Safe Abortion Day

Für sichere Schwangerschaftsabbrüche: Kirche kritisiert lila Beleuchtung des Münchner Rathauses

Schwangerschaftsabbrüche werden auch in Deutschland noch immer heftig diskutiert. Zum "Safe Abortion Day" soll die lila Beleuchtung des Münchner Rathauses ein Zeichen setzen.

Schwangerschaftsabbrüche werden auch in Deutschland noch immer heftig diskutiert. Zum "Safe Abortion Day" soll die lila Beleuchtung des Münchner Rathauses ein Zeichen setzen.

Bild: Jörg Carstensen, dpa (Symbolbild)

Schwangerschaftsabbrüche werden auch in Deutschland noch immer heftig diskutiert. Zum "Safe Abortion Day" soll die lila Beleuchtung des Münchner Rathauses ein Zeichen setzen.

Bild: Jörg Carstensen, dpa (Symbolbild)

Anlässlich des Tags für sichere Schwangerschaftsabbrüche soll das Münchner Rathaus am Montagabend lila leuchten. Die Kiche findet das gar nicht gut.
Schwangerschaftsabbrüche werden auch in Deutschland noch immer heftig diskutiert. Zum "Safe Abortion Day" soll die lila Beleuchtung des Münchner Rathauses ein Zeichen setzen.
dpa
28.09.2020 | Stand: 18:50 Uhr

Die Beleuchtung des Münchner Rathauses zum Internationalen Safe Abortion Day am Montag als Zeichen für das Recht auf Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen wird von der katholischen Erzdiözese kritisiert. Das menschliche Leben stelle von der Zeugung bis zum Tod eine Einheit dar, die der Verfügungsgewalt anderer entzogen sei, teilte das Erzbistum München und Freising am Montag mit. Die Kirche sei verpflichtet, für die Schwächsten einzutreten, vor allem für das ungeborene Leben.

Die Bedenken gegen die Aktion richteten sich allerdings nicht gegen Frauen in extremen Konfliktsituationen oder gegen ein Einstehen für Menschenwürde, Gleichbehandlung und Menschen- und Frauenrechte.

Vorurteilsfreier Umgang mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch

Das Rathaus sollte am Montagabend lila beleuchtet werden. Die Stadt will sich damit nach eigenen Angaben für einen vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch positionieren. "Es geht mir dabei darum, dass schwangere Frauen diese für sie unglaublich schwierige Entscheidung mit fundierter fachlicher Beratung treffen können und wenn sie sich dafür entscheiden, auch medizinisch bestmöglich versorgt sind", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) einer Mitteilung zufolge. Dafür müssten medizinische Angebote in ausreichender Zahl und Qualität zur Verfügung stehen und bekannt sein. Das Werbeverbot des Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch mache es Frauen aber schwerer, sich zu informieren.

Zuvor hatte bereits die Regierung von Oberbayern auf Antrag der CSU im Münchner Stadtrat empfohlen, auf die Illumination zu verzichten, da diese keine differenzierte Auseinandersetzung ermögliche.