Bayern

Doch keine Verlängerung für Corona-Teststationen an Bayerns Autobahnen

Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe.

Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe.

Bild: Sven Hoppe, dpa

Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe.

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Ungeachtet hoher Corona-Zahlen in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe.
dpa
30.09.2020 | Stand: 21:12 Uhr

Schon an diesem Donnerstag werden an den Teststationen an den bayerischen Autobahnen keine Tests mehr angeboten. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Staatsregierung bleibt also bei ihrem Beschluss vom 8. September. Zuletzt hatte sie wegen der Corona-Zahlen in Österreich und Tschechien noch eine Verlängerung erwogen, sich aber nun doch dagegen entschieden.

"Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zur Begründung. Gleichzeitig sei der Reise- und Urlaubsverkehr, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt habe, vorbei. "Wichtig ist bei dieser Entscheidung auch die Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bayern vor allem regional neu entwickeln", erklärte Huml.

Die vorhandenen Laborkapazitäten sollen deshalb nun anderweitig genutzt werden. "Um nun Test- und Laborressourcen passend umschichten zu können, bleibt es daher beim planmäßigen Ende des Testangebotes für Reiserückkehrer", sagte Huml.

Das Kabinett hatte beschlossen, die freiwerdenden Testkapazitäten "bedarfsorientiert" etwa für die kommunalen Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung zu stellen.

Betrieb am Flughafen Memmingen läuft erst einmal weiter

Schluss ist nicht nur für die Autobahn-Teststationen an den Raststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Auch für die Teststationen an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie am Zentralen Omnibusbahnhof in München gibt es keine Verlängerung.

Der Betrieb an den Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen soll dagegen wie vorgesehen erst einmal weiterlaufen, und zwar zunächst bis zum 15. Oktober. Dem Vernehmen nach könnte in den bayerischen Herbst- oder Winterferien der Testbetrieb an den Autobahnen aber wieder aufgenommen werden.

Huml bezeichnete die Teststationen, die im Sommer zwischenzeitlich wegen einer schweren Panne für Schlagzeilen gesorgt hatten, als Erfolg. "Unser Testangebot für Reiserückkehrer hat sich als wichtiger Faktor in der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Bayern erwiesen", sagte sie. 669 000 Tests seien durchgeführt worden - und 7700 Menschen hätten dadurch von ihrer Corona-Infektion erfahren. "Damit konnten sie auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen."

Der mit Abstand größte Teil der Tests erfolgte an den Autobahnen. Von knapp 403 000 Tests waren dort 4560 positiv - also rund 1,1 Prozent. Von 205 000 Testes an den Flughäfen waren 2411 positiv (1,2 Prozent).

Noch am Wochenende hatten sich zeitweise lange Staus vor der Teststation auf der A 93 gebildet. Nach der Einstufung von Tirol als Risikogebiet gab es dort lange Wartezeiten für die Reiserückkehrer, die sich auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen wollten.

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