CSD in München

So feierte München am Wochenende den Christopher Street Day

Obwohl beim diesjährigen Christopher Street Day in München wieder keine Parade erlaubt war, zeigen sich die Veranstalter zufrieden.

Obwohl beim diesjährigen Christopher Street Day in München wieder keine Parade erlaubt war, zeigen sich die Veranstalter zufrieden.

Bild: Sven Hoppe, dpa

Obwohl beim diesjährigen Christopher Street Day in München wieder keine Parade erlaubt war, zeigen sich die Veranstalter zufrieden.

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Die traditionelle Parade zum CSD muss ausfallen. Stattdessen gibt es Stände, einen Livestream, eine Radldemo und ein regenbogenfarbenes Fußballstadion.
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dpa
11.07.2021 | Stand: 16:13 Uhr

Mehrere Tausend Menschen haben sich am Wochenende an den Veranstaltungen zum Christopher Street Day für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten in München beteiligt.

Wegen der Corona-Pandemie war auch in diesem Jahr keine traditionelle Parade möglich, stattdessen gab es am Samstag und Sonntag mehrere dezentrale Aktionen im Stadtgebiet. Die Polizei ging von rund 5000 Teilnehmern und Besuchern aus.

Veranstalter ziehen positives CSD-Fazit

Die Veranstalter zogen trotz aller Einschränkungen ein sehr positives Fazit. "Es war ein sehr erfolgreicher, sichtbarer CSD mit vielen Leuten", sagte ein Sprecher. Man sei auf großes Interesse und Unterstützung gestoßen, die Stimmung sei gut und friedlich gewesen.

Es sei wichtig für die Community wieder auf die Straße zu können und Aufmerksamkeit zu bekommen. Zudem habe man neue Formate erprobt, die man auch künftig beibehalten wolle. Auch die Polizei zog ein positives Fazit. Bis Sonntagnachmittag waren keine negativen Vorfälle im Zusammenhang mit dem CSD bekannt.

60 Veranstaltungsorte in Münchner Innenstadt

Bereits am Samstag hatten es in der Innenstadt eine auf mehr als 60 Einzelstandorte verteilte Hauptveranstaltung gegeben. In der Fußgängerzone mischten sich bei bestem Wetter und heiterer Atmosphäre die üblichen Wochenendeinkäufer mit CSD-Besuchern.

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Münchens dezentraler CSD ganz im Zeichen des Regenbogens

Viele Menschen waren etwa mit Regenbogenfahnen oder Corona-Schutzmasken in Regenbogenfarben unterwegs, vereinzelt auch in auffälliger Kleidung oder mit Kleidung aus der Fetisch-Szene.

Am Sonntag beteiligten sich rund 1000 Menschen an einer Fahrrad-Sternfahrt zu Münchner Theresienwiese. Auch hier war die Maximalzahl wegen der Corona-Pandemie beschränkt worden.

Allianzarena erstrahlt zum CSD in Regenbogenfarben

Bereits in der Nacht zum Sonntag war die Münchner Fußball-Arena zum CSD in Regenbogenfarben erleuchtet worden - wie bereits in den vergangenen Jahren. Diesmal stand die Aktion aber in besonderem Fokus, nachdem die UEFA während des Europameisterschafts-Spiels Deutschland gegen Ungarn eine von der Stadt gewünschte Regenbogenbeleuchtung untersagt hatte.

Der CSD erinnert an die Rechte von Lesben, Schwulen und anderen sexuellen Minderheiten. Am 28. Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

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