Michael von "Let's Bastel"

Erfolgreicher Allgäuer erklärt: Das musst Du als Youtuber können

Michael Truppe von "Let's Bastel" erklärt Heimwerkern, wie sie ihre eigenen Projekte umsetzen können.

Michael Truppe von "Let's Bastel" erklärt Heimwerkern, wie sie ihre eigenen Projekte umsetzen können.

Bild: La Ombra Fotografie

Michael Truppe von "Let's Bastel" erklärt Heimwerkern, wie sie ihre eigenen Projekte umsetzen können.

Bild: La Ombra Fotografie

Traumberuf Youtuber. Viele stellen sich darunter einen einfachen, bequemen Job vor. Lässig mit der Fangemeinde plaudern und dabei die ganze Zeit mit der Kamera draufhalten. Das Video noch schnell auf Youtube hochladen und ganz nebenbei Werbeeinnahmen kassieren. Und sobald man auch nur andeutet, dass man ein Produkt gut findet, bekommt man es von der Firma kostenlos zugeschickt. Aber stimmt das? allgaeu.life hat mit dem Memminger Michael Truppe vom Kanal "Let's Bastel" (aktuell 36.000 Abonnenten!) darüber gesprochen, was es bedeutet, ein Youtuber zu sein.
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Von Franziska Schmid
03.07.2017 | Stand: 17:12 Uhr

Michaels klare Meinung: Das Youtuber-Dasein macht wesentlich mehr Arbeit als ein normaler Bürojob. Nach dem Dreh kommt das aufwändige Schneiden und Nachbearbeiten der Videos und für die Vermarktung ist man ebenfalls selbst zuständig. Wer auf der Plattform bekannt werden möchte, dem rät er dazu, erst einmal testweise ein paar Videos online zu stellen. So könne man den Arbeitsumfang abschätzen, den der Beruf „Vollzeit-Youtuber“ mit sich bringe.

Für seinen Kanal „Let’s Bastel“ ist der 38-jährige Memminger rund um die Uhr aktiv. Eine Trennung zwischen Freizeit und Beruf gibt es nicht. Beinahe täglich lädt er neue Videos hoch, bespielt neben Youtube aber auch noch Facebook und Instagram.

So informiert der Heimwerker seine Fans über anstehende Projekte und vergrößert gleichzeitig die Bekanntheit der Videos. Am besten sei es, sich auf ausgewählte Kanäle zu konzentrieren und dort regelmäßig Neues zu veröffentlichen. Dass auf Facebook, Instagram und Youtube jeweils unterschiedliche Inhalte in unterschiedlichen Frequenzen gefragt sind, versteht sich von selbst. Ein absolutes No-Go ist ein toter Kanal, auf dem keine neuen Beiträge erscheinen. Dann sollte man die Plattform lieber ganz sein lassen.

Die selbstgemachte Prinzessinnen-Garderobe ist ein echter Blickfang.
Die selbstgemachte Prinzessinnen-Garderobe ist ein echter Blickfang.
Bild: Franziska Schmid

Mit steigender Bekanntheit kommen auch negative und sogar beleidigende Kommentare. „Über vieles muss man drüberstehen“, so der Youtuber. Je bekannter man werde, desto eher müsse man mit Kritik rechnen. Wer abwägt, welche Meinung gerechtfertigt ist und aus wem nur der Neid spricht, legt sich eine dicke Haut zu. „Es berührt einen trotzdem, positiv wie negativ“, meint Truppe.

Michael Truppe bastelt Smartphonehalter, Kinderspielzeug und Nützliches für die eigene Werkstatt.
Michael Truppe bastelt Smartphonehalter, Kinderspielzeug und Nützliches für die eigene Werkstatt.
Bild: Let's Bastel

Konstruktive Beiträge helfen ihm, die eigenen Formate zu verbessern. Oft liefern Kommentare der User nützliche Anregungen zu neuen Inhalten. Schließlich ist es der gemeinsame Austausch, der Soziale Netzwerke zu dem macht, was sie sind: kommunikativ und persönlich.

Die eigene Persönlichkeit bringt Truppe in jedes einzelne seiner Videos ein. Ein gewisses Maß an Extrovertiertheit sollte man als Youtuber also mitbringen. Wutausbrüche, wenn ein Projekt misslingt und die ehrliche Freude über Geschenke der Fans machen den Memminger zu einem Heimwerker auf Augenhöhe. Und für sein „Himmelarsch!“ ist er längst bekannt.

Diese Offenheit, der direkte Austausch mit dem Publikum und die viele Zeit, die der 38-Jährige in „Let‘s Bastel“ steckt, machen sich bezahlt: Die Heimwerker-Videos aus dem Allgäu begeistern schon mehr als 36.000 Abonnenten - und es werden immer mehr!