Herbert Achternbusch ist tot

Herbert Achternbusch ist tot: Trauer um Filmemacher, Schriftsteller und Maler

Der Münchner Filmemacher und Schriftsteller Herbert Achternbusch ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren, wie die Stadt München am Donnerstag bestätigte.

Der Münchner Filmemacher und Schriftsteller Herbert Achternbusch ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren, wie die Stadt München am Donnerstag bestätigte.

Bild: Felix Hörhager, dpa (Archivbild)

Der Münchner Filmemacher und Schriftsteller Herbert Achternbusch ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren, wie die Stadt München am Donnerstag bestätigte.

Bild: Felix Hörhager, dpa (Archivbild)

Er war Romancier, Dramatiker, Dichter, Filmemacher, Maler und Schauspieler: Herbert Achternbusch. Nun ist der bayerische Universalkünstler gestorben.
##alternative##
dpa
13.01.2022 | Stand: 20:39 Uhr

Der Münchner Filmemacher und Schriftsteller Herbert Achternbusch ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren, wie die Stadt München am Donnerstag bestätigte. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, starb er bereits Anfang dieser Woche.

Filmemacher Herbert Achternbusch tot: Er war vor allem für skurrile Werke bekannt

Achternbusch ist vor allem für seine skurrilen Filme bekannt wie zum Beispiel "Andechser Gefühl", "Servus Bayern" oder "Das Gespenst". Zudem hat er Theaterstücke, Buchpublikationen und Hunderte Bilder geschaffen. Achternbusch zeichnete vor allem eine Hassliebe zu seiner Heimat Bayern aus.

Bilderstrecke

Tote Promis: Diese Prominenten sind im Jahr 2022 gestorben

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) würdigte Achternbusch am Donnerstag als bayerischen "Heimatkünstler im allerbesten Sinne". Nicht nur seine Filme und Theaterstücke, Bücher und Bilder würden bleiben, "sondern auch seine Sponti-Sprüche, von denen manche fest in den deutschen Sprachschatz übergangen sind: „Du hast keine Chance, aber nutze sie."

Schon in den 70er Jahren kam Achternbusch in Kontakt zur Szene der deutschen Autorenfilmer um Werner Herzog, Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta. Seine oft mit geringem Aufwand gedrehten Streifen nahmen regelmäßig die so unangepasst-subversive wie obrigkeitshörige und bigotte bayerische Volksseele aufs Korn. In "Der Depp" (1983) ließ er seinen Lieblingsfeind Franz Josef Strauß vergiften, im halbdokumentarischen "Bierkampf" rechnet er mit einem bayerischen Heiligtum ab: dem Oktoberfest.

Achternbusch auch als preisgekrönter Schriftsteller bekannt

Achternbusch kam als unehelicher Sohn einer Sportlehrerin und eines Zahntechnikers in München zur Welt und wuchs im Bayerischen Wald auf. Nach dem Abitur in Cham studierte er an den Kunstakademien in München und Nürnberg und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, bevor er mit dem Schreiben begann.

Lesen Sie auch
##alternative##
Ponkie ist gestorben

Vor ihrem Urteil zitterten die Fernseh-Macher: TV-Kritikerin "Ponkie" ist tot

Schon mit seinem ersten Roman "Alexanderschlacht" sicherte er sich einen festen Platz in der Literatur-Avantgarde der 70er und 80er Jahre. Mit seinen in rascher Folge entstandenen Theaterstücken errang er zweimal den Mülheimer Dramatikerpreis.

"Dogtown Munich": Ein Bekenntnis zu München

Sein Zwei-Personen-Stück "Gust" (1986) mit Sepp Bierbichler als aus der Zeit gefallenem Bauern, der im Begriff ist, seine Frau zu verlieren, lief jahrelang erfolgreich an den Münchner Kammerspielen. 2017 wurde am Münchner Volkstheater "Dogtown Munich" uraufgeführt, abermals ein Bekenntnis zu seiner Heimatstadt.

Lesen Sie auch: 50 Jahre Olympia-Jubiläum in München: Erinnerungen an ein Attentat wachhalten