Lech-Stahlwerke

Lange Haftstrafen in Bestechungsprozess gefordert

Der Prozess um den Bestechungsprozess bei den Lech-Stahlwerken kommt in Fahrt. Die Staatsanwaltschaft fordert hohe Haftstrafen.

Der Prozess um den Bestechungsprozess bei den Lech-Stahlwerken kommt in Fahrt. Die Staatsanwaltschaft fordert hohe Haftstrafen.

Bild: Stefan Puchner, dpa (Archivbild)

Der Prozess um den Bestechungsprozess bei den Lech-Stahlwerken kommt in Fahrt. Die Staatsanwaltschaft fordert hohe Haftstrafen.

Bild: Stefan Puchner, dpa (Archivbild)

Die Staatsanwaltschaft fordert für die beiden Hauptangeklagten im Bestechungsprozess der Lech-Stahlwerke fünfeinhalb beziehungsweise sechseinhalb Jahre Haft.
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dpa
09.06.2021 | Stand: 11:32 Uhr

Im Prozess um ein millionenschweres Bestechungssystem bei den Lech-Stahlwerken in Schwaben hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Hauptangeklagten lange Haftstrafen verlangt. Der Top-Manager des Werks und der Unternehmer, der ihn geschmiert haben soll, sollen nach Ansicht der Staatsanwältin fünfeinhalb beziehungsweise sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Für einen ebenfalls angeklagten Steuerberater verlangte sie drei Jahre Haft. Die Vorwürfe aus der Anklage hätten sich voll bestätigt, sagte sie am Mittwoch vor dem Landgericht Augsburg.

Urteil ist in der kommenden Woche geplant

In dem Prozess geht es laut Anklage um 830.000 Euro Bestechungsgeld. Der eine Angeklagte soll dafür vom Stahlwerk Aufträge in Millionenhöhe erhalten haben, sein Profit beträgt nach Ansicht der Staatsanwältin mehr als fünf Millionen Euro. Die Verteidiger sollten ebenfalls noch am Mittwoch ihre Plädoyers halten, das Urteil ist in der kommenden Woche geplant.

Die Lech-Stahlwerke produzieren nach eigenen Angaben mit rund 800 Mitarbeitern jährlich etwa 1,1 Millionen Tonnen Stahl.