Homeschooling

Distanzunterricht in Bayern: Neun von zehn Lehrer klagen über hohe Belastung als eines von vielen Problemen

Auch für Lehrer ist das unterrichten von zuhause aus eine echte Belastung. Homeschooling bedeute nicht nur mehr Arbeitsaufwand, sondern oft auch Probleme mit Schülern.

Auch für Lehrer ist das unterrichten von zuhause aus eine echte Belastung. Homeschooling bedeute nicht nur mehr Arbeitsaufwand, sondern oft auch Probleme mit Schülern.

Bild: Felix Kästle, dpa (Symbolbild)

Auch für Lehrer ist das unterrichten von zuhause aus eine echte Belastung. Homeschooling bedeute nicht nur mehr Arbeitsaufwand, sondern oft auch Probleme mit Schülern.

Bild: Felix Kästle, dpa (Symbolbild)

Lehrer wie Schüler leiden unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Unterricht. Eine Umfrage zeigt jetzt das Ausmaß.
Auch für Lehrer ist das unterrichten von zuhause aus eine echte Belastung. Homeschooling bedeute nicht nur mehr Arbeitsaufwand, sondern oft auch Probleme mit Schülern.
dpa
22.01.2021 | Stand: 12:58 Uhr

91 Prozent der Gymnasial- und Oberschullehrer in Bayern empfinden wegen des Distanzunterrichts in der Corona-Krise eine höhere Arbeitsbelastung als in normalen Zeiten. Das geht aus einer am Freitag vom bayerischen Philologenverband (bpv) vorgestellten Umfrage unter rund 2000 Mitgliedern an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen hervor. Demnach gaben 95 Prozent der Lehrkräfte an, dass die Vermittlung von Lerninhalten, die Sicherung der Lernerfolge und ihre Überprüfung mit einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden seien.

Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) erklärten zudem, die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit belaste sie, mehr als die Hälfte (55 Prozent) nannten die aktuelle Ungewissheit und 41 Prozent die technischen Schwierigkeiten als Probleme im Schulalltag.

Verbesserung im Distanzunterricht seit Beginn der Corona-Pandemie

"Niemand mag den Distanzunterricht, weder Lehrer noch Schüler noch Eltern. Aber es ist die einzige Notlösung, die wir haben", sagte Michael Schwägerl, Vorsitzender des bpv. Er betonte zugleich, er wolle den Distanzunterricht nicht schlechtreden, zumal sich die Situation auch im Vergleich zum Distanzunterricht im Frühjahr 2020 insgesamt schon verbessert habe.

Dass nach den Ferien das befürchtete bayernweite Chaos im Distanzunterricht ausgeblieben sei, liege am hohen Engagement der Lehrkräfte. 94 Prozent der befragten Lehrkräfte nutzten private Hardware, 79 Prozent hätten sich für den Distanzunterricht gar zusätzlich privat Hardware oder Software angeschafft. "Lehrer erfüllen den staatlichen Bildungsauftrag mit privaten Geräten über private Internetleitungen in privaten Räumen", sagte Schwägerl.

Datenschutz sorgt für Probleme zwischen Lehrern und Schülern

Für große Unsicherheit sorgt unter den Lehrern auch der Datenschutz. Es könne nicht sein, dass sich etwa Schüler mit Verweis auf ihre Rechte anonym am Unterricht beteiligen oder gar die Teilnahme an Videokonferenzen verweigern, aber die Lehrer immer in Bild und Ton übertragen sollten, sagte Schwägerl. 70 Prozent der Lehrer sähen datenschutzrechtliche Fragen noch immer unzureichend geklärt.

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