Lotto und Eurolotto

In Bayern gab es 2021 "nur" 20 neue Lotto-Millionäre

In Bayern gab es 2021 "nur" 20 neue Lotto-Millionäre durch Lotto und Eurolotto-Gewinne.

In Bayern gab es 2021 "nur" 20 neue Lotto-Millionäre durch Lotto und Eurolotto-Gewinne.

Bild: Patrick Seeger

In Bayern gab es 2021 "nur" 20 neue Lotto-Millionäre durch Lotto und Eurolotto-Gewinne.

Bild: Patrick Seeger

In Bayern sind im vergangenen Jahr 20 Menschen neue Lotto-Millionäre geworden. Das sind im Vergleich wenige. In anderen Bundesländern gab es deutlich mehr.
05.01.2022 | Stand: 14:06 Uhr

Sie spielten Lotto oder Eurolotto - und räumten ab: 20 Menschen sind 2021 in Bayern neue Lotto-Millionäre geworden. Das berichtete jetzt Bayerns Finanzminister Albert Füracker. Im bundesweiten Vergleich konnte allerdings das Nachbarland Baden-Württemberg fast doppelt so viele Millionäre registrieren.

  • Deutschlandweit gab es bei allen Spielangeboten der Landeslotteriegesellschaften 181 Lotto-Millionäre, davon waren 39 aus Baden-Württemberg, mehr als in allen anderen Ländern.
  • Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen landete auf dem zweiten Platz mit 35 Millionären.
  • Auf Platz drei kam nach Angaben des Deutschen Lotto- und Totoblocks Niedersachsen mit 26 Millionären.

Die höchsten Gewinne in Deutschland strichen im Jahr 2021 Spielteilnehmer beim Eurojackpot ein - nämlich zwischen rund 74 und 90 Millionen Euro. Den höchsten bayerischen Einzelgewinn gab es ebenfalls in der Eurojackpot-Lotterie mit rund 49 Millionen Euro, den ein Teilnehmer aus Oberbayern abräumte.

992 Mal wurden in Deutschland Lottogewinne von 100 000 Euro und mehr an Glückspilze überwiesen - weniger als noch 2020.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr bundesweit 7,9 Milliarden Euro für Lotterien ausgegeben - das bedeutet im Vergleich mit 2020 einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent. "Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden", sagte aber Axel Holthaus, Geschäftsführer der seit Jahresbeginn federführenden Lotteriegesellschaft Lotto Niedersachsen. Die Spieleinsätze seien stabil und unterlägen den Jackpot-bedingten Schwankungen. Aufgabe werde sein, die Lotterieangebote vor dem Hintergrund des neuen Glücksspielstaatsvertrags "in einem zunehmend digitalen und wettbewerblichen Umfeld zu stärken". Der Glücksspielstaatsvertrag trat am 1. Juli 2021 in Kraft. Er soll unter anderem den Jugend- und Spielerschutz gewährleisten und Schwarzmärkten entgegenwirken.

Eurolotto ist die zweitbeliebteste Lottiere nach Lotto 6 aus 49

Tatsächlich setzten die Tipper 2021 rund 985 Millionen Euro über die Webseiten und Apps der Lottogesellschaften ein - eine Steigerung um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch sei das Netz der rund 21 000 Annahmestellen in Deutschland nicht nur die wichtigste Stütze. Zusätzlich sei auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ein Beitrag zur Unterstützung des ländlichen Raums geleistet worden, sagte Holthaus. "Die Annahmestellen sind oftmals Teil der verbliebenen Dorfläden, die auch kleine Gemeinden noch lebendig halten."

Deutschlands beliebteste Lotterie blieb der Glücksspielklassiker "6 aus 49". Den zweiten Rang der beliebtesten Lotterien verteidigte der in 18 Ländern angebotene Eurojackpot, oft auch Eurolotto genannt.

Und einen Gewinner gibt es immer - den Staat. Die Landeshaushalte kassierten rund 3,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben - für Wohlfahrt, Sport, Kultur, Denkmalpflege und Umweltschutz. Das bedeutet etwa 8,8 Millionen Euro pro Tag.

Sucht-Experten warnen allerdings davor, dass insbesondere die Möglichkeiten des Online-Spiels die Glücksspielsucht fördern. Nahezu jeder fünfte Spielende zeige hier laut Studien ein problematisches Verhalten, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Mitte 2021 mit.