Auch spitze Zähne sind erhalten

Mehr als einen halben Meter lang: Wissenschaftler bergen Saurier-Kiefer aus Steinbruch

In einem Steinbruch im Steigerwald wurde am Freitag der Unterkiefer eines Dinosauriers geborgen. Hier wird eine Grafik eines Cyclotosaurus neben den im Felsbrocken erkennbaren Unterkieferkochen gehalten.

In einem Steinbruch im Steigerwald wurde am Freitag der Unterkiefer eines Dinosauriers geborgen. Hier wird eine Grafik eines Cyclotosaurus neben den im Felsbrocken erkennbaren Unterkieferkochen gehalten.

Bild: Nicolas Armer/dpa

In einem Steinbruch im Steigerwald wurde am Freitag der Unterkiefer eines Dinosauriers geborgen. Hier wird eine Grafik eines Cyclotosaurus neben den im Felsbrocken erkennbaren Unterkieferkochen gehalten.

Bild: Nicolas Armer/dpa

Er soll 230 Millionen Jahre alt sein: Der Kiefer des krokodilähnlichen Dinosauriers Cyclotosaurus, der am Freitag in Unterfranken geborgen wurde.
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dpa
30.07.2021 | Stand: 16:43 Uhr

Ein rund 230 Millionen Jahre alter, versteinerter Unterkiefer eines Dinosauriers ist am Freitag in einem Steinbruch in Unterfranken geborgen worden. Der mehr als einen halben Meter lange Kiefer mit einer Reihe von spitzen Zähnen gehörte wohl einmal einem Cyclotosaurus aus der Familie der Mastodonsaurier, wie der Leiter der Abteilung Geologischer Dienst des Landesamtes für Umwelt (LfU) Hof, Roland Eichhorn am Freitag nahe Rauhenebrach sagte. Die genaue Zuordnung des Fundes sei noch nicht abgeschlossen.

Der Fund wurde dem LfU Hof übergeben, wo der Kiefer künftig in der Gesteinssammlung aufbewahrt wird.

Steinbruch-Mitarbeiter hatten den Kiefer in einem eineinhalb Tonnen schweren Steinblock in Rauhenebrach im Landkreis Haßberge entdeckt. "Für Bayern ist das schon eine kleine Sensation", sagte Eichhorn. Kleinere Bruchstücke von Mastodonsauriern würden in Bayern häufiger gefunden - einen ganzen Unterkiefer gebe es im Freistaat aber selten.