Kriminalität in Bayern

Maskenpflicht, Alkohol: Mehrere Auseinandersetzungen in der Münchner S-Bahn

Die Polizei war am Wochenende verstärkt in Münchner S-Bahnen im Einsatz.

Die Polizei war am Wochenende verstärkt in Münchner S-Bahnen im Einsatz.

Bild: Alexander Kaya, dpa (Symbolbild)

Die Polizei war am Wochenende verstärkt in Münchner S-Bahnen im Einsatz.

Bild: Alexander Kaya, dpa (Symbolbild)

Am Wochenende kam es zu mehreren Auseinandersetzungen in der Münchner S-Bahn. Dabei war auch ein Mann aus Kaufbeuren involviert.
13.09.2020 | Stand: 10:29 Uhr

In München ist es am Wochenende in der S-Bahn zu mehreren Auseinandersetzungen gekommen. Teilweise spielte dabei laut Polizei das Tragen einer Maske eine Rolle.

Eine 20-jährige Deutsche war in der S-Bahn (S2) auf dem Weg von Dachau zum Hauptbahnhof München ohne Fahrschein unterwegs. Die Leipzigerin verhielt sich bei einer Fahrscheinkontrolle uneinsichtig und wollte sich nicht ausweisen. Zudem setzte sie bei der Kontrolle durch Mitarbeiter des zivilen Prüfdienstes ihre Mund-Nasenbedeckung ab.

Frau missachtete die Maskenpflicht

Nachdem sie am Hauptbahnhof aussteigen musste, um mit den Mitarbeitern auf die Bundespolizei zu warten, zündete sich die 20-Jährige am Bahnsteig eine Zigarette an. Ein DB-Mitarbeiter forderte sie auf, das Rauchen zu unterlassen und zog, nachdem sie der wiederholten Aufforderung nicht nachkam, ihr die Zigarette aus dem Mund.

Daraufhin warf die Leipzigerin dem Prüfschaffner ihr Feuerzeug an den Kopf. Der Mann erlitt Rötungen an der Stirn, konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Die Leipzigerin wird nun wegen Leistungserschleichung und Körperverletzung angezeigt.

Auch in der S2 Richtung Altomünster gab es eine Auseinandersetzung unter drei Deutschen. Am S-Bahnhaltepunkt Hirschgarten stoppten Bundespolizisten die Weiterfahrt. Nach ersten Ermittlungen hatte eine 66-Jährige einen 51-Jährigen auf Höhe der Donnersbergerbrücke auf die Verpflichtung des Tragens einer Mund-Nasenbedeckung hingewiesen.

Mann schlägt einer Frau unvermittelt ins Gesicht

Unvermittelt hatte ihr der Mann aus dem Landkreis Dachau daraufhin mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Ein 38-Jähriger aus Thüringen griff ein und riss den Mann von der Pasingerin weg. Dabei wurde auch ihm ins Gesicht geschlagen. Durch den Vorfall kam es zu Verspätungen im S-Bahnverkehr.

Ein Zugbegleiter teilte der Bundespolizei gegen 22.30 Uhr eine Auseinandersetzung zwischen einer Streife des Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn und zwei Reisenden im Hauptbahnhof München mit. Die beiden 29 Jahre alten, stark alkoholisierten Reisenden waren, nach ersten Ermittlungen, mit einer Auskunft der Bahnmitarbeiter unzufrieden, worauf eine verbale Auseinandersetzung folgte.

Im weiteren Verlauf soll ein 50-jähriger Mitarbeiter der DB-Sicherheit bei einem Gerangel mit dem 29-jährigen Kasachen ins Gleis gestürzt sein. Sein Kollege, ein 61-jähriger DB-Mitarbeiter, soll den 29-Jährigen aus Kaufbeuren daraufhin zu Boden gestoßen haben. Beide Attackierte wurden leicht am Bein verletzt.

Der DB-Sicherheitsmitarbeiter konnte seinen Dienst fortsetzen. Die beiden Reisenden waren alkoholisiert und aggressiv. Der 29-Jährige wies einen Atemalkoholwert von 2,33 Promille auf. Ermittlungen wegen Körperverletzungsdelikten wurden gegen den Kasachen sowie den 50-jährigen DB-Mitarbeiter eingeleitet.