Kein Lockdown in Corona-Hotspots

Holetschek setzt Hotspot-Regelung für Bayern außer Kraft

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die bestehende Hotspot-Regel in Bayern vorerst außer Kraft gesetzt.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die bestehende Hotspot-Regel in Bayern vorerst außer Kraft gesetzt.

Bild: Tobias Hase, dpa (Archivbild)

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die bestehende Hotspot-Regel in Bayern vorerst außer Kraft gesetzt.

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Gesundheitsminister Klaus Holetschek will die Hotspot-Regelung überarbeiten. Landkreise mit Inzidenzen über 1000 müssen also vorerst nicht in den Lockdown.
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dpa
13.01.2022 | Stand: 15:44 Uhr

Landkreise und kreisfreie Städte, die in den kommenden Tagen gegebenenfalls eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 übersteigen, müssen das öffentliche Leben nicht automatisch herunterfahren: Die sogenannte Hotspot-Regelung wird bis zur geplanten Überarbeitung im Kabinett ausgesetzt. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag an.

Hotspot-Regelungen in Bayern: Holetschek hält Überarbeitung für angemessen

"Ich denke, es ist richtig und angemessen, die momentan in Bayern geltenden Hotspot-Regelungen, die an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 gebunden sind, an Omikron anzupassen", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur in München.

Jeder Tag bringe zusätzliches Wissen und zähle für eine möglichst sachgerechte Anpassung der Hotspot-Regelung. "Solange wird die bestehende Hotspot-Regelung nicht angewendet", erklärte der Minister. "Ansonsten käme es wohl bereits in wenigen Tagen in Bayern wieder zu regionalen Lockdowns."

Omikron-Variante des Corona-Virus sorgt für hohe Inzidenzen

Die Corona-Zahlen steigen auch in Bayern derzeit rasant an, mehrere Regionen lagen am Donnerstag bereits über der Inzidenz-Marke 600.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung, die das Kabinett am Dienstag verlängerte, müsste in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 das öffentliche Leben drastisch heruntergefahren werden. Unter anderem müssten die Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe, Sport- und Kulturstätten schließen. (Lesen Sie auch: Bayerische Behörden wollen sich mit Notfallplänen gegen Omikron-Welle absichern)

Kabinett will kommende Woche beraten

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Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hatte bereits eine Erhöhung des Schwellenwerts angedeutet - darüber und über weitere Details will das Kabinett kommende Woche beraten.

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