Gerichtsprozess in Würzburg

Kranker 51-Jähriger verhungert: Ehefrau und Sohn vor Gericht

In Würzburg beginnt am Donnerstag ein Gerichtsprozess: Zwei Familienangehörige sollen einen 51-jährigen Alzheimer-Patienten verhungert haben lassen.

In Würzburg beginnt am Donnerstag ein Gerichtsprozess: Zwei Familienangehörige sollen einen 51-jährigen Alzheimer-Patienten verhungert haben lassen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

In Würzburg beginnt am Donnerstag ein Gerichtsprozess: Zwei Familienangehörige sollen einen 51-jährigen Alzheimer-Patienten verhungert haben lassen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

In Würzburg stehen ab Donnerstag die Frau und der Sohn eines 51-Jährigen vor Gericht. Sie stehen in Verdacht stehen, den Mann verhungert haben zu lassen.
16.06.2021 | Stand: 18:57 Uhr

Ein an Alzheimer-Demenz erkrankter Mann wird von seiner Frau und seinem Sohn gepflegt - dennoch verhungert er. Ab Donnerstag (9 Uhr) müssen sich die beiden Familienangehörigen wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Sie sollen den 51-Jährigen nicht rechtzeitig zum Arzt gebracht haben. Das Motiv war den Ermittlern noch unklar.

Mann auf 34 Kilogramm abgemagert

Die Familie lebte unter einem Dach. Mindestens vier Jahre vor seinem Tod im August 2017 hatte der Ehemann und Vater an Alzheimer-Demenz gelitten. Spätestens seit Sommer 2017 soll bei dem Pflegebedürftigen ein zunehmender körperlicher Verfall eingetreten sein.

Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass er bis auf 34 Kilogramm abgemagert war - bei einer Größe von 1,78 Metern. Die Todesursache lautete: verhungern. Mit einem Arztbesuch hätte dies laut Anklage verhindert werden können.