Psychische Gesundheit

Holetschek: Verstärktes Achten auf psychische Gesundheit

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wirbt für rechtzeitige Hilfe bei psychischen Problemen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wirbt für rechtzeitige Hilfe bei psychischen Problemen.

Bild: Julian Stratenschulte

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wirbt für rechtzeitige Hilfe bei psychischen Problemen.

Bild: Julian Stratenschulte

Das Wetter grau in grau und auch die Weltlage stimmt nicht gerade optimistisch. Bayerns Gesundheitsminister hat deshalb einen Rat.
##alternative##
dpa
02.10.2022 | Stand: 10:04 Uhr

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wirbt für rechtzeitige Hilfe bei psychischen Problemen. "Oft hat man das Gefühl, dass die Herausforderungen kein Ende nehmen", sagte der Minister am Samstag zum Start der 25. Bad Kissinger Gesundheitstage unter dem Motto "Stress lass nach!". Er verwies auf Belastungen etwa durch die Corona-Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den Klimawandel. "Deshalb ist es umso wichtiger, dafür zu sorgen, dass uns dieser Stress nicht krank macht. Es gilt, jetzt verstärkt auf die psychische Gesundheit zu achten und sich bei Bedarf frühzeitig fachkundige Unterstützung zu holen", riet Holetschek.

Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen nannte der Minister Volkskrankheiten. Jeder könne in eine psychische Notlage geraten, zum Beispiel durch existenzielle Ängste, Sorgen, Überforderung im Alltag oder Einsamkeit.

(Lesen Sie auch: Gesundheitsminister Holetschek ruft Bevölkerung zu Grippeimpfung auf)

"Viele Suizide können verhindert werden, wenn Betroffene rasche und wirksame Hilfe erhalten", sagte Holetschek. Notwendig seien deshalb moderne Versorgungsstrukturen mit niedrigschwelligen, wohnortnahen und frühzeitigen Möglichkeiten für Unterstützung und Behandlung. Als wichtig bezeichnete er in dem Zusammenhang die Krisendienste.

Sie seien rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 655 3000 erreichbar, auch Angehörige oder andere Menschen aus dem Lebensumfeld Betroffener könnten sich dort melden. Speziell für Kinder gebe es zudem das Magazin MucklMAG, das insbesondere die Belastungen durch die Corona-Pandemie in den Blick nehme.

Lesen Sie auch: Nicht Verzweifeln trotz Krise: Fünf Strategien für Zuversicht und Mut in schwierigen Zeiten