Corona-Krise

Maskenpflicht in der Öffentlichkeit -  Bayern zieht Corona-Zügel an

Der Freistaat Bayern will den Kommunen bessere Möglichkeiten an die Hand geben, auf hohe Corona-Zahlen zu reagieren. Zum Beispiel mit einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.

Der Freistaat Bayern will den Kommunen bessere Möglichkeiten an die Hand geben, auf hohe Corona-Zahlen zu reagieren. Zum Beispiel mit einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.

Bild: picture alliance/Peter Kneffel/dpa

Der Freistaat Bayern will den Kommunen bessere Möglichkeiten an die Hand geben, auf hohe Corona-Zahlen zu reagieren. Zum Beispiel mit einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.

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Als Reaktion auf teils stark gestiegene Corona-Ansteckungszahlen will das Kabinett den Kommunen bessere Möglichkeiten für Gegenmaßnahmen an die Hand geben.
Der Freistaat Bayern will den Kommunen bessere Möglichkeiten an die Hand geben, auf hohe Corona-Zahlen zu reagieren. Zum Beispiel mit einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.
dpa
22.09.2020 | Stand: 09:37 Uhr

So soll etwa bei einer Überschreitung von 50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen greifen.

Dies war bisher zwar auch möglich, allerdings soll in der Sitzung an diesem Dienstag (10.00 Uhr) in der Staatskanzlei in München die sogenannte "Kann-Regelung" in eine verbindliche "Soll-Regelung" verschärft werden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag ankündigte.

Dabei sagte er auch, dass der Schutz von Alten- und Pflegeheimen von besonderer Bedeutung sei.

Als Reaktion auf steigende Corona-Zahlen hatten in den vergangenen Wochen und Monaten die Kommunen immer wieder Beschränkungen wie Alkoholverbote erlassen müssen. Nachdem aktuell aber mit München eine gesamte Millionenstadt zum Corona-Hotspot wurde, sieht die Staatsregierung Grund für einheitlichere Richtlinien. Söder selbst nannte die Lage in München "ernst".

Ab Donnerstag gilt die Maskenpflicht in München

In der Landeshauptstadt soll ab Donnerstag auf ausgewählten Plätzen und Straßen in der Innenstadt die generelle Maskenpflicht gelten, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag. Außerdem dürften sich im Stadtgebiet dann nur noch fünf Menschen oder Personen aus zwei Haushalten treffen - sowohl im privaten Bereich als auch im gesamten öffentlichen Raum. Ausnahmen sollen für Verwandte in gerader Linie gelten, also zum Beispiel Eltern und Kinder.

Auch bei Festen wie Hochzeiten oder Beerdigungen, die im privaten Rahmen gefeiert werden, sind Einschränkungen geplant.

Schärfere Quarantäneverordnungen bei Auslandreisen

Darüber hinaus will das Kabinett bei seiner Sitzung auch über eine schärfere Quarantäneverordnung bei Auslandsreisen zum Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen entscheiden. Hintergrund ist hierfür das am Donnerstag anstehende Super-Cup-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Sevilla in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Fußballfans, die nach Ungarn reisen, müssen sich dann nach ihrer Rückkehr in Selbstisolation begeben oder ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen.

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