Mann wollte Passanten überfahren

München: Prozess um gescheiterten Anschlag in Fußgängerzone

In München beginnt am Freitag (9.7.) der Prozess wegen eines gescheiterten Anschlags in der Fußgängerzone gegen einen Iraner.

In München beginnt am Freitag (9.7.) der Prozess wegen eines gescheiterten Anschlags in der Fußgängerzone gegen einen Iraner.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

In München beginnt am Freitag (9.7.) der Prozess wegen eines gescheiterten Anschlags in der Fußgängerzone gegen einen Iraner.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

In München muss sich ab heute ein Iraner vor Gericht verantworten, der mit einem Auto einen Anschlag in der Münchner Fußgängerzone verüben wollte.
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dpa
09.07.2021 | Stand: 07:57 Uhr

Er soll geplant haben, ein Auto zu stehlen und damit möglichst viele Menschen zu überfahren: Am Freitag (9 Uhr) beginnt in München der Prozess gegen einen Mann, dessen Ziel es gewesen sein soll, in der Fußgängerzone der bayerischen Landeshauptstadt so viele Christen wie möglich zu töten.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem gebürtigen Iraner vor, er habe im Mai 2020 an einer roten Ampel wartende Autofahrer mit einem Messer und einem Hammer bedroht, um so an deren Fahrzeuge zu gelangen. Diese habe er dann durch die Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz steuern wollen. Er soll außerdem mit dem Hammer auf die Autos eingeschlagen und dabei "Allahu Akbar" (Allah ist groß) geschrien haben. Seine Versuche, ein Auto zu stehlen, schlugen aber fehl.

München: Prozess wegen gescheiterten Anschlags in der Fußgängerzone

Der 26-Jährige soll aus islamistischen Motiven gehandelt und nur durch die Festnahme von seinem Plan abgehalten worden sein. Die Generalstaatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass er an einer paranoiden Schizophrenie leidet und darum schuldunfähig ist. Sie wirft ihm versuchten räuberischen Angriff auf Kraftfahrer in vier Fällen vor, in zwei Fällen inklusive Sachbeschädigung. Vier Prozesstage sind für die Verhandlung angesetzt, an deren Ende die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer Psychiatrie stehen könnte.

Der Prozess beginnt genau zwei Wochen nachdem ein 24-Jähriger in einem Kaufhaus in Würzburg drei Frauen erstochen und sieben Menschen verletzt hatte. Der Somalier hatte sich zuvor wiederholt psychisch auffällig gezeigt. Nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) gibt es auch Hinweise auf ein mögliches islamistisches Motiv.