G7-Gipfel in Elmau

G7 sichern Ukraine Unterstützung "so lange wie nötig" zu - Weitere Strafmaßnahmen gegen Russland

Zweiter Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau: Heute geht es um die Themen Ukraine, Energie, Klimakrise und Hunger.

Zweiter Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau: Heute geht es um die Themen Ukraine, Energie, Klimakrise und Hunger.

Bild: Ralf Lienert

Zweiter Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau: Heute geht es um die Themen Ukraine, Energie, Klimakrise und Hunger.

Bild: Ralf Lienert

Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau geht es heute um die Ukraine, Energie, Klimakrise und Hunger. Unterdessen wird weiter demonstriert. So ist die Lage.
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Von Allgäuer Zeitung
27.06.2022 | Stand: 16:03 Uhr

Update Montag, 27. Juni, 11 Uhr: Scholz: G7 bemühen sich um Getreideexporte aus Ukraine

Angesichts der drohenden Hungerkrise vor allem in Ostafrika bemühen sich die G7-Staaten darum, Getreideexporte aus der Ukraine zu ermöglichen. "Da sind jetzt gegenwärtig Tag und Nacht die Verhandlungen im Gange", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Das Thema bereite den führenden demokratischen Wirtschaftsmächten größte Sorge und man wolle helfen. Auch mit Geld solle dafür gesorgt werden, dass Hungerkrisen vermieden werden. Konkrete Finanzzusagen der G7-Staaten werden für Montag erwartet.

Die Ukraine und Russland sind die größten Weizen-Exporteure weltweit. Normalerweise decken sie knapp ein Drittel des globalen Bedarfs - weil Russland die ukrainischen Häfen derzeit blockiert, kann viel Getreide aber nicht exportiert werden. Laut Welternährungsprogramm stehen 50 Millionen Menschen weltweit kurz vor einer Hungersnot. Als katastrophal schätzt die UN-Organisation die Lage in Äthiopien, Nigeria, dem Südsudan, dem Jemen, Afghanistan und Somalia ein.

Scholz war zu dem Interview aus Schloss Elmau zugeschaltet, wo noch bis Dienstag die Staats- und Regierungschefs führender demokratischer Wirtschaftsmächte beim G7-Gipfel tagen. Mit dabei sind ab Mittag auch Spitzenvertreter der Gastländer Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien, zugeschaltet wird UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

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G7-Gipfel: Bundeskanzler Scholz empfängt weitere Gäste

Update Montag, 27. Juni, 10.15 Uhr: US-Regierung: G7 verhängen weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau

Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wollen die USA und die anderen G7-Staaten nach Angaben der US-Regierung weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau verhängen. Die Maßnahmen richteten sich unter anderem gegen militärische Produktions- und Lieferketten, teilte das Weiße Haus am Montag am Rande des G7-Gipfels in Bayern mit.

Update Montag, 27. Juni, 8.35 Uhr: Heute spricht Selenskyj zu den G7-Staatschefs

Aus dem Krieg zugeschaltet ins bayerische Alpenidyll: An Tag zwei des G7-Gipfels auf Schloss Elmau will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Staats- und Regierungschefs der großen Industrieländer ins Gewissen reden. Der 44-Jährige soll am Vormittag per Video zu den Beratungen zugeschaltet werden. Bereits am Wochenende hatte er erneut mehr Militärhilfe für sein Land gefordert. Bei den G7 kündigte sich mit einem Importverbot für russisches Gold zudem eine Verschärfung der Sanktionen an.

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Vereinte Nationen

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Selenskyj sieht die Ukraine in einer schwierigen Phase des Krieges. Erstmals seit drei Wochen wurde die Hauptstadt Kiew am Wochenende wieder mit Raketen beschossen. Außerdem gelang es Russland nach wochenlangem Kampf, die Großstadt Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine unter Kontrolle zu bringen.

"Wir brauchen eine schlagkräftige Luftverteidigung – modern, voll wirksam", sagte er in der Nacht zum Montag in seiner täglichen Videoansprache. Jede Verzögerung von Waffenlieferungen an die Ukraine sei eine Einladung an Russland, weiter zuzuschlagen, meinte Selenskyj. Die G7-Länder, zu denen Deutschland, die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan zählen, verfügten gemeinsam über so viel Potenzial, "um die russische Aggression gegen die Ukraine und Europa zu stoppen" sagte Selenskyj.

