Augsburg

Mann wegen Mordes und vierfachen versuchten Mordes vor Gericht

Mordprozess in Augsburg: Der Angeklagte soll im April in einer Flüchtlingsunterkunft mehrere Mitglieder der Familie seiner Ehefrau mit einem Messer angegriffen haben.

Mordprozess in Augsburg: Der Angeklagte soll im April in einer Flüchtlingsunterkunft mehrere Mitglieder der Familie seiner Ehefrau mit einem Messer angegriffen haben.

Bild: Peter Fastl, Archiv

Mordprozess in Augsburg: Der Angeklagte soll im April in einer Flüchtlingsunterkunft mehrere Mitglieder der Familie seiner Ehefrau mit einem Messer angegriffen haben.

Bild: Peter Fastl, Archiv

30-Jähriger legt zum Prozessbeginn in Augsburg Teilgeständnis ab - und sagt, er sei angegriffen worden.
dpa
07.12.2020 | Stand: 11:32 Uhr

Wegen Mordes und vierfachen versuchten Mordes steht seit Montag ein 30 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Augsburg. Der Angeklagte soll im April in einer Flüchtlingsunterkunft mehrere Mitglieder der Familie seiner Ehefrau mit einem Messer angegriffen haben.

Ein 15-Jähriger wurde dabei getötet, vier weitere Opfer erlitten Verletzungen, die teilweise lebensbedrohlich waren. Auslöser der Bluttat war der Anklage zufolge, dass sich die Ehefrau des 30-Jährigen trennen wollte.

Zum Auftakt des Prozesses legte der Angeklagte, ein afghanischer Staatsangehöriger, ein Teilgeständnis ab. Sein Anwalt verlas eine Erklärung, wonach der 30-Jährige zugab, für den Tod des Jugendlichen und die Verletzungen der anderen verantwortlich zu sein. Er bedauere dies, hieß es in der Verteidigererklärung.

Der Angeklagte schildert demnach das Geschehen in der Asylunterkunft so, dass auch er von den späteren Opfern angegriffen worden sei. Er habe niemanden mit dem Messer verletzen wollen.

Für den Prozess sind sechs weitere Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte Ende Januar verkündet werden.