Tag der Deutschen Einheit

Ehemals geteiltes Dorf in Bayern: Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung wegen Corona abgespeckt

Während des Ost-West-Konflikts war das Dorf Mödlareuth jahrzehntelang durch eine Mauer geteilt. Die Feuerlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit dort wurden heuer aufgrund der Corona-Krise reduziert.

Während des Ost-West-Konflikts war das Dorf Mödlareuth jahrzehntelang durch eine Mauer geteilt. Die Feuerlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit dort wurden heuer aufgrund der Corona-Krise reduziert.

Bild: picture alliance/Nicolas Armer/dpa (Archiv)

Während des Ost-West-Konflikts war das Dorf Mödlareuth jahrzehntelang durch eine Mauer geteilt. Die Feuerlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit dort wurden heuer aufgrund der Corona-Krise reduziert.

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Der Tag der Deutschen Einheit im ehemals geteilten Dorf Mödlareuth wird heuer coronabedingt ruhiger. Zum traditionellen Einheits-Frühstück kommt Söder trotzdem.
Während des Ost-West-Konflikts war das Dorf Mödlareuth jahrzehntelang durch eine Mauer geteilt. Die Feuerlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit dort wurden heuer aufgrund der Corona-Krise reduziert.
dpa
02.10.2020 | Stand: 20:08 Uhr

Ein ökumenischer Gottesdienst findet am Samstag in einem offenen Zelt statt, eine Party mit Blasmusik und Co. wird es in diesem Jahr nicht geben. Das "Deutschlandfest" von CDU und CSU, zu dem in der Vergangenheit mehrere Tausend Menschen kamen, findet virtuell statt.

Einheitsfrühstück von Söder und Kretschmer zum Tag der Deutschen Einheit

Zuvor trifft sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit seinem sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer (CDU) zu einem Einheitsfrühstück in Heinersgrün (Sachsen). Warum die Deutschen den Tag der Deutschen Einheit feiern und was im Corona-Jahr 2020 geplant ist.

Geschichtsinteressierte können allerdings weiter das Deutsch-Deutsche Museum besuchen, das an die Einheit erinnern wird. Wegen der Corona-Krise werde die Besichtigung der Ausstellungen aber nur eingeschränkt möglich sein, sagte Museumsleiter Robert Lebegern. "Wir haben versucht, das Bestmöglichste daraus zu machen."

Eine Mauer zog sich jahrzehntelang durch das Dorf

Das Dorf Mödlareuth mit den etwa 50 Einwohnern an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen war jahrzehntelang durch eine Mauer geteilt. Mehr als 37 Jahre lang war es auf legale Weise nicht möglich, die Grenze zu überschreiten, um von dem einen in den anderen Ortsteil zu gelangen.

Auf 100 Metern ist die mehr als drei Meter hohe Mauer samt Stacheldraht und Selbstschussanlagen als Teil des Deutsch-Deutschen Museums im Ort stehengeblieben. Bayern hatte unter den westdeutschen Bundesländern mit 422 Kilometern die längste Grenze zur DDR.