Update Montag, 27. Juni, 8.18 Uhr: So war der erste Tag des G7-Gipfels

Der erste Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau ist vorbei. Bilder vom Sonntag finden Sie hier.

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G7-Gipfel in Elmau: Bilder von Tag 1

Update Montag, 27. Juni, 7.24 Uhr: G7-Gipfel berät über Ukraine, Energie, Klimakrise und Hunger

Am zweiten Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Bayern wird der russische Angriffskrieg in der Ukraine eines der beherrschenden Themen sein. Gleich am Montagvormittag soll der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu den Beratungen der Staats- und Regierungschefs zugeschaltet werden. Bereits am Sonntag hatte Selenskyj erneut mehr Militärhilfe für sein Land gefordert. Anschließend hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Staats- und Regierungschefs von fünf Gastländern zur Teilnahme an den Beratungen eingeladen: Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien.

Update Montag, 27. Juni, 7.22 Uhr: Demonstrationen gegen G7-Gipfel gehen weiter

Gegner des G7-Gipfels im oberbayerischen Elmau wollen am Montagvormittag ihren Protest gegen das Treffen der Spitzenpolitiker fortsetzen. Es ist ein Sternmarsch (ab 10.00 Uhr) auf mehreren Routen zum Tagungsort auf Schloss Elmau geplant. Letztlich wird aber nur ein Teil der Demonstranten überhaupt in die Nähe des Schlosses kommen. Es ist vorgesehen, dass die Polizei eine 50-köpfige Delegation in Bussen in Sichtweite des Gipfelortes bringt.

Update, 21.28 Uhr: Söder lässt Scholz bei Tweet weg - und erklärt sich

Ministerpräsident Markus Söder hält seinen Willkommens-Tweet für die G7-Staats- und Regierungschefs unter Aussparung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nicht für problematisch. "Grüß Gott in Bayern" hatte der CSU-Chef in seinem Tweet mit den Köpfen von sechs Gipfelteilnehmern geschrieben, Scholz war nicht darunter.

Scholz sei ja der Gastgeber, sagte Söder am Sonntagabend in einem ZDF-"spezial" zum Gipfel auf Schloss Elmau. "Der Bundeskanzler ist ja nun nicht ein ausländischer Staatsgast, sondern der Bundeskanzler. Und noch gehört ja Bayern definitiv zu Deutschland. So soll es auch bleiben", fügte Söder hinzu. Mutmaßungen, er habe Scholz vergessen oder zähle ihn nicht zu den wichtigsten Staats- und Regierungschefs, seien an den Haaren herbeigezogen.

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G7-Gipfel: Söder empfängt G7-Partner in München

Update, 20.05 Uhr: Scholz: G7 geschlossen und entschlossen gegen Russland

Die sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte stellen sich als geschlossene Gemeinschaft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin entgegen. "Uns eint der Blick auf die Welt, uns eint auch der Glaube an die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit", betonte Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntag beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau. Alle G7-Staaten seien besorgt über die gegenwärtigen Krisen. Der Bundeskanzler zeigte sich dennoch optimistisch: "Die G7 sind eine gute Gemeinschaft, um gemeinsame Antworten zu entwickeln auf die Herausforderungen unserer Zeit." Es sei wichtig, dabei entschlossen und geschlossen zu handeln.

Scholz betonte nicht nur die Geschlossenheit der G7, sondern auch jene der Europäischen Union und der Nato. Alle drei hätten von Anfang an entschlossen gehandelt, als es um die Unterstützung der Ukraine ging. "Man kann sicher sagen, dass Putin nicht damit gerechnet hat und ihm das unverändert Kopfschmerzen bereitet."

