Vor Gericht in München

Prozess um gescheiterten Anschlag in München beginnt

Weil er Menschen in München angriff, muss sich ein 26-Jähriger vor dem Gericht verantworten.

Weil er Menschen in München angriff, muss sich ein 26-Jähriger vor dem Gericht verantworten.

Bild: Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

Weil er Menschen in München angriff, muss sich ein 26-Jähriger vor dem Gericht verantworten.

Bild: Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

Zwei Wochen nach der Messerattacke in Würzburg wird vor Gericht in München ein Fall verhandelt, der nach Ansicht der Ermittler ähnlich hätte ausgehen können.
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dpa
05.07.2021 | Stand: 08:58 Uhr

Er soll geplant haben, ein Auto zu stehlen und damit möglichst viele Menschen zu überfahren: Am Freitag (9 Uhr) beginnt in München der Prozess gegen einen gebürtigen Iraner, dessen Ziel es gewesen sein soll, in der Fußgängerzone der bayerischen Landeshauptstadt so viele Christen wie möglich zu töten.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, er habe im Mai 2020 an einer roten Ampel wartende Autofahrer mit einem Messer und einem Hammer bedroht, um so an deren Fahrzeuge zu gelangen. Diese habe er dann durch die Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz steuern wollen.

Angeklagter habe in München mit Hammer auf Autos eingeschlagen

Er soll außerdem mit dem Hammer auf die Autos eingeschlagen und dabei "Allahu Akbar" (Allah ist groß) geschrien haben. Seine Versuche, ein Auto zu stehlen, schlugen aber fehl.

Der 26-Jährige soll aus islamistischen Motiven gehandelt und nur durch die Festnahme von seinem Plan abgehalten worden sein. Die Generalstaatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass er an einer paranoiden Schizophrenie leidet und darum schuldunfähig ist.

Sie wirft ihm versuchten räuberischen Angriff auf Kraftfahrer in vier Fällen vor, in zwei Fällen inklusive Sachbeschädigung. Vier Prozesstage sind für die Verhandlung angesetzt, an deren Ende die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer Psychiatrie stehen könnte.

Prozess beginnt genau zwei Wochen nach Messerattacke in Würzburg

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München: Prozess um gescheiterten Anschlag in Fußgängerzone

Der Prozess beginnt genau zwei Wochen nachdem ein 24-Jähriger in einem Kaufhaus in Würzburg drei Frauen erstochen und sieben Menschen verletzt hatte. Der Mann hatte sich zuvor wiederholt psychisch auffällig gezeigt. Nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) gibt es auch Hinweise auf ein mögliches islamistisches Motiv.

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