München

Messe München hat jetzt schon erste Absagen für 2021

Die Münchner Messe wird das laufende Jahr mit Verlust abschließen. Und die Aussichten fürs nächste Jahr sind angesichts Corona auch nicht gut.

Die Münchner Messe wird das laufende Jahr mit Verlust abschließen. Und die Aussichten fürs nächste Jahr sind angesichts Corona auch nicht gut.

Bild: Sven Hoppe

Die Münchner Messe wird das laufende Jahr mit Verlust abschließen. Und die Aussichten fürs nächste Jahr sind angesichts Corona auch nicht gut.

Bild: Sven Hoppe

Die Münchner Messe wird das laufende Jahr mit Verlust abschließen. Und die Aussichten fürs nächste Jahr sind angesichts Corona auch nicht gut.
18.08.2020 | Stand: 12:11 Uhr

Die Münchner Messe wird das laufende Jahr mit Verlust abschließen. "Schon jetzt steht fest, dass wir rote Zahlen schreiben werden", sagte Messechef Klaus Dittrich unserer Redaktion. Und die Aussichten sind trüb: "Ja, wir haben schon die ersten Absagen für nächstes Jahr."

Die Messe München - weltweit auf Platz sechs - habe zwar ein Hygienekonzept mit breiteren Gängen und großzügigen Ständen. Nach einem halben Jahr Stillstand könnten Mitte Oktober bis zu 2700 Besucher zur Immobilienmesse Expo Real kommen - statt 49 000 wie vor einem Jahr. Aber wenn die Besucher nicht aus aller Welt kämen, lohne sich für manche Aussteller die Teilnahme nicht mehr, sagte Dittrich. Wenn große Messen wie die Analytica, Electronica und Automatica im Herbst und Winter "doch nicht wie geplant stattfinden können, müssen wir sicher weitere Sparmaßnahmen einleiten".

Es werde "mindestens drei bis fünf Jahre dauern, ehe wir an alte Rekorde wie im vergangenen Jahr anknüpfen können", mit 474 Millionen Euro Umsatz und 74 Millionen Euro Gewinn.

Hoffnung mache, dass der Staatsfonds von Singapur gerade eine Milliarde Dollar in den weltweit größten Messeveranstalter, das britische Unternehmen Informa, investiert habe und der Sohn des Medienunternehmers Rupert Murdoch bei der Schweizer Messegesellschaft MCH eingestiegen sei: "Das zeigt, die Finanzmärkte glauben an die Zukunft von Messen."

Über digitale Kanäle könnten sie ihre Reichweite steigern; aber "die persönliche Begegnung auf Messen ist digital nicht ersetzbar", sagte Dittrich.