Update, 18.03 Uhr: Aktivist bei G7-Demo festgenommen und verletzt

Bei der G7-Demonstration in Garmisch-Partenkirchen ist am Sonntag ein Aktivist festgenommen und verletzt worden. Der Mann habe Beamte wiederholt beleidigt und bei seiner Festnahme massiv Widerstand geleistet, teilte die Polizei mit. Dabei sei er auch leicht verletzt worden. Die Beamten kündigten weitere Ermittlungen an.

Die Veranstalter schätzten mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Kundgebung, die Polizei sprach von rund 800.

Update, 16.20 Uhr: G7-Regierungschefs machen sich über Putin lustig

Kurz vor ihrer ersten Arbeitssitzung haben sich die G7-Staats- und Regierungschefs über den russischen Präsidenten Wladimir Putin lustig gemacht. Der britische Regierungschef Boris Johnson stieß am Sonntagmittag als letzter zu der Runde auf Schloss Elmau dazu, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Er fragte angesichts der hohen Temperaturen, ob man die Jacketts wohl ausziehe oder nicht, und fügte hinzu: "Wir alle müssen zeigen, dass wir härter sind als Putin." Der kanadische Premier Justin Trudeau erwiderte unter anderem: Reiten mit nacktem Oberkörper, das müsse man machen. Er spielte damit auf ein bekanntes Foto Putins in solcher Pose an.

Die Zitate wurden von Kamerateams aufgezeichnet, die vor Beginn der G7-Runde kurzzeitig für Aufnahmen in dem Saal zugelassen waren.

Update, 15.12 Uhr: Demonstrationszug gegen G7 in Bewegung

Der Demonstrationszug gegen das G7-Treffen im bayerischen Elmau hat im nahe gelegenen Garmisch-Partenkirchen begonnen. Der Zug setzte sich am Sonntagnachmittag nach Verzögerungen in Bewegung. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer zunächst auf rund 800. Die Kundgebung wird von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet. In der Region sind insgesamt 18.000 Polizistinnen und Polizisten zum Gipfel im Einsatz. Die Straßen werden auch von Einheimischen gesäumt, die den Zug beobachteten. Das sei einmal etwas anderes, als ein Trachtenumzug, sagte ein Mann aus Garmisch-Partenkirchen.

Update 14.40 Uhr: G7-Gipfel - Familienfoto der G7-Chefs auf Schloss Elmau

Dunkle Wolken ziehen über dem Wettersteingebirge auf, als sich die G7-Tielnehmer zum traiditonellen Familienfoto versammeln. von links Charles Michel, Mario Draghi, Justin Trudeau, Emmanuel Macron, Olaf Scholz, Joe Biden, Boris Johnson, Fumio Kishida und Ursula von der Leyen

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G7-Gipfel in Elmau: Ankunft der Staatschefs im Schloss

Update, 12, 47 Uhr: G7-Gipfel beginnt - Scholz begrüßt G7-Chefs auf Schloss Elmau

Offizieller Auftakt für den G7-Gipfel: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Sonntagmittag die Staats-und Regierungschefs der G7-Staaten in den bayerischen Alpen empfangen. Scholz und seine Frau Britta Ernst begrüßten ihre prominenten Gäste auf Schloss Elmau, inmitten der prächtigen Bergkulisse des Wettersteingebirges. Unmittelbar im Anschluss war die erste Arbeitssitzung geplant.

Zur G7 gehören sieben der wirtschaftsstärksten Demokratien der Welt: Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Außerdem nehmen an dem Gipfel EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teil. Scholz hat zudem fünf Gastländer eingeladen - Demokratien aus Asien, Afrika und Südamerika: Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sitzt neben US-Präsident Joe Biden (links) zu Beginn eines bilateralen Treffens vor dem Auftakt zum eigentlichen Gipfeltreffen.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sitzt neben US-Präsident Joe Biden (links) zu Beginn eines bilateralen Treffens vor dem Auftakt zum eigentlichen Gipfeltreffen.
Bild: Michael Kappeler, dpa

12.15 Uhr: Demo-Organisatoren klagen gegen Standplatz bei Schloss Elmau

Die Organisatoren des Demo-Sternmarsches zum Tagungsort des G7-Gipfels klagen gegen den ihnen von den Behörden zugewiesenen Standplatz in der Nähe des Schlosses. "Das ist nicht in Ruf- und Sichtweite", betonte Anmelder Franz Haslbeck vom Protestbündnis "Stop G7 Elmau" am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen. 500 Meter Luftlinie lägen zwischen dem vorgesehenen Standort und dem Tagungsort Schloss Elmau. "Diese 500 Meter tragen nicht dem Gerichtsurteil Rechnung."

