Politik

Freie Wähler in Nürnberg wollen Landesverband den Rücken kehren

Besonders unzufrieden sind die Mitglieder der Freien Wähler in Nürnberg mit der Politik auf Landesebene. Für Irritationen habe auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gesorgt.

Besonders unzufrieden sind die Mitglieder der Freien Wähler in Nürnberg mit der Politik auf Landesebene. Für Irritationen habe auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gesorgt.

Bild: Christophe Gateau, dpa (Archiv)

Besonders unzufrieden sind die Mitglieder der Freien Wähler in Nürnberg mit der Politik auf Landesebene. Für Irritationen habe auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gesorgt.

Bild: Christophe Gateau, dpa (Archiv)

"Wir sind jetzt nicht mehr Mitglied des Landesverbandes": Das gaben die Freien Wähler in Nürnberg am Mittwoch bekannt. Die Hintergründe zum geplanten Austritt.
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dpa
05.01.2022 | Stand: 16:14 Uhr

Die Freien Wähler in Nürnberg wollen dem bayerischen Landesverband den Rücken kehren. Der Vorsitzende des Stadtverbands, Jürgen Dörfler, sagte am Mittwoch, ein entsprechendes Schreiben sei am Montag in München eingegangen: "Wir sind jetzt nicht mehr Mitglied des Landesverbandes."

Die kommunalpolitische Arbeit wolle man als "Freie Wählervereinigung" aber weiterführen. Mehrere Medien hatten über die Austrittspläne berichtet.

Freie Wähler sind nicht mehr Teil des bayerischen Landesverbandes: Das sind die Gründe

Als Hauptgrund nannte Dörfler Unzufriedenheit mit der Politik der Freien Wähler auf Landesebene. Insbesondere von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, aber auch von der Landtagsfraktion würden Großstädte vernachlässigt: "Bayern besteht nicht nur aus ländlichem Raum", sagte Dörfler. (Lesen Sie auch: Nach Start des Lobbyregisters: Aigner zieht positive Bilanz)

Auch Aiwangers anfängliche Impfskepsis habe "viele Mitglieder irritiert". Ende Dezember habe sich der Vorstand des Stadtverbands nach einer Mitgliederbefragung deshalb mehrheitlich für den Austritt entschieden. Ein Sprecher des Landesverbandes bestätigte am Mittwoch, dass ein entsprechender Vorgang derzeit von der Verwaltung bearbeitet werde. Zu Details wollte er sich nicht äußern. (Lesen Sie auch: Bleiben die Schulen offen? Kultusminister beraten heute - Lauterbach fordert schärfere Corona-Regeln)