Filmreife Flucht

Gefängnisausbruch: Mutmaßlicher Mörder entkommt im Lieferwagen

Ein mutmaßlicher Mörder ist aus der JVA Stadelheim bei München ausgebrochen.

Ein mutmaßlicher Mörder ist aus der JVA Stadelheim bei München ausgebrochen.

Bild: Andreas Gebert, dpa (Archiv)

Ein mutmaßlicher Mörder ist aus der JVA Stadelheim bei München ausgebrochen.

Bild: Andreas Gebert, dpa (Archiv)

Ein unter Mordverdacht stehender Mann ist aus dem Münchner Gefängnis Stadelheim ausgebrochen. In einem Lieferwagen legte er eine filmreife Flucht hin.
Ein mutmaßlicher Mörder ist aus der JVA Stadelheim bei München ausgebrochen.
dpa
09.02.2021 | Stand: 17:11 Uhr

Filmreife Flucht: Ein unter Mordverdacht stehender Mann ist aus dem Münchner Gefängnis Stadelheim ausgebrochen. Das bestätigte das bayerische Justizministerium, nachdem zuvor die "Bild"-Zeitung darüber berichtet hatte. Dem 24-Jährigen sei es am Dienstag gelungen, "in einem Lieferfahrzeug versteckt aus der Anstalt zu entweichen", sagte eine Ministeriumssprecherin. Der flüchtige Untersuchungshäftling wurde aber schon kurz nach seinem Ausbruch und einer Großfahndung wieder von der Polizei festgenommen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums sagte.

Umstände des Ausbruches aus Münchner JVA Stadelheim

Wie die Flucht aus dem berühmten Münchner Gefängnis gelingen konnte, ist noch ein Rätsel: "Die Umstände, die zu der Entweichung geführt haben, werden derzeit mit Hochdruck aufgearbeitet."

Bei dem 24-Jährigen handelt es sich nach Ministeriumsangaben um einen als mutmaßlichen "Porsche-Mörder" in Untersuchungshaft sitzenden Mann, der sich seit Juni vergangenen Jahres in Stadelheim befand.

Flüchtiger unter Verdacht, einen Mann erschossen zu haben

Dem Mann wird vorgeworfen, im März 2020 einen 25-Jährigen in dessen Sportwagen erschossen zu haben. Eine Passantin hatte die Leiche auf dem Fahrersitz des abgestellten Sportwagens im Stadtteil Am Hart bemerkt.

Hintergrund des Verbrechens sollen Schulden im Zusammenhang mit Drogengeschäften gewesen sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft damals mit. Es sei um Kokaingeschäfte und einen höheren vierstelligen Betrag gegangen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er den 25-Jährigen heimtückisch und aus Habgier ermordete. Dem Mann droht damit bei einem Nachweis seiner Schuld eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Ausbrüche aus Gefängnissen in Bayern sind nach Angaben des Justizministeriums "die absolute Ausnahme" - und seit vielen Jahren trotz gestiegener Gefangenenzahlen rückläufig.