Vorausgegangen waren bereits langwierige Verhandlungen mit den Behörden, die - einem Gerichtsurteil vom vergangenen G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Jahr 2015 gemäß - einen Protest auch in der Nähe der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industriestaaten am Ende zugelassen haben. Demnach soll eine Gruppe von höchstens 50 namentlich registrierten Demonstranten am Montag in Polizeifahrzeugen in den sonst unzugänglichen Sicherheitsbereich beim Schloss gefahren werden. Die anderen Züge des Sternmarsches enden in größerer Entfernung zum Tagungsort.

Update, 12.10 Uhr: Biden und Scholz beschwören vor G7-Gipfel Geschlossenheit

Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden haben vor dem G7-Treffen in Bayern die Geschlossenheit des Westens angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beschworen. Am Rande ihres bilateralen Treffens am Sonntag auf Schloss Elmau unterstrich Scholz, man müsse weiterhin zusammenstehen. Der russische Präsident Wladimir Putin habe diese Geschlossenheit nicht erwartet. Biden dankte Scholz für die wichtige Rolle, die er dabei gespielt habe. Der US-Präsident betonte: "Wir müssen zusammenbleiben." Putin habe damit gerechnet, dass die G7 und die Nato gespalten würden. Das sei nicht geschehen und werde auch nicht geschehen.

Ein sechzig Meter großes, von Greenpeace-Aktivisten angebrachtes Peace-Zeichen aus brennenden Kerzen, ist in einer Felswand des Waxenstein in 1600 Meter zu sehen. Am ersten Gipfeltag wird die weltwirtschaftliche Lage, der Klimaschutz und die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Sanktionen gegen Russland beraten. +++ dpa-Bildfunk +++
Ein sechzig Meter großes, von Greenpeace-Aktivisten angebrachtes Peace-Zeichen aus brennenden Kerzen, ist in einer Felswand des Waxenstein in 1600 Meter zu sehen. Am ersten Gipfeltag wird die weltwirtschaftliche Lage, der Klimaschutz und die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Sanktionen gegen Russland beraten. +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Update, 12 Uhr: Biden: G7-Staaten wollen Importverbot für russisches Gold verkünden

Die G7-Staaten wollen bei ihrem Gipfel in Bayern nach Angaben von US-Präsident Joe Biden ein Importverbot für russisches Gold verkünden. Damit würden Russland Dutzende Milliarden Dollar Einnahmen aus diesem wichtigen Exportgut wegbrechen, teilte Biden am Sonntag auf Twitter mit. Wegen des von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben die G7-Staaten harte Sanktionen gegen Moskau verhängt.

Biden schrieb: "Die Vereinigten Staaten haben Putin beispiellose Kosten auferlegt, um ihm die Einnahmen zu entziehen, die er zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine benötigt." Ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter sagte am Sonntag in einer Telefonschalte mit Journalisten, die G7-Staaten würden den Importstopp offiziell am Dienstag verkünden, dem letzten Tag des Gipfels auf Schloss Elmau. "Damit wird Russland weiter von der Weltwirtschaft isoliert." Gold sei für Russland nach Energie das zweitwichtigste Exportgut.

Update, 10 Uhr: Peace-Zeichen als G7-Protest

Greenpeace-Aktivisten haben am Samstagabend kurz vor dem Beginn des G7-Gipfels ein 60 Meter großes Peace-Zeichen aus brennenden Kerzen in einer Felswand bei Garmisch-Partenkirchen platziert. Dies sei ein Appell an die Staats- und Regierungschefs, den Ausstieg aus fossiler Energie zu beschleunigen, um den Klimaschutz entscheidend voranzubringen und eine friedlichere Welt zu ermöglichen, sagte eine Greenpeace-Sprecherin.

