Missbrauch von Kindern

Lange Haftstrafen für zwei Männer wegen Kinderpornografie

Wegen der Verbreitung von kinderpornografischem Material müssen zwei Männer lange Haftstrafen antreten.

Wegen der Verbreitung von kinderpornografischem Material müssen zwei Männer lange Haftstrafen antreten.

Bild: Armin Weigel, dpa (Archivfoto)

Wegen der Verbreitung von kinderpornografischem Material müssen zwei Männer lange Haftstrafen antreten.

Bild: Armin Weigel, dpa (Archivfoto)

Zwei Männer hat das Landgericht Regensburg zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie waren unter anderem an der Verbreitung von Kinderpornografie beteiligt.
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dpa
16.09.2021 | Stand: 17:27 Uhr

Im Prozess um Kinderpornografie hat das Landgericht Regensburg zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein 54 Jahre alter Jurist aus Regensburg bekam vier Jahre Haft, ein drei Jahre älterer Angeklagter aus Berlin erhielt sechs Jahre und zwei Monate. Beide hatten umfassende Geständnisse abgelegt.

Die Männer waren demnach an der Verbreitung von Fotos und Videos des sexuellen Missbrauchs von Kindern über eine Internetplattform beteiligt. Der Angeklagte aus Berlin hatte zudem selbst ein anfangs zehnjähriges Mädchen sexuell missbraucht, die Freundin seiner Tochter.

Haftstrafe für 57-Jährigen wegen Kinderpornografie: "Good Uncle" soll fast 900.000 Bilder auf Computer gespeichert haben

Die beiden waren laut Anklage in dem über das Darknet erreichbaren Internetforum als Moderatoren und Administratoren tätig. Der 57-Jährige hatte fast 900 000 Bilddateien von Kindern auf seinem Computer gespeichert haben. In dem Internetportal versteckte er sich hinter dem Namen "Good Uncle" (Guter Onkel).

Der Vorsitzende Richter Thomas Zenger verwies in seiner Urteilsbegründung auf die ungeheure Menge der Bilder. Es habe sich andererseits vor allem um Bilder gehandelt, auf denen Kinder posierten, also ohne sexuelle Handlungen. Zudem seien die Angeklagten stets kooperativ gewesen.

Verfahren gegen 29-Jährigen wird gesondert verhandelt

Gericht, Anklage und Anwälte hatten sich am Dienstag kurz nach dem Prozessauftakt zu einem Rechtsgespräch getroffen. Demnach sollte der 57-Jährige vier bis viereinhalb Jahre Haft bekommen, der 54-Jährige sechs bis sechseinhalb Jahre. Beide saßen in Untersuchungshaft.

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