Thema im Bayerischen Landtag

Drogen-Skandal bei der Polizei in München: 15 Beamte suspendiert

Erkenntnisse der Sonderkommission "Nightlife": Innenminister Herrmann (CSU) informiert über den aktuellen Stand nach dem Drogen-Skandal bei der Polizei in München.

Erkenntnisse der Sonderkommission "Nightlife": Innenminister Herrmann (CSU) informiert über den aktuellen Stand nach dem Drogen-Skandal bei der Polizei in München.

Bild: Matthias Balk

Erkenntnisse der Sonderkommission "Nightlife": Innenminister Herrmann (CSU) informiert über den aktuellen Stand nach dem Drogen-Skandal bei der Polizei in München.

Bild: Matthias Balk

Der Drogenskandal bei der Münchner Polizei beschäftigt nun auch den bayerischen Landtag. Innenminister Herrmann (CSU) berichtet über Erkenntnisse der Sonderkommission "Nightlife".
Erkenntnisse der Sonderkommission "Nightlife": Innenminister Herrmann (CSU) informiert über den aktuellen Stand nach dem Drogen-Skandal bei der Polizei in München.
dpa
07.10.2020 | Stand: 10:13 Uhr

Nach Bekanntwerden des Drogenskandals bei der Münchner Polizei sind Disziplinarverfahren gegen 20 Beamte eingeleitet worden. 15 von ihnen wurden suspendiert, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des bayerischen Landtags sagte. Gegen vier der Beamten wurde ein Verfahren zur vorläufigen Dienstenthebung eingeleitet - "nebst Einbehaltung von Bezügen". Darunter sind auch Polizisten, denen die Staatsanwaltschaft Verfolgung Unschuldiger vorwirft. Sieben Beamte wurden an andere Dienststellen oder in den Innendienst versetzt.

Polizisten sollen Drogen konsumiert und gedealt haben

Den meisten der insgesamt 21 beschuldigten Polizisten wird vorgeworfen, Drogen konsumiert und an Kollegen weitergegeben zu haben. Sie gehören zum Polizeipräsidium München und zur Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Vorwürfe kamen ans Licht, weil ein mutmaßlicher Drogendealer als Kronzeuge über seine mutmaßlichen Kunden in Uniform auspackte. Außerdem besteht der Verdacht, dass es in einem Fall einen von den Polizisten behaupteten Widerstand gegen Polizeibeamte - der sogar vor Gericht landete - gar nicht gegeben hat.

Die Landtags-Grünen hatten nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine "rasche und umfangreiche Stellungnahme" von Herrmann im Innenausschuss des Landtags gefordert.