Kreativer Einfall

Flambierter Kaiserschmarrn to go: Berghütte mit "Straßenverkauf"

Einen Kaiserschmarrn "to go" bietet ein Wirt seinen vorbeigehenden Bergwanderern an. Die Corona-Beschränkungen fordern Kreativität.

Einen Kaiserschmarrn "to go" bietet ein Wirt seinen vorbeigehenden Bergwanderern an. Die Corona-Beschränkungen fordern Kreativität.

Bild: Marcus Merk

Einen Kaiserschmarrn "to go" bietet ein Wirt seinen vorbeigehenden Bergwanderern an. Die Corona-Beschränkungen fordern Kreativität.

Bild: Marcus Merk

Aufgrund der Corona-Beschränkungen müssen viele Wirte schließen. Eine Berghütte bietet nun vorbeigehenden Wanderern einen Kaiserschmarrn "to go".
Einen Kaiserschmarrn "to go" bietet ein Wirt seinen vorbeigehenden Bergwanderern an. Die Corona-Beschränkungen fordern Kreativität.
dpa
03.11.2020 | Stand: 14:40 Uhr

Trotz strenger Corona-Beschränkungen und geschlossener Gastronomie können Bergwanderer in einigen Gegenden auf eine Brotzeit to go hoffen. Am Rotwandhaus im Spitzingsee-Gebiet gibt es seit Montag unter anderem flambierten Kaiserschmarrn mit Rumrosinen zum Mitnehmen.

Ursprünglich sollte das Haus je nach Wetter bis 20. oder 25. November geöffnet bleiben, sagt Hüttenwirt Peter Weihrer. Wegen des Teil-Lockdowns just in den Herbstferien habe er spontan auf "Straßenverkauf" umgestellt. Zum Start am Montag sei es "erstaunlich gut" gelaufen.

Rotwandhaus im Spitzingsee-Gebiet: Kaiserschmarrn "to go"

Durchs Fenster reichen Weihrer und sein Küchenteam nun unter Einhaltung der Abstandsregeln Kaiserschmarrn, Kasspatzen oder Spinatknödel in der Pappschachtel. "Die Leute müssen sich zum Essen halt in die freie Natur setzen." Damit nichts liegenbleibt, bekommen die Gäste einen Abfallsack mit.

Ebenfalls im Spitzinggebiet plant der Wirt von Albert-Link-Hütte und Schönfeldhütte, Uwe Gruber, bei schönem Wetter einen to go-Verkauf an der Rauhkopfhütte auf 1400 Metern. Wenn man es bis dort geschafft habe, "freut man sich, wenn man eine Kleinigkeit kaufen kann".

Corona-Beschränkungen: Auch Sauberteig-Brot wird nun verkauft

Schon seit Mai hat Gruber coronabedingt ein weiteres Standbein aufgebaut: Das selbst gebackene Sauerteig-Brot der Albert-Link-Hütte verkaufen er und sein Team an Verkaufsständen in den Talorten Hausham und Aurach. "Man kann mit dem Brotverkauf nicht alles überbrücken, aber wir können einen Teil des Betriebs aufrechterhalten." Im Sommer hätten wegen Corona ungefähr die Hälfte der Übernachtungen gefehlt.

Viele Berghütten sind derzeit saisonbedingt geschlossen. Ob sie zur Wintersaison unter Beschränkungen wie im Sommer mit weniger Plätzen für Übernachtungen und Gastronomie öffnen werden, ist offen.

Auch im Oberallgäu und Kleinwalsertal treffen die Corona-Beschränkugnen Wirte und Betreiber der Bergbahnen. Was sie zu den Maßnahmen sagen.