Corona-Krise

Dobrindt fürchtet "faktischen Lockdown" - Kritik an Berlin

CSU-Landesgruppenvorsitzender Dobrindt warnt vor einem erneuten Lockdown.

CSU-Landesgruppenvorsitzender Dobrindt warnt vor einem erneuten Lockdown.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

CSU-Landesgruppenvorsitzender Dobrindt warnt vor einem erneuten Lockdown.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen die Gefahr eines Lockdowns.
dpa
10.10.2020 | Stand: 13:57 Uhr

"Die aktuellen Corona-Zahlen zeigen: Die Befürchtungen sind real, dass wir im Dezember zu täglichen Infektionszahlen von über 19 000 kommen können, wenn wir politisch nicht entschlossen handeln", sagte Dobrindt am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Dobrint kritisiert Berlin

"Wir müssen eine solche Entwicklung dringend vermeiden, um nicht in eine Art faktischen Lockdown zu kommen, weil sich zu viele Menschen in Deutschland gleichzeitig in Quarantäne aufhalten müssen."

Gerade in Großstädten wie Berlin lasse die Disziplin erkennbar nach, und die Stadtpolitik mache erhebliche Fehler, kritisierte der CSU-Politiker. Dobrindt nannte die Zulassung großer Feiern und Festivals sowie fehlende Kontrollen bei der Einhaltung von Hygiene-Regeln.

"Das alles trägt leider erheblich zur Verbreitung des Virus bei. Lokale Ausbrüche müssen aber gerade lokal und konsequent bekämpft werden. Bayern hat mit Garmisch und München gezeigt, wie das gelingen kann. Der Berliner Senat scheint hier vollkommen neben der Spur zu sein."