen. In einigen Internetradio-Charts konnte er mit seinen Liedern bereits punkten.

Der Sound, der nun das Bonhoefferhaus beschallte, kam vom Band – zu dem Schäfer aus voller Inbrunst sang. Die Lautstärke des Playback übertünchte auch perfekt kleinere stimmliche Aussetzer. Der erste Teil des zweistündigen Abends galt der guten Laune mit eigenen Titeln von der neuen Platte und auch mit gecoverten Liedern von großen Vorbildern des Sängers wie Roy Black, Andreas Fulterer, Erik Silvester, Andy Borg, Michael Holm und Roger Whittaker.

Irgendwo liegt das Glück versteckt

Immer wieder verließ Schäfer dabei die weihnachtlich glänzend dekorierte Bühne, um durch die Publikumsreihen zu streifen. Wie die Größen der Schlagerszene begrüßte er seine Fans in direktem Kontakt, hielt Hände und forderte zum Mitklatschen auf. Zwischen den Titeln interviewte Berni Krause vom Internetradio SFR1 den Sänger zu seinen bisherigen Auftritten und der Frage, was Glück für ihn bedeute, über das er im Titel „Irgendwo liegt das Glück versteckt“ sang. Glücklich mache ihn, dass er seinen Traum vom Singen jetzt leben und Menschen damit berühren kann, sagte Schäfer.

Es freut uns, dass er sich stimmlich seit dem letzten Konzert in Memmingerberg weiterentwickelt hat.
Drei weibliche Fans

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Nach der Pause fing der Winterzauber mit weihnachtlichem Liedgut wie „Kling Glöckchen“ und dem deutschen „Jingle Bells“ von Roy Black an. Eine vorgelesene Weihnachtsgeschichte über die vier Adventskerzen sorgte zusätzlich für die Einstimmung auf die kommende Weihnachtszeit, in der auch wieder so mancher Schlager für das berühmte Heile-Welt-Gefühl sorgen wird.

Obwohl Gregor Schäfer erst seit kurzem professionell singt, hat er im Internet wie auch vor Ort bereits einige Anhänger seiner Musik gefunden. Helga Heile, Gabi Bergmanis und Margit Tzschorn aus Memmingerberg sind Fans der ersten Stunde. Im Konzert wippten ihre Fußspitzen im Takt der Musik, die bei den Damen für eine ausgelassene Stimmung sorgte. Am Ende bekundeten sie fachkundig: „Es freut uns, dass er sich stimmlich seit dem letzten Konzert in Memmingerberg weiterentwickelt hat.“

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