Polizei bittet um Verständnis für Fluglärm

G7-Gipfel sorgt für Einschränkungen im Raum Garmisch-Partenkirchen - Einheimische sind zunehmend genervt

Mancher in Garmisch-Partenkirchen ist allerdings zunehmend genervt von dem Großeinsatz vor ihrer Haustüre. «Scheiss G7, danke für nix», ist im Schaufenster eines Geschäfts zu lesen.

Mancher in Garmisch-Partenkirchen ist allerdings zunehmend genervt von dem Großeinsatz vor ihrer Haustüre. «Scheiss G7, danke für nix», ist im Schaufenster eines Geschäfts zu lesen.

Bild: Angelika Warmuth, dpa

Mancher in Garmisch-Partenkirchen ist allerdings zunehmend genervt von dem Großeinsatz vor ihrer Haustüre. «Scheiss G7, danke für nix», ist im Schaufenster eines Geschäfts zu lesen.

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Erneut kommt der G7-Gipfel nach Garmisch-Patenkirchen, und damit Fluglärm, Zäune und Einschränkungen. Unter den Anwohnern der Ausnahmezustand für Unmut.
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dpa
23.06.2022 | Stand: 08:54 Uhr

Auf die Menschen im Raum Garmisch-Partenkirchen kommen in den nächsten Tagen weitere Belastungen im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau zu. Von Donnerstag an bereiten sich die Hubschrauberstaffeln der Polizei auf das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte vor, wie die Pressestelle der Polizei beim Gipfel mitteilte. Es gehe auch um eine Luftraumschutzübung. Die Beamten baten die Bevölkerung um Verständnis für die Flüge und die damit verbundene Geräuschkulisse.

"Scheiss G7, danke für nix": Anwohner sind zunehmend genervt

Mancher in Garmisch-Partenkirchen ist allerdings zunehmend genervt von dem Großeinsatz vor ihrer Haustüre. "Scheiss G7, danke für nix", ist im Schaufenster eines Geschäfts zu lesen. Der Ort ist voll von Polizei, zahlreiche Parkplätze auch außerhalb und in der Nähe von Badeseen sind gesperrt. Man wisse nicht mehr, wo man parken solle, heißt es bei Einwohnern. Auch am Friedhof stünden teils Polizeiwagen, dabei gebe es doch weiter Beerdigungen. Hubschrauber kreisen schon seit längerem über der Region.

Für Unmut bei den Garmischern sorgt auch eine Absperrung im Kurpark. Unverständnis gibt es über eine Sicherung mit einer Art Stacheldraht am Parkplatz des Kongresshauses, wo die Bundespolizei einquartiert ist. Es gehe hier um Eigensicherung, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Man wolle so wenig Beeinträchtigung für die Bürger wie möglich. "Das macht nicht so den gemütlichen Eindruck", sagt die Vorsitzende der Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum, Michaela Nelhiebel, dazu. Wenn sich die Polizei so schütze, frage sich mancher, ob es wirklich friedlich bleiben werde.

Kurz vor dem G7-Gipfel: Brandänschläge auf Polizeibusse in München

In der Nacht zum Mittwoch hatte es in München Brandanschläge auf acht Mannschaftsbusse samt Polizeiausrüstung gegeben.

Der Leiter des polizeilichen G7-Planungstabes, Manfred Hauser, warb um Unterstützung für die Maßnahmen. "Sie werden Beeinträchtigungen hier jetzt erleben die nächsten Tage auch mit Fluglärm", sagte der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auch angesichts der bevorstehenden Übung. "Es ist unabdingbar, um unsere Sicherheitskonzepte zu erproben."

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180 Millionen Euro für die Sicherheit: Zahlen und Fakten rund um den G7-Gipfel

Die Weltlage habe sich seit dem letzten Gipfel auf Schloss Elmau 2015 verändert. "Unsere Gastländer, die hier auf Elmau sind, erwarten von uns die höchsten Sicherheitsstandards", sagte Hauser. "Es ist Krieg in Europa, das hatten wir 2015 nicht." Er bedanke sich "ganz herzlich" bei der Bevölkerung. "Es geht auch wieder vorbei." Der G7-Gipfel beginnt am Sonntag und endet am Dienstag.

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