Tirol und Tschechien

Grenzkontrollen wegen Corona: Polizei verweigert etwa jedem Dritten die Einreise

Zwei Bundespolizisten kontrollieren die Dokumente von Reisenden an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland. Die verschärften deutschen Einreiseregeln an der Grenze zu Tirol zum Schutz vor gefährlichen Varianten des Coronavirus waren in der Nacht zu Sonntag in Kraft getreten.

Zwei Bundespolizisten kontrollieren die Dokumente von Reisenden an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland. Die verschärften deutschen Einreiseregeln an der Grenze zu Tirol zum Schutz vor gefährlichen Varianten des Coronavirus waren in der Nacht zu Sonntag in Kraft getreten.

Bild: Matthias Balk, dpa

Zwei Bundespolizisten kontrollieren die Dokumente von Reisenden an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland. Die verschärften deutschen Einreiseregeln an der Grenze zu Tirol zum Schutz vor gefährlichen Varianten des Coronavirus waren in der Nacht zu Sonntag in Kraft getreten.

Bild: Matthias Balk, dpa

Am Tag zwei nach dem Start der schärferen Corona-Einreiseregeln hat die Polizei an den Grenzübergängen zu Tirol und Tschechien viele Reisende abgewiesen.
dpa
15.02.2021 | Stand: 18:20 Uhr

Tag zwei nach dem Start der schärferen Corona-Einreiseregeln: Am zentralen Grenzübergang von Tirol nach Bayern in Kiefersfelden herrschte am Montagvormittag zwar eher ruhiger Verkehr. Die Bundespolizei habe aber bereits zahlreiche Einreisende zurückweisen müssen, sagte der Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim, Rainer Scharf.

Zudem hätten einige, die zur Einreise nach den neuen Regeln berechtigt waren, nicht das vorgeschriebene negative Testergebnis dabei gehabt. Der Test könne an der Grenze in einem Testzentrum nachgeholt werden, der Betreffende bekomme aber dennoch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Einreiseregeln.

Nach den neuen Vorgaben dürfen aus weiten Teilen Tirols in Österreich sowie aus Tschechien und nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Gesundheitspersonal einreisen. Ausnahmen gibt es auch aus familiären Gründen. Tschechien und Tirol gelten als Virusmutationsgebiete.

Laut Scharf wurden am Montag auch Menschen durchgelassen, die mit ihrem Arbeitsvertrag ihre Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich nachweisen konnten. Diese Erweiterung der Regelung hatten Bund und Freistaat am Sonntag bekannt gegeben. Laut Scharf zählten dazu etwa Beschäftigte in der Arzneimittel- und Medizinproduktion, Mitarbeiter von Berufsfeuerwehren oder Sicherheitsdiensten oder Beschäftigte in öffentlichen Einrichtungen. Von Mittwoch an müssen diese Berufspendler eine behördliche Bescheinigung vorlegen.

Kontrollen an der Grenze zu Tirol verschärft

Anders als in Kiefersfelden war die Lage an den Autobahn-Grenzübergängen zwischen Deutschland und Tschechien. Dort kam es zu massiven Behinderungen. Auf der Autobahn E55/D8 Prag-Dresden stauten sich die Lastwagen am Montagvormittag bis nach Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) zurück. Die Polizei regulierte die Einfahrt in die Tunnel. Auf der E50/D5 in Richtung Nürnberg bildete sich vorübergehend eine mehr als 20 Kilometer lange Lkw-Kolonne.

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Die Bundespolizei berichtete am Montagmittag, im Zeitraum von Sonntag, 14. Februar, 0 Uhr, bis Montag, 15. Februar, 6 Uhr, hätten ihre Beamten an der deutsch-tschechischen und deutsch-österreichischen Grenze fast 5.000 Personen wegen "Corona-Verstößen" abweisen müssen, "etwa jeder Dritte der Kontrollierten".