Wurde er wirklich umgefahren?

Grünen-Politiker Urban nach Vorfall mit Google-Auto vor Gericht

Wurde der Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban von einem Google-Street-View-Fahrzeug umgefahren oder hat er das geschauspielert? Diese Frage soll sich nun vor Gericht klären.

Wurde der Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban von einem Google-Street-View-Fahrzeug umgefahren oder hat er das geschauspielert? Diese Frage soll sich nun vor Gericht klären.

Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolbild)

Wurde der Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban von einem Google-Street-View-Fahrzeug umgefahren oder hat er das geschauspielert? Diese Frage soll sich nun vor Gericht klären.

Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolbild)

Der bayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban muss vor Gericht. Es geht um einen Vorfall mit einem Google-Street-View-Fahrzeug.
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dpa
12.09.2021 | Stand: 18:03 Uhr

Der bayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban muss sich von Montag (9 Uhr) an wegen des Verdachts der Nötigung und der falschen Verdächtigung vor dem Amtsgericht Wolfratshausen verantworten. Der heute 43 Jahre alte Politiker hatte angegeben, im Oktober 2019 auf seinem Bauernhof im oberbayerischen Eurasburg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) von einem Google-Street-View-Fahrzeug umgefahren worden zu sein. Der Fahrer des Wagens bestritt das. Urban erhielt wegen der mutmaßlich falschen Verdächtigung einen Strafbefehl über eine Zahlung von 10.500 Euro. Dagegen wehrte er sich - nun kommt es zur mündlichen Verhandlung.

Zentrale Frage des Prozesses knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl: Hat das Google-Street-View-Fahrzeug Urban zu Fall gebracht - oder hat er geschauspielert? Eine wichtige Rolle spielt ein Video, das aus dem Street-View-Wagen aufgenommen wurde.

Landtag hob Urbans Immunität auf

Urban hatte seinen Anwälten zufolge der Polizei gesagt, der Mann habe ihn umgefahren. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung gegen den Fahrer wurde eingestellt.

Der Landtag hatte vor einiger Zeit Urbans Immunität aufgehoben, damit die Justiz ermitteln konnte. In dem Prozess sollen nun unter anderem die Polizeibeamten, der Fahrer sowie Gutachter als Zeugen gehört werden. Ein Urteil könnte am 4. Oktober gesprochen werden.