Landkreis Landsberg

Kreis Landsberg: Virus-Gefahr für Wildschweine, Katzen und Hunde

Im Landkreis Landsberg wurde bei einem erlegten Wildschwein ein tödliches Virus festgestellt.

Im Landkreis Landsberg wurde bei einem erlegten Wildschwein ein tödliches Virus festgestellt.

Bild: Lino Mirgeler, dpa (Symbolbild)

Im Landkreis Landsberg wurde bei einem erlegten Wildschwein ein tödliches Virus festgestellt.

Bild: Lino Mirgeler, dpa (Symbolbild)

Ein erlegtes Wildschwein in Reichling ist mit einem tödlichen Virus infiziert. Die Krankheit verläuft bei Katzen und Hunden tödlich.
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Von Landsberger Tagblatt
16.09.2021 | Stand: 15:42 Uhr

Bei einem in der Gemeinde Reichling erlegten Wildschwein wurden Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) nachgewiesen. Im Landkreis Landsberg handelt es sich dabei um den ersten positiven Fall bei Wildschweinen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, jedoch können sich Hunde und Katzen infizieren. Bei ihnen verläuft die Krankheit immer tödlich.

Das Hauptreservoir des Erregers der Kankheit, die nichts mit der Afrikanischen Schweinepest zu tun hat, sind Schweine. Während die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland schon vor Jahren getilgt werden konnte, tritt sie bei Wildschweinen nach wie vor vereinzelt auf, teilt das Landratsamt mit. Für den Menschen sei das Virus ungefährlich, jedoch könnten sich Hunde und Katzen infizieren. Bei ihnen verläuft die Erkrankung immer tödlich, so das Landratsamt. Hauptinfektionsquelle für Hunde sei die Verfütterung von rohem Schweinefleisch oder der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen.

Das Veterinäramt Landsberg ruft Jäger und Hundehalter zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Schwarzwild auf.
Das Veterinäramt Landsberg ruft Jäger und Hundehalter zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Schwarzwild auf.
Bild: Lino Mirgeler, dpa (Symbolbild)

Kreis Landsberg: Virus-Gefahr für Wildschweine, Katzen und Hunde

Das Veterinäramt Landsberg ruft daher alle Jäger und Hundehalter zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Schwarzwild auf. „Insbesondere sollten Jagdhunde nicht in Kontakt zu erlegtem Schwarzwild kommen und ihnen auch nichts vom Wildbret und vor allem den Organen der Wildschweine zu fressen gegeben werden. Das Scharfmachen der Hunde an erlegtem Schwarzwild sollte ebenso unterbleiben wie das freie Umherlaufen der Hunde am Streckenplatz“, so Dr. Michael Veith, Leiter des Veterinäramts.

Bei den immer notwendiger werdenden Bewegungsjagden kann der Kontakt zwischen Hund und Wildschwein laut Landratsamt nicht vollkommen vermieden werden. Doch wenn der Hundebesitzer den Kontakt des Hundes mit den Ein- und Ausschusswunden beim erlegten Schwarzwild schnellstmöglich stoppt, helfe das, das Übertragungsrisiko von AK-Viren zu senken, denn das Virus überlebe in erkaltetem Blut nur kurz.

Immer wieder tödliche Verläufe bei Jagdhunden

Wie das Veterinäramt mitteilt, wurde das betroffene Wildschwein im Rahmen des Schweinepest- und Aujeszkysche Krankheit-Monitorings untersucht. Die stichprobenbasierten Untersuchungen, welche in Bayern seit 2012 vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchgeführt werden, zeigen, dass etwa zehn Prozent der untersuchten Wildschweine Antikörper gegen den Erreger der Aujeszkyschen Krankheit aufweisen. Deutschlandweit gab und gibt es immer wieder Fälle von tödlich verlaufenden Ansteckungen insbesondere bei Jagdhunden.

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