Gurkenwasser statt Streusalz

Gurkenwasser gegen glatte Straßen? - Pilotprojekt in Dingolfing weckt Interesse

Salzwasser wird von einem Winterdienstfahrzeug auf eine Straße gesprüht. Die Straßenmeisterei in Dingolfing benutzt für den Winterdienst salziges Gurkenwasser bei Eisglätte

Salzwasser wird von einem Winterdienstfahrzeug auf eine Straße gesprüht. Die Straßenmeisterei in Dingolfing benutzt für den Winterdienst salziges Gurkenwasser bei Eisglätte

Bild: picture alliance/dpa | Armin Weigel

Salzwasser wird von einem Winterdienstfahrzeug auf eine Straße gesprüht. Die Straßenmeisterei in Dingolfing benutzt für den Winterdienst salziges Gurkenwasser bei Eisglätte

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In Dingolfing sollen durch den Einsatz von Gurkenwasser bis zu 1000 Tonnen Streusalz ersetzt werden.
Salzwasser wird von einem Winterdienstfahrzeug auf eine Straße gesprüht. Die Straßenmeisterei in Dingolfing benutzt für den Winterdienst salziges Gurkenwasser bei Eisglätte
dpa
26.01.2021 | Stand: 21:46 Uhr

Den Einsatz von Gurkenwasser hat Andreas Maier, Leiter der Straßenmeisterei Dingolfing, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Auf die Idee des Projekts sei eine Gurkenproduktionsfirma in direkter Nachbarschaft gekommen. Laut Maier hatte sie ein Problem mit der Abwasseranlage, in die das viele Gurkenwasser entsorgt wurde. So sei die Idee entstanden, das Salzwasser zu nutzen.

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Das niederbayerische Projekt, Gurkenwasser gegen winterglatte Straßen einzusetzen, sorgt in Brandenburg für Interesse. Eine Straßenmeisterei in Dingolfing verwendet nach eigenen Angaben in einer Testphase seit einem Jahr bearbeitetes Gurkenwasser eines regionalen Gurkenverarbeiters statt Flüssigsalz gegen Straßenglätte. Das Gurkenwasser wird demnach vom Hersteller von pflanzlichen Resten gereinigt und der gewonnene salzige Sud mit zusätzlichem Salz auf 22 Prozent angereichert.

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Der Brandenburger Landesbetrieb Straßenwesen zeigte sich, auch mit Blick auf die Gurkenherstellung im Spreewald, an dem Projekt interessiert. "Da warten wir jetzt drauf, was die Bayern als Ergebnisse des Pilotprojekts herausgefunden haben", sagte Sprecher Steffen Streu auf Nachfrage.

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Sicher gebe es da noch eine ganze Reihe von Fragen zu klären, vor allem spiele die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Das Thema werde in einer Länderfachgruppe beraten. Zuvor hatten der Bayerische Rundfunk und der RBB über das Projekt berichtet.