Kabarettistin in der Kritik

Lisa Fitz reagiert auf Corona-Vorwürfe - "Bin keine Impfgegnerin"

Kritik nachdem sie falsche Zahlen verbreitete: Lisa Fitz bei der Verleihung des "Menschen-in-Europa-Kunst-Awards" (Archivbild)

Kritik nachdem sie falsche Zahlen verbreitete: Lisa Fitz bei der Verleihung des "Menschen-in-Europa-Kunst-Awards" (Archivbild)

Bild: Armin Weigel, dpa

Kritik nachdem sie falsche Zahlen verbreitete: Lisa Fitz bei der Verleihung des "Menschen-in-Europa-Kunst-Awards" (Archivbild)

Bild: Armin Weigel, dpa

In der Sendung "Spätschicht" nannte die Kabarettistin Lisa Fitz eine falsche Zahl an Impftoten - und wurde dafür heftig angegangen. Nun kommt die Reaktion.
##alternative##
dpa
23.12.2021 | Stand: 18:15 Uhr

Nach ihren scharf kritisierten Falschaussagen zu Impftoten in der SWR-Comedy-Sendung "Spätschicht" hat die Kabarettistin Lisa Fitz den Vorwurf zurückgewiesen, sie hänge Verschwörungen zur Corona-Pandemie an. "Ich bin keine Impfgegnerin, und keine Corona-Leugnerin", schrieb sie in einem Facebook-Beitrag. "Auch bin ich keine Verschwörungstheoretikerin." Sie bedauere, bei ihrem umstrittenen Auftritt von EU-weit 5000 Corona-Impftoten gesprochen zu haben. Allerdings griff sie in einem Facebook-Beitrag auch auf ihre alten Argumente zurück.

Nach eigenen Angaben hatte sich Fitz bei ihrer Aussage zu den Impftoten auf einen Entschließungsantrag berufen, der im Europäischen Parlament eingebracht wurde. Allerdings habe sie es versäumt, die Zahl nicht explizit als Verdachtsfälle von Impftoten benannt zu haben, schreibt Fitz. "Das bedauere ich, aber das war es dann auch."

Kritik an Lisa Fitz: Antrag wurde von rechtsextremen EU-Parlamentarierin eingebracht

Der betreffende Antrag war von der rechtsextremen EU-Parlamentarierin Virginie Joron aus Frankreich eingereicht worden. Joron wiederum stützt sich auf eine Website, auf der Privatleute vermeintliche Impffolgen melden, ohne dass eine wissenschaftliche Prüfung erfolgt, wie ein Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur von Mitte November zeigt.

Der Südwestrundfunk hatte nach der Ausstrahlung und Kritik am Sender entschieden, die Comedy- oder Satiresendung aus der ARD-Mediathek zu nehmen und auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen zu entfernen, weil es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung von Fitz handle. Den Facebook-Post von Fitz kommentierte der Sender am Donnerstag nicht.

EMA: Gemeldete Todesfälle sind nur Verdachtsfälle - 600 Millionen Impfdosen verabreicht

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam verwies auf dpa-Anfrage darauf, dass die gemeldeten Todesfälle nur Verdachtsfälle seien. Es sei nicht festgestellt worden, dass es einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung gebe. Inzwischen seien schätzungsweise 600 Millionen Impfdosen in der EU verabreicht worden. Angesichts dieser riesigen Zahl von Geimpften werde es immer wahrscheinlicher, dass Menschen, die sterben, auch geimpft waren.

Lesen Sie auch
##alternative##
Corona-Newsblog, Teil 112

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 10. bis 18. Mai 2022

Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuellen Corona-News im Allgäu und in der Welt.

Lesen Sie auch: Manchen Allgäuern macht ein Brief Sorge, der von einer angeblichen Impftoten berichtet. Was hat es mit dem Brief auf sich? Unser Fakten-Check.

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.