Immobilienmarkt in Bayern

Keine Spur von Krise: Immobilienpreise steigen immer weiter

Die Quadratmeterpreise für Bestandseigentumswohnungen steigen in Bayern.

Die Quadratmeterpreise für Bestandseigentumswohnungen steigen in Bayern.

Bild: Marcus Brandt, dpa (Symbolbild)

Die Quadratmeterpreise für Bestandseigentumswohnungen steigen in Bayern.

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In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Immobilienpreise im Landesdurchschnitt mehr als verdoppelt. Welche Entwicklungen es noch gibt.
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dpa
06.05.2021 | Stand: 12:55 Uhr

Die Immobilienpreise in Bayern steigen immer weiter. In den vergangenen zehn Jahren haben sie sich sowohl im Landesdurchschnitt als auch in München mehr als verdoppelt, wie am Donnerstag vorgelegte Zahlen des Immobilienverbands IVD Süd zeigen. Die Corona-Krise hat keine Entlastung gebracht, wie Stephan Kippes vom IVD-Marktforschungsinstitut erklärte. Das liegt ihm zufolge unter anderem daran, dass viel Geld im Markt ist - sowohl durch die niedrigen Zinsen als auch durch Erbschaften.

Quadratmeterpreise in München um 163 Prozent in zehn Jahren gestiegen

Die Quadratmeterpreise für Bestandseigentumswohnungen stiegen in München seit dem vergangenen Herbst "von unbezahlbaren 8.000 Euro auf noch unbezahlbarere 8.150", wie Kippes sagt. Das ist ein Plus von 163 Prozent binnen zehn Jahren. Bei neu gebauten Eigentumswohnungen in München erwartet er in den kommenden Monaten sogar Durchschnittspreise von mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter. Zurzeit sind es 9.950. Die Durchschnittspreise für Bestandseigentumswohnungen sind bayernweit in den vergangenen zehn Jahren um 122 Prozent auf 4.280 Euro gestiegen. (Lesen Sie auch: Kommentar: Das Eigenheim wird für die Mittelschicht unbezahlbar)

Tendenz zu mehr Wohnfläche

"Wir sehen keine coronabedingten Bremsspuren", sagt Kippes. Unter anderem hatte es zuletzt Vermutungen gegeben, dass der Home-Office-Schub in der Pandemie den akzeptablen Radius für Pendler erhöht, wenn sie künftig nur noch zwei oder drei Tage in der Woche ins Büro müssen. Doch bisher dächten die Menschen darüber nur nach, sagte Kippes. "Man kann noch nicht sagen, dass die Möbelwagen stadtauswärts rollen."

Dagegen sieht der Marktforscher schon länger eine Tendenz hin zu mehr Wohnfläche - obwohl sie immer teurer wird. Die Erfahrungen aus der Pandemie mit Home-Office und Unterricht zu Hause befeuere dies eher noch.

Hoffnung auf etwas Entlastung machen dagegen ebenfalls am Donnerstag vorgelegte Zahlen vom Landesamt für Statistik: Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern lag im ersten Quartal gut ein Viertel über dem Vorjahreswert.

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