Corona-Impfung vorgegaukelt

Münchner soll Hunderte gefälschte Impfpässe verkauft haben

Ein Impfpass nach zwei erfolgten Impfungen gegen Covid-19 mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca und dem mRNA-Impfstoff von BiontechPfizer. Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfnachweise verkauft haben.

Ein Impfpass nach zwei erfolgten Impfungen gegen Covid-19 mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca und dem mRNA-Impfstoff von BiontechPfizer. Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfnachweise verkauft haben.

Bild: Till Simon Nagel, dpa (Symbolbild)

Ein Impfpass nach zwei erfolgten Impfungen gegen Covid-19 mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca und dem mRNA-Impfstoff von BiontechPfizer. Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfnachweise verkauft haben.

Bild: Till Simon Nagel, dpa (Symbolbild)

Hunderte gefälschte Impfpässe und -nachweise soll ein 39-Jähriger über das Internet verkauft haben. Seine Lebensgefährtin soll beteiligt gewesen sein.
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dpa
12.08.2021 | Stand: 19:50 Uhr

Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfpässe und Impfnachweise über das Internet verkauft haben. Entsprechende Beweise seien in der Wohnung des Mannes in München gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Beamten stellten demnach mehrere hundert Blankoimpfpässe und bereits für den Versand vorbereitete beschriftete Briefkuverts mit Impfpässen sowie Datenträger sicher.

Laut den Ermittlungen soll die 40 Jahre alte Lebensgefährtin des Mannes an den Taten beteiligt gewesen sein. Während der Durchsuchung am Montag entdeckten die Beamten auch Marihuana im zweistelligen Grammbereich.

Verkauf von gefälschten Impfpässen wohl über Messenger-Dienst

Die Frau und der Mann blieben zunächst auf freiem Fuß. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es. Wie viel das Paar mit den gefälschten Dokumenten verdiente, habe noch nicht festgestellt werden können. Der Verkauf sei aber wohl über einen Messenger-Dienst erfolgt.

Ob die Besteller der falschen Impfausweise nun ebenfalls mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sagte, dies sei letztlich Sache der örtlichen Staatsanwaltschaften nach Abschluss der Ermittlungen. Es handele sich um sehr viele Besteller und Adressen, die ausgewertet werden müssten.