Kritik an Energie-Politik des Bundes

Energiekrise: Söder befürchtet Abstieg ganzer Bevölkerungsschichten

Ministerpräsident Markus Söder befürchtet eine Pleitewelle des Mittelstands aufgrund der Energiekrise.

Ministerpräsident Markus Söder befürchtet eine Pleitewelle des Mittelstands aufgrund der Energiekrise.

Bild: Stefan Sauer, dpa

Ministerpräsident Markus Söder befürchtet eine Pleitewelle des Mittelstands aufgrund der Energiekrise.

Bild: Stefan Sauer, dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert die Energie-Politik der Ampel-Regierung. Er befürchtet aufgrund der Krise eine Pleitewelle des Mittelstands.
##alternative##
dpa
04.09.2022 | Stand: 11:52 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder befürchtet wegen der Energiekrise in Deutschland einen Abstieg ganzer Bevölkerungsschichten und eine Pleitewelle. Nach Äußerungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), wonach Deutschland gut gewappnet für den Winter sei, sagte der CSU-Politiker in einem "Bild"-Interview (Samstag): "Ich weiß nicht, worauf diese Hoffnung basiert. Die Bürgerinnen und Bürger haben jedenfalls kaum mehr Vertrauen in die Ampel. Es fehlt Gas und Energie. Wenn der Stand der Gasspeicher gerade im Süden nicht deutlich erhöht wird, reicht es nicht durch den ganzen Winter."

Energiekrise in Deutschland: Es droht "eine Pleitewelle für den Mittelstand"

Keine der Energie-Reisen von Bundeskanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck habe bislang zu einem Abschluss eines Gas-Vertrags geführt, kritisierte Söder. Zudem sei eine dringend notwendige Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke noch immer nicht beschlossen. "Und weil weiterhin kein wirksames Entlastungspaket vorliegt, droht der Abstieg ganzer Bevölkerungsschichten und eine Pleitewelle für den Mittelstand", sagte Söder weiter.

Vertreter der Ampel-Koalition kommen an diesem Samstagmorgen in Berlin zusammen, um über weitere Entlastungen angesichts steigender Preise zu beraten. Im Gespräch sind unter anderem gezielte Hilfen für Rentner und Studierende und Steuersenkungen sowie eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket.

Weitere Nachrichten aus Bayern finden Sie hier.