Urteil gegen Online-Täter

Kindesmissbrauch im Live-Stream: Sechs Jahre Haft für Auftraggeber

Ein Immobilienkaufmann ließ Kinder vor laufender Kamera missbrauchen - und landet dafür im Gefängnis.

Ein Immobilienkaufmann ließ Kinder vor laufender Kamera missbrauchen - und landet dafür im Gefängnis.

Bild: Marcus Brandt (Symbolbild)

Ein Immobilienkaufmann ließ Kinder vor laufender Kamera missbrauchen - und landet dafür im Gefängnis.

Bild: Marcus Brandt (Symbolbild)

Ein Immobilienkaufmann brachte Kinder dazu sich vor der Kamera zu entblößen und ließ sie von anderen Missbrauchen. Nun ist der Mann schuldig gesprochen worden.
Ein Immobilienkaufmann ließ Kinder vor laufender Kamera missbrauchen - und landet dafür im Gefängnis.
dpa
08.04.2021 | Stand: 16:08 Uhr

Er ließ Kinder aus anderen Ländern vor laufender Kamera sexuell missbrauchen - nun ist ein Online-Täter aus München zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte ein Sprecher vom Landgericht München I am Donnerstag mit.

Kindesmissbrauch: Verurteilung wegen Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch

Das Gericht sprach den Immobilienkaufmann am Mittwochabend unter anderem der Anstiftung zur Vergewaltigung und zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern schuldig. Der 40-Jährige brachte demnach auch Kinder in Chats dazu, sich vor der Kamera zu entblößen und sexuelle Handlungen vorzunehmen. Darüber hinaus besaß der Mann zahlreiche Missbrauchsfotos und -videos.

Live ins Netz übertragener Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen, das vor allem auf den Philippinen verbreitet ist, sich aber nach Angaben des Kinderhilfswerks terre des hommes global rasant ausbreitet. Die Täter werden von Menschen aus anderen Ländern dafür bezahlt, Kinder nach deren konkreten Vorgaben sexuell zu quälen.

Im nun verhandelten Fall verliefen die Chats laut der ermittelnden, bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ansässigen Zentralstelle Cybercrime oft auf Englisch, bezahlt wurde in US-Dollar.

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