Verstoß gegen Corona-Auflagen

Feiernde zerstören bei illegaler Party Lager für Notfallkrankenhaus

Die Polizei hat eine illegale Halloween-Party bei Gauting aufgelöst.

Die Polizei hat eine illegale Halloween-Party bei Gauting aufgelöst.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

Die Polizei hat eine illegale Halloween-Party bei Gauting aufgelöst.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

In Gauting gab es am Wochenende eine illegale Halloween-Party mit 200 Teilnehmern. Dabei zerstörten die Feiernden das Lager eines Corona-Notfallkrankenhauses.
Die Polizei hat eine illegale Halloween-Party bei Gauting aufgelöst.
dpa
05.11.2020 | Stand: 15:26 Uhr

Rund 200 Menschen haben an einer illegalen Halloweenparty auf einem Klinikgelände in Gauting bei München teilgenommen und dabei Teile eines Lagers für Katastrophenfälle zerstört. "Das Material war für ein Corona-Notfallkrankenhaus eingelagert worden", teilte Björn Schraad von der Asklepios-Klinik im Landkreis Starnberg am Donnerstag mit.

Wie hoch der Schaden ist, sei noch unklar. Bei dem zerstörten und teils gestohlenen Material handle es sich größtenteils um Matratzen, Betten und Bezüge, teilte der Klinikmanager weiter mit. (Ein Scheunenbesitzer aus dem Allgäu rätselt währenddessen noch, wer in seiner Scheune illegale Partys feiert.)

200 Gäste bei illegaler Party in Gauting

Nach Angaben der Polizei waren viele Partygäste bereits auf dem Weg zum Gautinger Bahnhof, als die ersten Einsatzkräfte in der Nacht auf Sonntag bei dem leerstehenden Klinikgelände eintrafen. Zudem konnten einige in Richtung eines nahegelegenen Waldstücks fliehen. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung über die Party berichtet.

Mit Hilfe weiterer Beamten wurde die Klinik umstellt und 15 Partygäste wurden ermittelt. Sie erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und Hausfriedensbruch. Ein Verantwortlicher war nicht darunter.

Party wurde über Instagram-Seite organisiert

Bei der anschließenden Durchsuchung des Gebäudes fanden die Beamten Dekoration für Halloween und Alkohol. Laut Polizei wurde die Party über eine Instagram-Seite organisiert, über eine weitere Plattform wurden Tickets angeboten.

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