Bundestagswahl 2021

Freie Wähler stellen Bundestags-Liste auf - Aiwanger Spitzenkandidat

Hubert Aiwanger soll die Freien Wähler bei der Bundestagswahl 2021 als Spitzenkandidat anführen.

Hubert Aiwanger soll die Freien Wähler bei der Bundestagswahl 2021 als Spitzenkandidat anführen.

Bild: Sven Hoppe, dpa

Hubert Aiwanger soll die Freien Wähler bei der Bundestagswahl 2021 als Spitzenkandidat anführen.

Bild: Sven Hoppe, dpa

2018 führte Hubert Aiwanger die Freien Wähler mit einem Rekord-Ergebnis bei der Landtagswahl in die Staatsregierung. Nun soll im Herbst der Bundestag folgen.
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dpa
22.05.2021 | Stand: 09:43 Uhr

Knapp vier Monate vor der Bundestagswahl wollen die Freien Wähler in Bayern am Samstag ihre Wahlliste aufstellen. Als Spitzenkandidat will sich Parteichef Hubert Aiwanger zur Wahl stellen. Seine Nominierung dürfte reine Formsache sein. Um die Versammlung trotz der Corona-Auflagen in Präsenz durchführen zu können, findet die Aufstellung ab 10 Uhr im Sportpark Unterhaching unter freiem Himmel statt.

Aiwanger ist nicht erst seit dem Wahlerfolg der Freien Wähler bei der bayerischen Landtagswahl 2018 in der Partei die klare Nummer 1. Er führte die Freien Wähler in die Koalition mit der CSU und ist seither Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident. Bis zur Wahl will Aiwanger seine Regierungsämter in Bayern behalten. Gleiches gilt für den Fall, dass die Freien Wähler nicht in den Bundestag einziehen.

Freie Wähler rechnen sich Chancen in Berlin aus

Wie die Chancen der Freien Wähler bei der Bundestagswahl am 26. September sind, ist offen. Bei den Wahlen 2013 und 2017 kamen sie jeweils nicht über ein Prozent hinaus und scheiterten damit klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Allerdings gelang es den Freien Wählern im März auch erstmals, bei den Wahlen in Rheinland-Pfalz in den Landtag einzuziehen. Rückenwind zieht die Partei auch aus den jüngsten Umfragen, in denen sie wiederholt bei drei Prozent landete.

Wer hinter Aiwanger auf den weiteren Listenplätzen folgt, ist noch nicht klar. Auf dem zweiten Platz soll dem Vernehmen nach eine Frau stehen. Bei der Aufstellung dürfte zudem ein Rotationsprinzip angewendet werden, bei dem reihum die sieben Regierungsbezirke plus die Landeshauptstadt München Kandidaten vorschlagen dürfen.