Corona-Krise

Lotto Bayern spürt Corona-Folgen

Die Corona-Krise wirkt sich in Bayern auch aufs Lotto-Spiel aus.

Die Corona-Krise wirkt sich in Bayern auch aufs Lotto-Spiel aus.

Bild: picture alliance/Tom Weller/dpa

Die Corona-Krise wirkt sich in Bayern auch aufs Lotto-Spiel aus.

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Drehen die Menschen in der Corona-Krise jeden Cent zweimal um? Oder versuchen sie gerade jetzt ihr Glück? Corona jedenfalls hinterlässt auch bei Lotto Spuren.
Die Corona-Krise wirkt sich in Bayern auch aufs Lotto-Spiel aus.
dpa
25.08.2020 | Stand: 06:05 Uhr

Auf der Suche nach dem großen Glück und/oder einem dicken Batzen Geld haben Lotto-Spieler in der Corona-Krise ihr Verhalten den Pandemie-Umständen angepasst. Manche seien auf Mehrwochen-Scheine ausgewichen, um nicht so häufig in die Annahmestelle kommen zu müssen, teilte ein Sprecher von Lotto Bayern mit. "Allerdings haben auch viele im Internet gespielt. Hier haben wir einen Anstieg wahrgenommen."

Viele Annahmestellen hingegen hätten vorübergehend und mit entsprechenden Einbußen schließen müssen. Weil weniger Menschen in die geöffneten Annahmestellen kamen, sank auch der Losverkauf. "Zudem sind die Losboxen auf den Verkaufstresen wegen der Hygienemaßnahmen nicht mehr so gut sichtbar", so der Sprecher.

Umsatz stieg um drei Prozent

In der Zeit von Mitte März, als die strengsten Corona-Beschränkungen einsetzten, bis Mitte August sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 491,5 Millionen Euro gestiegen. Ob die Menschen nun gerade in Krisenzeiten ihr Glück versuchen oder Geld mangels großer Shoppingmöglichkeiten übrig hatten, darüber könne nur spekuliert werden. "Eine große Rolle spielt bei den Umsätzen immer, wie hoch der Jackpot gerade ist", erläuterte der Sprecher. "So hat es uns sehr geholfen, dass der Jackpot bei der internationalen Lotterie Eurojackpot auf 90 Millionen angewachsen war, bevor er am 1. Mai geknackt wurde." In einer Jackpotphase werde immer mehr gespielt.

Geld aus den Einnahmen fließt in den Staatshaushalt

Während Glücksspiel auf der negativen Seite die Gefahr einer Sucht birgt, hat die Sache auch eine gute Seite: Geld aus den Einnahmen fließt nämlich in den Staatshaushalt. Damit kann der Freistaat unter anderem soziale, kulturelle oder Sportprojekte fördern. So ist die Staatliche Lotterieverwaltung in Bayern mit Sitz in München auch dem bayerischen Finanzministerium unterstellt.

Seit Jahresbeginn konnten schon zehn Menschen über einen Lotto-Millionengewinn jubeln, wie der Sprecher mitteilte. 97 Gewinner hätten heuer bislang mindestens 100 000 Euro kassiert. Allein 50 Großgewinner kamen den Angaben zufolge aus Oberbayern.

Lottogewinner gesucht

Immer wieder kommt es dem Sprecher zufolge auch vor, dass Gewinne nicht abgeholt werden. "Derzeit suchen wir nach dem Gewinner unserer BayernMillionen." Am 21. Dezember 2019 um 11.30 Uhr habe der Spieler in einer Annahmestelle im Raum Memmingen einen Spielauftrag abgegeben, der ihn zum Millionär bei der Lotterie BayernMillionen machte. "Das Problem dabei ist nur: Er weiß noch nichts davon." Die gute Nachricht: Derjenige hat bis Ende 2023 Zeit, sich zu melden.

Anfang Juli hatte ein Lottospieler, der sage und schreibe 17,7 Millionen Euro gewonnen hatte, mit einem bescheidenen Wunsch überrascht. Als erstes, sagte der Mann aus Mittelfranken, wolle er sich ein neues Handy kaufen.

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