München

Er fand sie an der Isar: Mann nimmt Handgranate mit ins Büro

So oder ähnlich können Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg aussehen, wenn sie in der Natur gefunden werden (Archivbild): Immer wieder entdecken Menschen explosive Überreste aus dem Krieg, so jetzt auch ein Mann in München.

So oder ähnlich können Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg aussehen, wenn sie in der Natur gefunden werden (Archivbild): Immer wieder entdecken Menschen explosive Überreste aus dem Krieg, so jetzt auch ein Mann in München.

Bild: dpa/Symbolbild

So oder ähnlich können Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg aussehen, wenn sie in der Natur gefunden werden (Archivbild): Immer wieder entdecken Menschen explosive Überreste aus dem Krieg, so jetzt auch ein Mann in München.

Bild: dpa/Symbolbild

In München hat ein Mann an der Isar eine zündfähige Handgranate gefunden - und kurzerhand mit ins Büro genommen.
12.07.2021 | Stand: 14:14 Uhr

Großeinsatz am Wochenende für die Polizei in München: Spezialkräfte mussten eine Handgranate sichern und später sprengen, die ein Mann kurzerhand mit ins Büro genommen hatte.

Der Mann meldete sich am Samstagnachmittag bei der Polizei und berichtete, er habe an der Isar metallische Gegenstände gefunden und diese in ein Büro am Carl-Zeiss-Ring gebracht. Bei seiner Internetrecherche zu den Gegenständen habe sich ergeben, dass es sich bei einem der Gegenstände möglicherweise um eine Handgranate handelt könnte.

Die Büros wurden daraufhin sofort gesperrt. Polizeibeamte forderten Spezialisten an, um die Gegenstände zu untersuchen. Diese Spezialkräfte der Münchner Polizei identifizierten den metallischen Gegenstand tatsächlich als zündfähige Granate. Daraufhin wurden dann auch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes in den Einsatz eingebunden.

Die Handgranate wurde anschließend von den Experten in einen Steinbruch im nahegelegenen Ortsteil Fischerhäuser gebracht und dort kontrolliert gesprengt. Dabei wurde zur Absicherung der Sprengörtlichkeit eine geschlossene Polizeieinheit hinzugezogen, berichtete das Polizeipräsidium in München. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Es entstand auch kein Sachschaden.

Dass im Boden oder an Flüssen Handgranaten, Waffen oder Bomben aus dem Krieg gefunden werden, ist keine Seltenheit.

  • Die Münchner Polizei bittet beim Auffinden von metallischen Gegenständen oder sonst verdächtig wirkenden Objekten, die eventuell aus der Kriegszeit stammen könnten, um äußerste Vorsicht.
  • In diesem Fall sollte auf jeden Fall Abstand zu den Gegenständen gehalten, und umgehend die Polizei unter der Rufnummer 110 alarmiert werden.
  • Keinesfalls sollte man solche Gegenstände aufheben, da dies zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führen kann.
  • Die Polizei und das Landeskriminalamt haben Spezialisten, um diese Gegenstände fachgerecht zu prüfen und zu entsorgen.

Lesen Sie auch
##alternative##
Sprengung am Abend

Weltkriegsgranate an Hinanger Wasserfällen entdeckt: Spreng-Experte muss ran