Corona-Infektionsrisiko bei Kindern

Münchner Studie: Keine erhöhten Infektionen an Grundschulen und Kitas

Maskenpflicht und Wechselunterreicht haben laut Studie dazu beigetragen, dass keine erhöhte Infektionsgefahr an Schulen und Kitas entsteht. (Symbolbild)

Maskenpflicht und Wechselunterreicht haben laut Studie dazu beigetragen, dass keine erhöhte Infektionsgefahr an Schulen und Kitas entsteht. (Symbolbild)

Bild: Matthias Balk. dpa (Symbolbild)

Maskenpflicht und Wechselunterreicht haben laut Studie dazu beigetragen, dass keine erhöhte Infektionsgefahr an Schulen und Kitas entsteht. (Symbolbild)

Bild: Matthias Balk. dpa (Symbolbild)

Steigen die Corona-Infektionszahlen, wenn Schulen und Kitas wieder öffnen? Das hat eine Münchner Studie untersucht. Die Forscher ziehen daraus einen Schluss.
Maskenpflicht und Wechselunterreicht haben laut Studie dazu beigetragen, dass keine erhöhte Infektionsgefahr an Schulen und Kitas entsteht. (Symbolbild)
dpa
03.02.2021 | Stand: 08:12 Uhr

Eine Münchner Studie zur Übertragung des Coronavirus bei Kindern zeigt: In Kindergärten und Schulen ist die Infektionsgefahr durch das Coronavirus nicht höher als allgemein.

Studie wurde an Schulen, Kitas und Kindergärten durchgeführt

Von Juni bis Ende Oktober 2020 nahmen Wissenschaftler in Münchner Grundschulen, Kitas und Kindergärten 3169 Abstriche von Kindern im Alter bis elf Jahre sowie von Betreuern und Lehrern.

Erst in der zweiten Phase dieser "Virenwächter"-Studie nach den Sommerferien gab es zwei positive Befunde. Das entsprach etwa den damaligen Infektionszahlen in der Bevölkerung. Das teilten die Forscher der Haunerschen Kinderklinik am LMU Klinikum und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

"Somit tragen gesunde, asymptomatische Kinder, die die jeweiligen Einrichtungen besuchen, nicht signifikant zur Ausbreitung der Pandemie bei, wenn geeignete Maßnahmen zur Infektionskontrolle getroffen werden", folgern die Wissenschaftler in der als Preprint veröffentlichten Studie (hier im Original zum Download). Zum Studienzeitpunkt waren allerdings die Virus-Mutanten aus Großbritannien und Südafrika weder bekannt noch verbreitet, wie Mitautor Martin Hoch vom LGL sagte.

Maskenpflicht und Wechselunterreucht: In der ersten Studienphase gab es keine Infektion

Die Zahl der Infektionen in der Bevölkerung pro 100 000 Menschen binnen sieben Tagen hatte am Ende des Untersuchungszeitraums etwa bei 150 gelegen. Davor war sie weit niedriger. Insofern überraschte das komplette Ausbleiben von Infektionen in der ersten Studienphase nicht - zumal diverse Maßnahmen galten, etwa Wechselunterricht und teils Maskenpflicht. "Wir denken, dass wir unter Hygiene-Maßnahmen bis zur Inzidenz von 150 die Kitas und Grundschulen sicher öffnen können", sagte Ulrich von Both vom Haunerschen Kinderspital. "Wir sind davon überzeugt, das man für Kinder langfristig einen Riesenschaden setzt, wenn diese Einrichtungen langfristig geschlossen sind."

Bei den beiden positiven Fällen handelte es sich um eine Lehrerin und ein Schulkind. Da die Lehrerin zuerst Symptome hatte, sei es möglich, dass sie das Virus mitbrachte. Bei 36 Kontaktpersonen der Kategorie 1 des Kindes gab es nur einen weiteren positiven Test, nämlich bei einem Mitschüler.

Studien zeigt: Regelmäßige Tests bei Kindern sind kein Problem

Wichtig sei auch die Erfahrung, dass regelmäßige Abstriche bei Kindern problemlos genommen werden könnten, sagte von Both. Engmaschige Tests bei Kindern könnten eine Hilfe für einen sicheren Schulbetrieb sein. Sie seien aber auch wichtig für weitere Studien, die nun insbesondere mit Blick auf die Mutanten sinnvoll seien.

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