Erhöhte Infektions-Zahlen

Dritte Stadt in Bayern überschreitet Corona-Grenzwert

Eine dritte Stadt in Bayern hat den Corona-Grenzwert überschritten.

Eine dritte Stadt in Bayern hat den Corona-Grenzwert überschritten.

Bild: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Archiv)

Eine dritte Stadt in Bayern hat den Corona-Grenzwert überschritten.

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Nach Memmingen und Rosenheim hat nun eine dritte bayerische Stadt einen Warnwert überschritten. Wie viele Infizierte es dort gibt.

Eine dritte Stadt in Bayern hat den Corona-Grenzwert überschritten.
dpa
10.09.2020 | Stand: 18:07 Uhr

Die Stadt Würzburg hat einen wichtigen bundesweit vereinbarten Corona-Inzidenzwert überschritten. Die Stadt registrierte am Donnerstag innerhalb der vergangenen sieben Tage 57,87 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag mitteilte.

Neben den Städten Memmingen und Rosenheim ist Würzburg derzeit die dritte Stadt in Bayern, die den Corona-Grenzwert überstiegen hat. Laut LGL gab es am Donnerstag 612 Fälle von positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in der Stadt Würzburg.

Rosenheimer momentan Infektions-Spitzenreiter

Spitzenreiter bei den Neuinfektionen ist zurzeit das oberbayerische Rosenheim mit einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 72,64. Wie das LGL berichtete, lag die schwäbische Stadt Memmingen bei 63,87 Fällen hochgerechnet auf 100 000 Einwohner.

Der Wert in Würzburg war in den vergangenen Tagen stetig gestiegen. Laut einer Sprecherin des Landratsamtes, ergibt sich das aktuelle Infektionsgeschehen hauptsächlich durch Reiserückkehrer und deren Kontaktpersonen. Derzeit werde überprüft, inwieweit bekannt gewordene Feiern zu einer Verbreitung geführt haben könnten.

Würzburg verschärft Sicherheits-Maßnahmen

Die Stadt Würzburg hat derweil erste Maßnahmen ergriffen: Auf der Alten Mainbrücke darf von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 16 bis 6 Uhr des Folgetages kein Alkohol getrunken werden. Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet müssen sich doppelt testen lassen.

Die häusliche Quarantäne wird erst aufgehoben, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tagen eine zweite Testung stattgefunden hat, deren Ergebnis negativ ist. Für die Schulen im Stadtgebiet seien momentan keine weiteren Maßnahmen geplant. Das Gesundheitsamt entscheide im Einzelfall.

In Bayern sind nach LGL-Angaben bisher 60 986 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bislang im Freistaat 2642 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 53 620 Menschen.