Knapp ein Dutzend Aktivisten hatten 310 überdimensionale Teelichter auf 1600 Meter Höhe am Waxenstein getragen und dort entzündet. Auf Transparenten forderten sie "G7: Exit Fossils, Enter Peace" und "G7: Jetzt Gas, Öl und Kohle stoppen".

Ein Polizeihubschrauber fliegt am Samstag über Garmisch-Partenkirchen.
Ein Polizeihubschrauber fliegt am Samstag über Garmisch-Partenkirchen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Es sind die Einnahmen aus Gas, Öl und Kohle, die Putins Angriffskrieg auf die Ukraine täglich mitfinanzieren", mahnte die Sprecherin. Ein fataler Fehler wäre es, die russischen Importe jetzt in gleichem Umfang durch fossile Brennstoffe aus anderen Ländern zu ersetzen. Das würde die Klimakatastrophe weiter anheizen und neue Krisen und Konflikte befeuern. Bisher habe die deutsche G7-Präsidentschaft für den Klimaschutz und die globale Energiewende kaum Fortschritte gebracht.

Update, 9.30 Uhr: G7-Teilnehmer reisen an - keine Störaktionen

Die Ankunft der Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen verläuft bisher ohne Zwischenfälle. Störaktionen und Blockaden von Gegnern seien zunächst ausgeblieben, berichtet die Polizei.

Update Sonntag, 7.30 Uhr: US-Präsident Biden in München gelandet.

Nach Emmanuel Macron ist auch US-Präsident Joe Biden in München gelandet. Gegen 22.45 Uhr landete die Air-Force-One Empfangen wurde der US-Präsident von Markus Söder. Noch vor Beginn des G7-Gipfels kommen Scholz und Biden zu einem Gespräch zusammen. Für die Fahrt von Biden nach Elmau wurden zahlreiche Straßen komplett gesperrt.

Update Sonntag, 7 Uhr: G7-Demonstranten wollen Protest nach Garmisch tragen

Der eigentliche Tagungsort ist hermetisch abgeriegelt. Doch zumindest in der Region wollen die Kritiker des G7-Gipfels sichtbar sein. Im nahe gelegenen Garmisch-Partenkirchen planen sie eine Demo.

Update Samstag, 21.02 Uhr: Verdächtiger Gegenstand stellt sich als harmlos heraus

Ein kurz vor dem G7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen entdecktes, verdächtiges Paket hat sich als harmlos herausgestellt. Spezialkräfte hätten den Gegenstand untersucht - er sei nicht sprengstoffverdächtig, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagabend. "Wo das Päckchen hingehört, wissen wir noch nicht." Es gelte nun als Fundstück.

Update Samstag, 18.53 Uhr: Protest gegen G7-Gipfel: Demonstration in Garmisch-Partenkirchen

Nach der Demo in München wollen Kritiker des G7-Gipfels ihren Protest zum Start des Treffens auf Schloss Elmau nun auch ins nahe gelegene Garmisch-Partenkirchen tragen. Für Sonntag (13.00 Uhr) ist eine Demonstration durch das beschauliche Städtchen zu Füßen der Zugspitze geplant. Nach der Auftaktkundgebung am Bahnhofsvorplatz mit Redebeiträgen und Musik wollen die Organisatoren den Zug über eine 3,3 Kilometer lange Strecke unter anderem durch die Fußgängerzone führen. Zwischen 16.00 und 19.00 Uhr ist dann die Schlusskundgebung geplant.

Samstag, 15.10 Uhr: Polizei kontrolliert an 20 Stellen um Garmisch - Keine Störer

Die Verkehrskontrollen rund um den G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Garmisch-Partenkirchen laufen aus Sicht der Polizei nach kleineren Anfangsschwierigkeiten weitgehend problemlos. "In der Anfangszeit kam es vereinzelt zu Rückstaus, inzwischen läuft das Ganze aber sehr sehr gut", sagte die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Kerstin Schaller. Sie ist bei dem Einsatz rund um den Gipfel für die Verkehrsmaßnahmen zuständig.

Alles dicht: Tische und Stühle eines Restaurants sind während der G7-Gipfel abgesperrt.
Alles dicht: Tische und Stühle eines Restaurants sind während der G7-Gipfel abgesperrt.
Bild: Angelika Warmuth/dpa

Größere Auseinandersetzungen mit Autofahrern habe es aber nicht gegeben, auch wenn die Sperrungen von einigen "nicht unbedingt goutiert" worden seien. "Natürlich: Unmutsbekundungen gibt es und die sind auch verständlich."

G7-Gipfel: Autofahrer werden umgeleitet, Kontrollstellen auf der Autobahn

Die Polizei hat rund um Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald 20 Kontrollstellen eingerichtet, unter anderem auf der Autobahn. Autofahrer, die nur durch die Region fahren wollen, werden abgehalten und umgeleitet. Das betrifft auch Urlauber, die Garmisch-Partenkirchen passieren und weiter nach Süden fahren wollen. In Nordrhein-Westfalen haben gerade die Sommerferien begonnen.

Ziel der Maßnahmen ist, dass sich nur noch Menschen mit einem "berechtigten Interesse" in der Region aufhalten, sagte Schaller. Dazu zähle allerdings auch der Besuch von Münchnern bei Freunden in Garmisch.

Mutmaßliche Störer bei den geplanten Demonstrationen seien von der bayerischen Polizei bisher nicht herausgezogen worden, so Carolin Englert, Sprecherin der Bayerischen Polizei. "Wir haben bisher niemanden feststellen können, den wir als gewaltbereit einstufen würden." Entsprechend sei in der sogenannten Gefangenensammelstelle im Ort noch viel Platz. Dort sind in Containern Arrestzellen für rund 150 Personen eingerichtet.

G7-Gipfel: Geschäfte und Gaststätten schließen in Garmisch-Partenkirchen

Wegen des G7-Gipfels auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen schließen zahlreiche Geschäfte und Gaststätten in dem Touristenort an der Zugspitze. Einige Lokale hatten schon am Samstag, einen Tag vor Gipfelbeginn, geschlossen und ihre Außenbereiche abgesperrt. In vielen Geschäften und auch in einer Bankfiliale hingen Zettel mit Hinweisen auf Schließungen für die Zeit des Gipfeltreffens, das von Sonntag bis Dienstag dauern soll.

Ein Sonderweg hinauf zur Alm: Kühe werden unter Polizeischutz quer durch den Sicherheitsbereich getrieben.
Ein Sonderweg hinauf zur Alm: Kühe werden unter Polizeischutz quer durch den Sicherheitsbereich getrieben.
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Anders als beim letzten G7-Treffen auf Elmau vor sieben Jahren fehlten große Absperrungen oder Barrikaden zunächst. 2015 hatten viele Einwohner vor allem Sorge um die farbenfrohen sogenannten Lüftlmalereien an den Fassaden ihrer Häuser. "Wir verlassen uns dieses Mal auf die Polizei", sagte der Besitzer eines Souvenirladens. Ein Auktionshaus, das sich auf Oldtimer spezialisiert hat, fuhr allerdings schwerere Geschütze auf. Davor wurden Schiffscontainer positioniert, um die alten Autos zu schützen.

G7: Rund 130 Kühe unter Polizeischutz auf Alm getrieben

Die Sicherheitsmaßnahmen sorgen auch für skurrile Szenen. So wurden 130 Kühe am Freitag unter Polizeischutz quer durch den Sicherheitsbereich um den G7-Tagungsort Schloss Elmau auf ihre Alm getrieben. Die Tiere mussten dabei den für den Gipfel eigens asphaltierten temporären Hubschrauberlandeplatz queren, auf dem die Staatsgäste landen sollen - normalerweise ist das ein Wanderparkplatz.

Die Hinterlassenschaften der Kühe seien gleich wieder beseitigt worden, berichtete ein Polizeisprecher. "Es ist eine Kehrmaschine hinzugezogen worden, die den Platz wieder in ordnungsgemäßen Zustand versetzt hat."

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Und: G7-Gipfel auf Schloss Elmau: Die Gipfel-Kritiker haben auf einer Wiese an der Loisach in Garmisch-Partenkirchen mit dem Aufbau ihres Protestcamps begonnen.